Direkt zum Inhalt
Proteste gegen Milei

Proteste gegen Milei Massive Demonstrationen nach homophoben und frauenfeindlichen Aussagen von Argentiniens Präsident

ms - 04.02.2025 - 16:00 Uhr
Loading audio player...

In Argentinien formiert sich immer lauter Protest gegen Präsident Javier Milei (54) – angeführt werden die Demonstrationen dabei von LGBTIQ+-Aktivisten und Frauen, die gegen die jüngsten homophoben und frauenfeindlichen Äußerungen Meleis aufbegehren. Daneben demonstrieren immer mehr Menschen auch gegen die Sparpolitik des Landes. Zuletzt gingen in mehreren Städten Hunderttausende auf die Straßen.

Homophobe Statements

Erst vor wenigen Tagen Ende Januar reichte auch der schwule Kongressabgeordneter Esteban Paulón deswegen Strafanzeige gegen den Präsidenten ein, weil dieser beim World Economic Forum in Davos gegen die LGBTIQ+-Community gewettert hatte. Mehrfach war mit Blick auf LGBTIQ+ die Rede von einer „großen Epidemie unserer Zeit“ und einem „Krebsgeschwür“, an anderer Stelle setzte er Homosexuelle mit Pädophilen gleich. Gefährliche Aussagen, die zu mehr Gewalt gegenüber der Community im Land führen könnten. 

Hunderttausende auf der Straße

Allein in Buenos Aires gingen so zuletzt 600.000 Menschen mit Regenbogenfahnen auf die Straße, landesweit kam es seit dem vergangenen Wochenende zu rund 130 Demonstrationen. Gegenüber der Zeitung El Diario betonte die queere Aktivistin Maria Olivier: „Wir sagen der Regierung und den Mächtigen des Landes: Hört auf, die Menschen zu beleidigen!“ 

Nebst zahlreichen LGBTIQ+-Verbänden hatte auch die politische Opposition sowie mehrere Frauenvereine zu den Protesten aufgerufen – in Davos hatte Milei so auch behauptet, Feminismus sei nur ein „Streben nach Privilegien“. Mehrere hochrangige Politikerinnen des Landes wie die frühere Präsidentin Cristina Kirchner oder auch Elisa Carrió von der Coalición Cívica kritisierten die „beleidigende und diffamierende“ sowie „zutiefst besorgniserregende und diskriminierende“ Rhetorik des Präsidenten. 

Milei indes scheint an seinem Kurs weiter festzuhalten – bereits kurz nach seinem Amtsantritt 2023 schaffte er das Ministerium für Frauen, Gender und Diversität ebenso wie Richtlinien zur Anti-Diskriminierung ab. In nächsten Schritten soll jetzt laut Justizminister Mariano Cúneo Libarona der Straftatbestand des Femizids sowie ein drittes Geschlecht in Ausweisen und Dokumenten (X oder divers) abgeschafft werden. 

Anzeige
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE

Auch Interessant

Staffel 3 für Heated Rivalry?

Neue Details von Regisseur Tierney

Freudige Nachricht für alle Fans von "Heated Rivalry": Offenbar wird intern bereits an einer dritten Staffel gearbeitet, Staffel 2 erscheint 2027.
Filmfestival Cannes 2026

Viele queere Filme im Programm

Im Mai kämpfen viele queere Filme um die begehrte Palme d'Or beim Filmfestival in Cannes, jetzt wurden alle Teilnehmer bekannt gegeben.
Akzeptanzverlust in Community

Betroffen sind asexuelle Menschen

Das Gefühl von Akzeptanz ist innerhalb der asexuellen Community im letzten Jahr stark gesunken, so das Ergebnis einer neuen Studie.
30 Jahre "Day of Silence"

Mobbing von LGBTIQ+-Schülern

Der "Day of Silence" feiert in den USA 30-jähriges Jubiläum und soll den Fokus auf das Mobbing von LGBTIQ+-Schülern richten.
Bunter Widerstand in Miami

Regenbogen aus Pflastersteinen

Miami rebelliert mit einem Regenbogen aus Pflastersteinen im Park gegen die skurrilen Verbote von Floridas Gouverneur DeSantis.
Neues Verbot im Profisport

Dart-Verband sperrt trans* Frauen

Der größte Dart-Verband PDC hat jetzt trans* Frauen von Frauenwettkämpfen ausgeschlossen und betont geschlechtsspezifische Unterschiede.
Dating-Masche in der Schweiz

Hohe Haftstrafen für Kriminelle

Zwei junge Männer wurden in der Schweiz jetzt zu hohen Haftstrafen verurteilt, sie hatten schwule Männer bei vorgetäuschten Dates brutal ausgeraubt.
Neues Verbot in Russland

Menschenrechtsorganisation Memorial

Ein russisches Gericht hat jetzt die bekannte Menschenrechtsorganisation Memorial verboten; der Verein setzte sich auch für LGBTIQ+ ein.
Hassverbrechen in Bremen

Verdopplung Angriffe auf LGBTIQ+

In Bremen haben sich die Fälle von Hasskriminalität gegenüber queeren Menschen binnen eines Jahres verdoppelt, wie Innensenatorin Högl jetzt mitteilte