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Pornostar Hunter Hardin
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Pornostar Hunter Hardin Tod schockt die Community, Freunde erinnern an ihn

ms - 09.09.2026 - 10:30 Uhr
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Die traurige Reihe der verstorbenen schwulen Adulstars setzt sich weiter fort: Der schwule Erotikdarsteller und Burlesque-Tänzer Hunter Hardin ist jetzt im Alter von 30 Jahren gestorben. Hardin, der auch unter dem Namen LuLu LoveBottom bekannt war, wurde von Freunden und Weggefährten in sozialen Medien gewürdigt.

Das Wichtigste im Überblick

  • Der schwule Erotikdarsteller und Burlesque-Tänzer Hunter Hardin ist im Alter von 30 Jahren gestorben.
  • Hardin war auch unter dem Namen LuLu LoveBottom bekannt.
  • Er starb am 7. September durch Suizid, nachdem er eine Abschiedsnachricht auf Instagram veröffentlicht hatte.
  • Ein enger Freund berichtete, Hardins Mitbewohner hätten seine Tür aufgebrochen und Rettungskräfte gerufen.
  • Nach Angaben des Freundes sei es jedoch zu spät gewesen, um Hardin wiederzubeleben.
  • Weitere Freunde würdigten Hardin als besonders glücklichen und liebenswürdigen Menschen.

Abschiedsnachricht auf Instagram

Hardin starb am 7. September. Kurz vor seinem Tod hatte er auf Instagram eine Abschiedsnachricht veröffentlicht. Darin schrieb er: „Ich liebe euch und es tut mir leid, dass ich es nicht bis zum Ende geschafft habe. AUF EWIG LEBE WOHL. Liebe, LuLu.“ Als Bildunterschrift fügte er hinzu: „Zum letzten Mal von jemandem verletzt worden, dem ich mein Herz anvertraut habe.“ Dazu postete er das Emoji eines gebrochenen Herzens.

In den Kommentaren unter dem Instagram-Beitrag meldete sich Kollege Asuras zu Wort, der als enger Freund Hardins beschrieben wird. „Hallo zusammen – hier ist Lulus bester Freund“, schrieb er und erklärte weiter: „Seine Mitbewohner haben seine Tür aufgebrochen und den Rettungsdienst gerufen, aber leider war es viel zu spät, um ihn wiederzubeleben. Lulu ist leider verstorben, und es tut mir wirklich sehr leid für alle, die ihn kannten.“ Weitere Einzelheiten zu den Umständen von Hardins Tod wurden in dem Beitrag nicht genannt.

Appell an die Community 

Auch Johani Montero nahm öffentlich Abschied. Montero beschrieb Hardin als „einen der glücklichsten und liebenswürdigsten Menschen, die ich je kennengelernt habe“. Zugleich verband Montero den Nachruf mit einem Appell an andere Menschen, stärker auf ihr Umfeld zu achten. „Wenn uns irgendetwas davon in Erinnerung bleibt, dann das, wie wichtig es ist, füreinander da zu sein, besonders wenn jemand möglicherweise Schwierigkeiten hat“, schrieb Montero. Viele Menschen würden nach außen hin den Eindruck vermitteln, dass es ihnen gut gehe, während sie tatsächlich mit Problemen zu kämpfen hätten. „Wir können uns so sehr daran gewöhnen, eine Fassade aufrechtzuerhalten, so zu tun, als sei alles in Ordnung, und Dinge für uns zu behalten. Manchmal merken wir nicht einmal, wie viel jemand unter der Oberfläche durchmachen könnte.“

Montero rief deshalb dazu auf, sich regelmäßig nach dem Befinden von Freunden und Angehörigen zu erkundigen. „Deshalb schaut nach euren Leuten. Fragt sie, wie es ihnen wirklich geht. Nehmt euch Zeit für Gespräche, die über ein ‚Mir geht's gut‘ hinausgehen. Lasst die Menschen in eurem Leben wissen, dass sie nicht alles allein tragen müssen.“ Ein weiterer Kommentator erklärte, Hardins Familie bitte angesichts der Situation um Privatsphäre. Sie fordere demnach „in dieser sehr überwältigenden Zeit um Privatsphäre“.

Vom Fußballspieler zum Adulstar 

Hardin, ein ehemaliger Fußballspieler und Highschool-Crew-Star, kombinierte seine Liebe zu Fitness und Sport mit seiner Affinität zu Tanz und Weiblichkeit und war unter dem Namen LuLu LoveBottom vor allem online bekannt. Er arbeitete als Erotikdarsteller und war zugleich als Burlesque-Tänzer in der Nachtleben-Szene aktiv. In einem Interview mit Out Sports im März 2025 hatte Hardin über seine Arbeit als Burlesque-Künstler gesprochen. Dabei erklärte er, dass ihm die Auftritte ermöglicht hätten, verschiedene Seiten seiner Identität miteinander zu verbinden. „Es ermöglicht mir, meine Weiblichkeit mit meiner Männlichkeit zu identifizieren“, sagte Hardin. Zudem hatte er erklärt: „Ich habe mich in meinem Leben mit vielen Depressionen beschäftigt, und Sport war eine Erleichterung davon. Das Fitnessstudio, das Training, ich werde deswegen immer ein Fan davon sein.“

Damit beschrieb er die Bedeutung der Kunstform für seinen persönlichen Ausdruck. Burlesque war für ihn demnach nicht nur eine Form der Unterhaltung, sondern auch eine Möglichkeit, unterschiedliche Facetten seiner Persönlichkeit miteinander zu verbinden. Nach seinem Tod erinnern jetzt Freunde in sozialen Netzwerken an Hardin und beschreiben ihn als einen Menschen, der anderen gegenüber besonders herzlich gewesen sei. Die Nachricht von seinem Tod löste in seinem Umfeld und in der schwulen Community große Bestürzung aus. Freunde und Bekannte nutzten die sozialen Medien, um sich von ihm zu verabschieden und zugleich auf die Bedeutung von Unterstützung für Menschen in schwierigen Lebenssituationen hinzuweisen.

Zuletzt war erst vor wenigen Tagen im Alter von 29 Jahren der schwule Pornodarsteller Christian Styles verstorben. Ebenso in diesem Jahr nahm die Community Abschied von Adult-Lieblingen wie Dale Savage (✝62) und Seth Peterson (✝28). Bereits 2025 verstarben unter anderem Blake Mitchell (✝31), Scott Finn (✝27), Tim Kruger (✝44), Roman Mercury (✝45), Damien Stone (✝32) sowie Koby Falks (✝42) und Colton Ford (✝62). 

 

Hier gibt es Hilfe

Die Berichterstattung über Suizid ist ein überaus sensibles Thema. Wir möchten es in KEINSTER Weise glorifizieren oder romantisieren. Viele Menschen, die durch Suizid sterben, leiden an einer psychischen Erkrankung. Wenn es dir nicht gut geht oder du daran denkst, dir das Leben zu nehmen, versuche mit anderen Menschen darüber zu sprechen. Das können Freunde oder Verwandte sein. Es gibt aber auch eine Vielzahl von Hilfsangeboten, bei denen du dich melden kannst. Die Telefonseelsorge ist anonym, kostenlos und rund um die Uhr erreichbar. Die Telefonnummern sind 0800/111 0 111 und 0800/111 0 222.

Mit Beratung steht dir auch der Coming Out Day Verein via Messenger, E-Mail und Videochat unter www.coming-out-day.de sowie www.comingoutundso.de zur Seite. Weiterhin gibt es von der Telefonseelsorge das Angebot eines Hilfe-Chats. Außerdem gibt es die Möglichkeit einer E-Mail-Beratung. Die Anmeldung erfolgt – ebenfalls anonym und kostenlos – auf der Webseite. Informationen findest du unter: www.telefonseelsorge.de

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