Direkt zum Inhalt
Anschlagspläne auf Wiener Pride
Foto: IMAGO / Panthermedia
ANZEIGE

Anschlagspläne auf Pride Drei mutmaßliche Islamisten wurden jetzt angeklagt, 2023 ein Attentat auf die Regenbogenparade in Wien geplant zu haben

ms - 03.04.2025 - 12:00 Uhr
Loading audio player...

Drei junge mutmaßliche Islamisten sollen im Juni 2023 einen Anschlag auf die Regenbogenparade in Wien geplant haben – praktisch in letzter Minute wurden die drei Tatverdächtigen im Alter von damals 14, 17 und 20 Jahren vom österreichischen Staatsschutz in ihren Wohnungen in Wien und St. Pölten festgenommen. Die langwierigen Ermittlungen sind jetzt abgeschlossen, die finale Anklageschrift liegt vor, in dieser Woche wurde nach Angaben des Standard offiziell Anklage erhoben. 

Anschlag mit Sturmgewehr und Bomben

Nach Informationen der Staatsanwaltschaft sollen sich die drei Angeklagten, zwei davon Brüder, ab 2022 online über Plattformen des Islamischen Staates (IS) radikalisiert haben. Die drei Tatverdächtigen sind inzwischen 16, 19 und 21 Jahre alt mit Wurzeln in Bosnien und Tschetschenien. Der Hinweis über das potenziell gefährliche Trio erhielten die österreichischen Beamten über einen ausländischen Geheimdienst. In Telegram-Chats und anderweitig online erklärten die Tatverdächtigen demnach, Waffen wie ein Sturmgewehr der Marke AK-47 oder ein großes Messer für einen Terroranschlag auf die Wiener Pride-Parade in der Tschechischen Republik einkaufen zu werden. In anderen Passagen prahlten sie damit, Ungläubige „anstechen“ zu wollen, so die Anklageschrift. Mit anderen jungen Extremisten beispielsweise aus Belgien soll es auch Gespräche über explizite Bombenanschläge und den Bau von Bomben gegeben haben.  

Haftstrafen nach Jugendrecht 

Die Anklage lautet auf Gründung einer terroristischen Vereinigung und einer kriminellen Organisation, einhergehend mit der Planung einer terroristischen Straftat. Aufgrund ihres jungen Alters der zwei damals Minderjährigen könnte sie eine Haftstrafe von fünf Jahren erwarten, der Älteste der Gruppe kann bei einer Verurteilung eine Gefängnisstrafe von bis zu zehn Jahren bekommen. Nach Ansicht des Verteidigers des heute 16-Jährigen gebe es allerdings keine Beweise für konkrete Terrorpläne. Sein Mandant habe die beiden anderen mutmaßlichen Täter gar nicht gekannt, so der Anwalt weiter, die Bildung einer Terrorgruppe sei daher nicht möglich gewesen. 

Anzeige
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE

Auch Interessant

Trey Cunningham selbstbewusst

Hürdenläufer mit Starpotenzial

Der schwule Sportstar Trey Cunningham beendet seine Saison mit Rekord, Modeljobs und viel Selbstbewusstsein – und hat bereits Olympia 2028 im Blick.
Kerle in besonderer Tracht

Lederhose, Lust und Lebensfreude

September ist Oktoberfestzeit. Für schwule Jungs liegt dabei eine besondere Faszination bei Männern in Lederhosen. Doch warum eigentlich?
Netflix und LGBTIQ+

Die zehn erfolgreichsten Serien

Netflix' meistgesehene Serien zeigen viele LGBTIQ+-Figuren und Geschichten – an der Spitze steht ein sexy Werwolf mit rund 252 Millionen Aufrufen.
Mordversuch mit Bierflasche

Junger Mann in Minnesota attackiert

Ein Mann aus Minnesota wurde mit einer zerbrochenen Bierflasche attackiert und schwer verletzt, weil sein Angreifer ihn fälschlich für schwul hielt.
Nationale Krise auf Fidschi

Massiv steigende HIV-Zahlen

Der Staat Fidschi reagiert auf stark steigende HIV-Zahlen mit einem nationalen Notstand und will Tests, Prävention und Behandlung ausweiten.
Suizide in der EU

Männer deutlich häufiger betroffen

Die Suizidrate in der EU sinkt langsam, doch Männer und sexuelle Minderheiten bleiben besonders stark betroffen, insbesondere in Deutschland.
Kritik an Bundesregierung

LSVD+ betont fehlenden Schutz

Der LSVD+ kritisiert fehlende Maßnahmen der Bundesregierung gegen Queerfeindlichkeit und fordert mehr Beteiligung der queeren Zivilgesellschaft.
Demonstrationen für LGBTIQ+

Proteste vor türkischen Botschaften

Proteste heute vor Botschaften: Internationale Organisationen und Regierungsvertreter kritisieren die Einschränkungen gegen LGBTIQ+ in der Türkei.
Brutaler Überfall in Berlin

Junger Schwuler attackiert

Ein 26-jähriger schwuler Mann wurde in Berlin angegriffen und beraubt, nachdem ein Unbekannter nach seiner sexuellen Orientierung gefragt hatte.