Direkt zum Inhalt
Koby Falks stirbt mit 42 Jahren

Koby Falks verstorben Australischer schwuler Erotikdarsteller stirbt mit 42 Jahren

ms - 02.06.2025 - 14:00 Uhr
Loading audio player...

Der australische schwule Erotikfilmdarsteller Koby Falks ist tot – er starb nach Angaben seines Lebenspartners Sam Brownell sowie seiner PR-Agentur im Alter von 42 Jahren. Binnen von nur drei Jahren stieg der Muskelmann aus Queensland zum international gefragten Pornostar auf und wirkte in 76 Filmprojekten mit. Darüber hinaus betrieb er eine sehr erfolgreiche OnlyFan-Seite und hatte hunderttausende Fans in den sozialen Medien. 

Viel zu früh verstorben

Sein Manager Matthew Leigh erklärte via Instagram: „Von dem Moment an, als wir zusammenkamen, war ich von seiner Wärme, seinem Charisma und seiner unglaublichen Professionalität beeindruckt. Er war organisiert, gutherzig und zutiefst respektvoll - die Art von Mensch, für die man sofort dankbar ist, mit ihm zu arbeiten. Es war mir eine Ehre, sein bemerkenswertes Werk zu repräsentieren und aus erster Hand die Kraft seiner Präsenz zu erleben, sowohl auf als auch hinter der Leinwand. Seine Fähigkeit, mit Menschen in Kontakt zu treten, nicht nur hier in Australien, sondern auf der ganzen Welt, war etwas ganz Besonderes. Koby war nicht nur ein Kunde – er war ein Licht, eine kreative Kraft und eine wirklich schöne Seele. Wir haben einen bahnbrechenden kreativen Geist viel zu früh verloren.“

Kein Statement zur Todesursache 

Koby Falks, der mit bürgerlichem Namen Anthony Cox hieß, kam erst mit Ende 30 in die Branche und drehte viele Filme zusammen mit seinem Lebenspartner Sam Brownell. Brownell zeigte sich von dem Tod seines Freundes zutiefst getroffen und schrieb online nur: „Ich werde dich immer lieben.“ Falks starb bereits letzte Woche am 28. Mai, publik wurde die Nachricht erst heute. 

Offiziell wurde bisher keine Todesursache genannt, mehrfach verweist sein Manager aber auf Depressions- und Suizid-Telefonhotlines. Leigh betonte darüber hinaus nebst den Hashtags #MentalHealthMatters, #ItsOkayToNotBeOkay und #CheckInOnYourFriends, dass Menschen, die Probleme haben, sich bitte Unterstützung holen sollen, dazu die Worte: „Ihr seid nicht allein“.  Zu Falks direkt erklärte er weiter: „Ich glaube fest daran, dass sein Licht und sein Vermächtnis weiterhin hell leuchten werden.“

Todesfälle in der Community

Falk ist bereits der fünfte, international bekannte Adult-Darsteller, der in diesem Jahr verstorben ist, zuletzt schockte der Tod von Colton Ford vor wenigen Tagen die Community. Zuvor trauerte die Porno-Branche und die Fans bereits um Tim Kruger, Roman Mercury und Damien Stone

 

Hier gibt es Hilfe

Die Berichterstattung über Suizid ist ein überaus sensibles Thema. Wir möchten es in KEINSTER Weise glorifizieren oder romantisieren. Viele Menschen, die durch Suizid sterben, leiden an einer psychischen Erkrankung. Wenn es dir nicht gut geht oder du daran denkst, dir das Leben zu nehmen, versuche mit anderen Menschen darüber zu sprechen. Das können Freunde oder Verwandte sein. Es gibt aber auch eine Vielzahl von Hilfsangeboten, bei denen du dich melden kannst. Die Telefonseelsorge ist anonym, kostenlos und rund um die Uhr erreichbar. Die Telefonnummern sind 0800/111 0 111 und 0800/111 0 222.

Mit Beratung steht dir auch der Coming Out Day Verein via Messenger oder E-Mail unter www.coming-out-day.de zur Seite. Weiterhin gibt es von der Telefonseelsorge das Angebot eines Hilfe-Chats. Außerdem gibt es die Möglichkeit einer E-Mail-Beratung. Die Anmeldung erfolgt – ebenfalls anonym und kostenlos – auf der Webseite. Informationen findest du unter: www.telefonseelsorge.de

Anzeige
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE

Auch Interessant

Minderheitenstress Community

Neue Studiendaten gehen ins Detail

Diskriminierung sorgt bei LGBTIQ+-Menschen für Minderheitenstress. Je mehr Akzeptanz, je besser wird es? Ganz so einfach scheint es doch nicht zu sein
Krise bei Influencern

Erschöpfung in der digitalen Welt

Ein Leben als queerer Social-Media-Influencer ist toll? Nicht unbedingt! Eine neue Studie zeigt nun auf, rund die Hälfte von ihnen kennt ein Burnout.
Fortschritte im Bereich HIV

Der lange Weg zur Heilung

HIV-Forscher aus den USA haben nun bekräftigt, dass eine HIV-Heilung bis 2040 denkbar ist. Dazu müssten mehrere Ansätze kombiniert werden.
Kritik an der Gen-Z

Weniger Jammern, mehr Handeln

Die Jugend in Deutschland jammert zu viel und handelt zu wenig, betont ein Sozialforscher. Davon betroffen sind auch queere Jugendliche.
Homosexuelle Flüchtlinge

Neue humane Wege in Kenia

Kenias Regierung will Flüchtlingslager in neue Dörfer überführen. Homosexuelle haben neue Hoffnung auf eine Verbesserung ihrer Lebensrealität.
Keine Jobs für Homosexuelle?

Sehr schwierige Lage in Afrika

Homosexuelle haben in Afrika nicht „nur“ mit Diskriminierung zu kämpfen, auch die Jobsuche wird zum Hürdenlauf, betont jetzt eine Hilfsorganisation.
Indonesien im Zwiespalt

Zwischen Hass und Herzlichkeit

Indonesien kämpft seit zehn Jahren zwischen den Extremen: LGBTIQ+-Menschen bekämpfen oder integrieren. Ein neue Studie untersuchte das Phänomen.
Kommunikation ohne Big Brother

Neue kreative Wege in Russland

Russland schränkt digitale Wege immer mehr ein, die queere Community und viele Bürger experimentieren derzeit mit neuen Kommunikationsideen.