Seth Peterson ist tot Beliebter Twink-Darsteller tot zu Hause aufgefunden
Der schwule Erotikdarsteller Seth Peterson ist im Alter von 28 Jahren gestorben. Das teilte sein Verlobter Cyrus Stark in den sozialen Medien mit, die Nachricht wurde zudem auf Petersons X-Account gepostet: „Mit schwerem Herzen teile ich den Tod meines Verlobten und besten Freundes Seth mit. Mir fehlen wirklich die Worte, und mein Herz ist gebrochen“, so Stark, der unter dem Namen Kobe Marsh auch in der Adult-Branche arbeitet.
Schock bei Fans und Kollegen
Stark machte keine Angaben zur Todesursache, sein Verlobter wurde in seinem Zuhause in Los Angeles tot aufgefunden. Die Nachricht vom frühen Tod des Darstellers löste zahlreiche Reaktionen aus. Viele Fans hatten Peterson über seine Projekte für die bekannte Erotikfilmfirma Helix Studios kennengelernt. Auf X folgen ihm rund 370.000 Menschen. Unter den Hunderttausenden Nutzern, die den Beitrag sahen, waren auch frühere Kollegen, Freunde und Wegbegleiter. Sie beschrieben ihn als talentiert, fürsorglich und sowohl vor als auch hinter der Kamera als sehr angenehm und freundlich. Mit seinem strahlenden Lächeln zog er viele seiner Fans bis zuletzt in den Bann, viele verglichen ihn mit dem jungen Tom Cruise.
Ein Kollege aus der Branche schrieb stellvertretend für viele: „Er war der beste Darsteller in der Pornobranche und auch darüber hinaus ein großartiger Mensch. Ruhe in Frieden, Seth, du wirst fehlen.“ In einer, zu seinem Gedenken eingerichteten GoFundMe-Seite heißt es, Peterson sei „sehr geliebt worden und wird zutiefst vermisst werden“. Die gesammelten Spenden sollen dabei helfen, die Beerdigungskosten zu decken.
Adultstar in jungen Jahren
Peterson war während seiner vergleichsweise kurzen Karriere für mehrere Branchenpreise nominiert worden und wurde schnell zu einem der beliebtesten Twink-Darsteller weltweit. Bekannt wurde er Anfang der 2020er Jahre durch die Zusammenarbeit mit Helix, bevor er auch für andere Plattformen arbeitete. Der Südkalifornier outete sich bereits mit 15 Jahren als schwul und erzählte dazu: „Es war ein bisschen beängstigend, weil ich Angst davor hatte, was meine Freunde und Familie denken würden, aber sobald ich Unterstützung von Freunden hatte, wurde es einfacher.“
Peterson wollte schon früher als Pornodarsteller arbeiten, sein damaliger Freund hielt ihn anfangs aber noch davon ab. Nach seinem Studium der Neurowissenschaft habe er nicht so recht gewusst, was er jetzt machen sollte, hatte Peterson in einem früheren Interview erklärt: „Ich hatte mein Diplom, aber ich hatte keine Ahnung, was ich damit machen sollte. Um ehrlich zu sein, ich hatte auch nicht echte Lust, etwas in diese Richtung zu machen.“ Als Pornodarsteller zu arbeiten, schien ihm etwas zu sein, dass er lieben könne – zudem verbrachte er gern viel Zeit am Strand, surfte und skatete gerne. Nach seiner aktiven Zeit als Darsteller wollte er möglicherweise Feuerwehrmann wie sein Vater oder professioneller Segler werden.
Zwischendurch, so Peterson, habe er seit dem Start seiner Karriere den Kontakt zur realen Welt ein wenig verloren: „Ich habe manchmal das Gefühl, die reale Welt gar nicht mehr mitzukriegen. Ich habe keinen normalen Job, wie viele andere, stattdessen bin ich fast ausschließlich von Menschen aus der Branche umgeben. Da kann man schon mal das Gefühl dafür verlieren, was reale Menschen eigentlich tun.“ Peterson war auch ein sehr guter Klavierspieler, der gerne Beethoven-Sonaten freihändig spielte. Zudem war der US-Amerikaner ein großer Fan von Stephen King und lies sich nach der Lektüre von „Es“ eine Schildkröte tätowieren, weil sie im Buch Gott symbolisiere. In einem seiner letzten Interviews riet er seinen Fans abschließend zudem: „Nehmt keine Drogen.“