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ESC 2026 in Wien 35 Länder nehmen teil, fünf Boykotteure

Von ms - 16.12.2025 - 08:30 Uhr
ESC 2026 in Wien
Foto: IMAGO / SEPA.Media
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Die Teilnehmerliste für den Eurovision Song Contest 2026 in Wien ist jetzt offiziell: Insgesamt werden 35 Länder beim Wettbewerb im Mai antreten, wie die Europäische Rundfunkunion (EBU) bestätigt hat. Neben dem Gastgeberland Österreich zählen auch Deutschland, Frankreich, Großbritannien und Italien zu den sogenannten „Big Five“ und sind somit automatisch für das Finale qualifiziert. Spanien, ebenfalls Teil der „Big Five“, hat jedoch beschlossen, sich aufgrund der Teilnahme Israels vom Event zurückzuziehen.

Drei Länder kehren zurück

Ergänzt wird das Teilnehmerfeld durch Albanien, Armenien, Australien, Aserbaidschan, Belgien, Bulgarien, Dänemark, Estland, Finnland, Georgien, Griechenland, Irland, Israel, Kroatien, Lettland, Litauen, Luxemburg, Malta, Moldau, Montenegro, Norwegen, Polen, Portugal, Rumänien, San Marino, Schweden, die Schweiz, Serbien, Tschechien, die Ukraine und Zypern. Besonders bemerkenswert ist die Rückkehr von Bulgarien, Rumänien und Moldau, die nach mehreren Jahren der Abstinenz wieder dabei sind.

Im Gegensatz dazu haben fünf Länder angekündigt, den Wettbewerb 2026 zu boykottieren: Spanien, Irland, Island, die Niederlande und Slowenien. Der Grund für diese Entscheidung ist das militärische Vorgehen Israels im Gazastreifen nach dem Angriff der Hamas im Oktober 2023. Bereits im Herbst 2023 kündigten mehrere Rundfunkanstalten an, sich vom ESC zurückzuziehen. Der Schweizer ESC-Gewinner von 2024, Nemo, gab inzwischen überdies seinen Siegerpokal zurück.

Die Welt kommt zusammen 

Trotz dieser Proteste bleibt die EBU bei ihrer Haltung. EBU-Direktor Martin Green erklärte: „Der Song Contest bleibt ein Ort, an dem Stimmen, Kulturen, Sprachen und Musik miteinander verwoben sind. Ein Ort, an dem Menschen mit unterschiedlichem Hintergrund zeigen können, dass eine bessere Welt möglich ist.“ Der ORF als Gastgeber unterstreicht seine Rolle und betonte, allen 35 teilnehmenden Ländern einen „herzlichen Empfang“ bereiten zu wollen. In einem offenen Brief an Fans und Kritiker sagte Green: „Ich weiß, dass viele von euch starke Emotionen in Bezug auf die Geschehnisse im Nahen Osten haben. Die Entscheidung der aussteigenden Länder wird respektiert, aber wir hoffen, sie in Zukunft wieder begrüßen zu dürfen.“

Wien ist zum dritten Mal Austragungsort des Eurovision Song Contests, nachdem die Stadt bereits 1967 und 2015 Gastgeber des internationalen Musikwettbewerbs war. Das große Finale wird am 16. Mai 2026 in der Wiener Stadthalle stattfinden. Die beiden Halbfinale sind für den 12. und 14. Mai angesetzt. Wer in welchem Halbfinale antreten wird, wird am 12. Januar 2026 ausgelost.

Neue Regeln für das ESC-Voting

Für mehr Transparenz bei der Abstimmung hat die EBU einige Neuerungen beschlossen. Zuschauer können künftig nur noch zehn Stimmen pro Abstimmungsmethode (Online, SMS oder Telefon) abgeben. Zudem besteht jede Länderjury nun aus sieben Musikexperten, von denen mindestens zwei zwischen 18 und 25 Jahre alt sein müssen. Diese müssen schriftlich bestätigen, dass sie unabhängig abstimmen werden.

Eine weitere Änderung betrifft das Voting in den Halbfinalen: Ab 2026 dürfen auch hier wieder die Jurys mitabstimmen, erstmals seit 2022. Das Endergebnis wird zu gleichen Teilen aus dem Jury- und dem Publikumsvoting bestehen, um auch künstlerisch anspruchsvolleren Beiträgen bessere Chancen auf das Finale zu geben. Der Vorverkauf für die ersten Tickets für die Shows in der Wiener Stadthalle startet am 13. Januar 2026. Der deutsche Beitrag wird nach Informationen des SWR am 28. Februar 2026 in einer Live-Sendung ermittelt. 

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