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Vorfreude auf den ESC 2026
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Vorfreude auf den ESC 2026 35 Länder kämpfen um den Titel, Finnland führt im Ranking

ms - 13.03.2026 - 09:30 Uhr
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Die Spannung steigt: Jetzt stehen alle Songs des Eurovision Song Contest 2026 in Wien fest. Währenddessen gehen die Diskussionen rund um die Teilnahme von Israel weiter, doch das trübt die Vorfreude der Fans nicht. Die Tickets für die drei Shows in der Wiener Stadthalle waren zumindest nach wenigen Minuten bereits restlos ausverkauft. Die ersten zwei Halbfinale finden am 12. und 14. Mai statt, die große Finalshow dann am 16. Mai. 

 35 Songs für den ESC

Für den ESC 2026 haben in diesem Jahr 35 Länder ihre Teilnahme bestätigt, fünf Länder boykottieren den größten Musikwettbewerb der Welt aufgrund von Israels Teilnahme. Nach mehrjähriger Pause kehren dafür Bulgarien, Moldau und Rumänien in den Wettbewerb zurück. Die Teilnehmer sind: 

Albanien: Nân – „Alis“

Armenien: Paloma Rumba – „Simón“

Australien: Eclipse – „Delta Goodrem“

Österreich: Tanzschein – „Cosmó“

Aserbaidschan: Just Go – „Jiva“

Belgien: Essyla – „Dancing on the Ice“

Bulgarien: Dara – „Bangaranga“

Kroatien: Lelek – „Andromeda“

Zypern: Antigoni – „Jalla“

Tschechien: Daniel Žižka – „Crossroads“

Dänemark: Søren Torpegaard Lund – „Før vi går hjem“

Estland: Vanilla Ninja – „Too Epic To Be True“

Finnland: Linda Lampenius & Pete Parkkonen – „Liekinheitin“

Frankreich: Monroe – „Regarde“

Georgien: Bzikebi – „On Replay“

Deutschland: Sarah Engels – „Fire“

+ Griechenland: Akylas – „Ferto“

Israel: Noam Bettan – „Michelle“

Italien: Sal Da Vinci – „Per sempre sì“

Lettland: Atvara – „Ēnā“

Litauen: Lion Ceccah – „Sólo quiero más“

Nordmazedonien: Eva Marija – „Mother Nature“

Malta: Aidan – „Bella“

Moldau: Satoshi – „Viva, Moldova“

Montenegro: Tamara Živković – „Nova zora“

Norwegen: Jonas Lovv – „Ya“

Polen: Alicja – „Pray“

Portugal: Bandidos do Cante – „Rosa“

Rumänien: Alexandra Căpitănescu – „Choke Me“

San Marino: Senhit – „Superstar“

Serbien: Lavina – „Kraj mene“

Schweden: Felicia – „My System“

Schweiz: Veronica Fusaro – „Alice“

Ukraine: Leléka – „Ridnym“

Großbritannien: Look Mum No Computer – „Eins, Zwei, Dre

 

Punktevergabe in Wien 

Beim Publikumsvoting wird die Zahl der möglichen Stimmen pro Abstimmungsart reduziert. Statt bisher 20 können nun nur noch zehn Stimmen abgegeben werden – jeweils per SMS, Telefonanruf oder Onlinevoting mit Kreditkarte. In den Halbfinals werden außerdem wieder Jurys beteiligt. Damit kehrt der Wettbewerb zu einem Abstimmungssystem zurück, das in ähnlicher Form bereits zwischen 2009 und 2022 genutzt wurde.

Auch die Zusammensetzung der Jurys ändert sich: Statt fünf werden künftig sieben Mitglieder über die Punktevergabe entscheiden. Mindestens zwei davon müssen zwischen 18 und 25 Jahre alt sein. Im Finale vergibt jedes teilnehmende Land Punkte von eins bis zwölf an seine Favoriten. Seit 2016 werden die Wertungen jeweils getrennt von einer nationalen Jury und vom Publikum vergeben. Ein Beitrag kann aus einem Land somit maximal 24 Punkte erhalten. Auch Zuschauer aus Staaten ohne eigene Teilnahme dürfen abstimmen – etwa aus Kanada, den USA oder Brasilien. Diese Stimmen werden in der Kategorie „Rest der Welt“ zusammengefasst.

Siegerchancen für Deutschland

Die Chancen, dass Sarah Engels mit ihrem Song „Fire“ für Deutschland die gläserne Trophäe ergattert, werden von ESC-Experten indes nach wie vor sehr gering eingeschätzt – auch jetzt, nachdem alle Songs feststehen. Bereits zuvor landete der Titel auf dem vorletzten Platz im ESC Barometer, daran hat sich mit Blick auf die Wettquoten wenig getan, Deutschland findet sich je nach Ranking nach wie vor auf den letzten Plätzen. Nach wie vor Favorit für den ESC 2026 sind die Finnen: Die Star -Violinistin Linda Lampenius und Popsänger Pete Parkkonen haben sich für den Track „Liekinheitin“ zusammengetan, der offenbar perfekt zum ESC passt. Auf Platz 2 liegt derzeit Frankreich mit „Regarde!“ von Monroe vor Søren Torpegaard Lund aus Dänemark mit „Før vi går hjem“. 

Die Community beim ESC

Mehrere der aussichtsreichen Acts gehören auch zur LGBTIQ+-Community oder verstehen sich als Allys. Sie wollen ihre Auftritte nutzen, um Themen wie Sichtbarkeit, Selbstbewusstsein und Vielfalt anzusprechen. Zu den offenen schwulen Künstlern gehören Søren Torpegaard Lund aus Dänemark sowie der griechische Sänger Akylas, der mit „Ferto“ einen gesellschaftskritischen Ethno-Pop-Rap vorstellt. Litauen setzt mit Lion Ceccah auf einen Künstler, dessen Name eng mit queerer Kunst, Drag und Aktivismus verbunden ist. Unklar ist noch, ob die Vertreterin San Marinos, Senhit, ihren Song „Superstar“ in Wien gemeinsam mit dem schwulen britischen Sänger Boy George präsentieren wird. Beim nationalen Vorentscheid war der Künstler lediglich als eingeblendete Figur zu sehen und zu hören – eine Umsetzung, die möglicherweise nicht mit den ESC-Regeln vereinbar wäre. Momentan befindet sich die Künstlerin im Ranking auf dem letzten Platz. 

Einmaliges Bühnendesign

Das besondere Bühnendesign für den ESC steht nebst den Songs nun auch fest. Ein zentrales Thema bei der Gestaltung der Bühne ist in diesem Jahr Nachhaltigkeit. Die Produktion soll als Beispiel dafür dienen, wie sich eine große Fernsehshow möglichst ressourcenschonend umsetzen lässt. Für das Konzept der Beleuchtung ist der Lichtdesigner Tim Routledge verantwortlich. Er war bereits im vergangenen Jahr beim ESC in Basel sowie 2023 in Liverpool für das Lichtdesign zuständig.

Insgesamt kommen in Wien mehr als 2.100 LED- und Lasereinheiten sowie über 8.500 einzeln steuerbare LEDs zum Einsatz. Zum ersten Mal wird dabei vollständig auf klassische Leuchtmittel verzichtet. Stattdessen basiert das gesamte Beleuchtungssystem ausschließlich auf LED- und Lasertechnologie. Über seine Arbeit sagte Routledge:„Der Eurovision Song Contest lebt von großen Momenten. Die Herausforderung bestand darin, etwas zu entwerfen, das beeindruckend und groß wirkt, während es hinter den Kulissen deutlich verantwortungsvoller umgesetzt wird. Der Einsatz von 100 Prozent LED- und Lasertechnologie in diesem Maßstab zeigt, dass beides möglich ist – spektakuläre visuelle Effekte und eine nachhaltige Produktion.“

Ein prägendes Element der Bühne ist ein großer Kreis, der sich um die Spielfläche zieht und im hinteren Bereich vom Boden abhebt. Dieses Element kann als sogenannter „Stage Arch“ verstanden werden, also als architektonischer Rahmen für die Bühne. Der Kreis ist auf der zum Publikum gerichteten Seite mit einem LED-Streifen ausgestattet, außerdem befinden sich an den Seiten Scheinwerfer. Hinter der Bühne scheint vor allem der vordere Bereich des Rings beleuchtet zu sein.

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