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Stärkung der Menschenrechte ILGA Europe und ILGA World betonen die LGBTI*-Bewegung zum Internationalen Tag der Menschenrechte

Von ms - 10.12.2024 - 14:00 Uhr
Stärkung der Menschenrechte
Foto: iStock / LeoPatrizi
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Die beiden queeren Organisationen ILGA Europe und ILGA World wollen am heutigen Internationalen Tag der Menschenrechte auf die Kämpfe und die Meilensteine der LGBTI*-Bewegung in diesem Jahr aufmerksam machen. „Der Tag der Menschenrechte erinnert uns an die Universalität der Menschenrechte: Freiheiten, die allen Menschen gehören, unabhängig von ihrer Identität. Dieser Grundsatz ist das Herzstück der LGBTI*-Bewegung, denn LGBTI*-Rechte sind Menschenrechte.“  

Zerbrechlichkeit von Freiheiten 

Für die Community war das Jahr 2024 dabei laut den zwei verpartnerten Organisationen schwierig, immer wieder wurden Rechte für Homosexuelle wie auch queere Menschen in Frage gestellt. Dabei wurde in besonderer Weise deutlich, wie zerbrechlich hart erkämpfte Freiheiten seien. 

Als aktuelle Beispiele nennt die ILGA unter anderem das neue Anti-Homosexuellen-Gesetz in Georgien oder auch das radikale Vorgehen gegen die LGBTI*-Bewegung in Russland unter dem neuen Extremismusgesetz. Immer wieder komme es zudem wie beispielsweise in der Türkei zur Unterdrückung der Redefreiheit und der Vereinigungsfreiheit. „Diese Entwicklungen zeigen, dass Angriffe auf LGBTI*-Rechte oft auf tiefer gehende Menschenrechtsverletzungen hindeuten“, so die ILGA Europe weiter. 

Mehr Solidarität im Jahr 2025

Positiv vermerkt die Organisation unter anderem, dass der UN-Menschenrechtsrat die Rechte von intersexuellen Menschen bekräftigte oder auch, dass Polen auf dem Weg ist, gleichgeschlechtliche Paare rechtlich anzuerkennen. „Diese Fortschritte zeigen, dass die Förderung von LGBTI*-Rechten der gesamten Gesellschaft zugutekommt. Gesetze, die Gleichheit und Würde bekräftigen, stärken das soziale Gefüge und sorgen dafür, dass niemand zurückgelassen wird.“ Die Community müsse mit Blick auf 2025 wachsam bleiben, gemeinsam handeln und vermehrt Solidarität zeigen. 

Eines haben beide Organisationen indes offenbar in ihrem Rückblick auf das Jahr 2024 vergessen: Die internationale Kritik am Ausschluss der israelischen LGBTI*-Community seitens der ILGA World wurde mit keinem Wort kommentiert. 

Der Internationale Tag der Menschenrechte existiert seit 1950, eingeführt durch die Vereinten Nationen. Der Gedenktag soll auf die Verkündung der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte am 10. Dezember 1948 erinnern. 

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