Direkt zum Inhalt

Drake Von wehrt sich Ermittlungen wegen mutmaßlich häuslicher Gewalt bei Adultstar

Von ms - 08.06.2026 - 16:00 Uhr
Drake Von wehrt sich
Foto: X / DrakeVon / Hothouse Solo
ANZEIGE
Loading audio player...

Der Pornodarsteller und OnlyFans-Creator Drake Von (23) hat nach seiner Festnahme in Las Vegas die gegen ihn erhobenen Vorwürfe zurückgewiesen. Dem bisexuellen 23-Jährigen Twink-Liebling der schwulen Hardcore-Branche wird vorgeworfen, eine weibliche Partnerin in einem luxuriösen Anwesen in der Glücksspielmetropole körperlich angegriffen zu haben.

Das Wichtigste im Überblick

  • Drake Von wurde am 2. Juni in Las Vegas festgenommen.
  • Gegen den bisexuellen 23-Jährigen wurden mehrere Vorwürfe im Zusammenhang mit häuslicher Gewalt erhoben.
  • Der Pornodarsteller bestreitet sämtliche Anschuldigungen.
  • Von spricht von einem Missverständnis und einem „PR-Werbegag“.
  • Der bisexuelle Content-Creator gehört zu den erfolgreichsten OnlyFans-Anbietern.
  • Zuletzt war er in der Reality-Serie „Ultimate Boys Trip“ zu sehen.
  • Aktuell sorgte er mit seiner angekündigten „1.000 Bottoms“-Challenge für viele Diskussionen.

Pornodarsteller bestreitet Vorwürfe

Wie das US-Portal TMZ berichtet, wurde Von letzte Woche von der Polizei festgenommen. Gegen ihn seien mehrere Vorwürfe im Zusammenhang mit häuslicher Gewalt erhoben worden. Zu den mutmaßlichen Anklagepunkten zählen demnach Körperverletzung durch Strangulation im häuslichen Umfeld, Nötigung im Zusammenhang mit häuslicher Gewalt sowie weitere Vergehen im Bereich häuslicher Gewalt. Der bisexuelle Darsteller hat nun alle Anschuldigungen entschieden zurück gewiesen. 

Gegenüber TMZ erklärte Von: „Alle Anschuldigungen sind falsch, die Anklagen werden fallen gelassen, und das Ganze beruhte auf einem Missverständnis.“ Zugleich kündigte er an, sich später noch einmal ausführlicher zu den Vorwürfen äußern zu wollen. „Dazu wird es bald Inhalte geben“, sagte er dem Bericht zufolge. Darüber hinaus behauptete Von, bei dem Vorfall habe es sich um einen „Werbegag“ gehandelt. Nach Angaben von TMZ befindet sich der Darsteller derzeit noch in Haft, eine Kaution wurde auf 25.000 US-Dollar festgesetzt. Dem Bericht zufolge soll er bis zu seiner Freilassung beziehungsweise bis zum weiteren Verlauf des Verfahrens in Gewahrsam bleiben.

Bekannt durch OnlyFans und Reality-TV

Die Festnahme erfolgt nur wenige Wochen nach einem wichtigen Karriereschritt des Content-Creators. Ende April 2026 feierte Von sein Debüt in der Reality-TV-Serie „Ultimate Boys Trip“ des LGBTIQ+-Senders OUT-TV. In der Produktion war er gemeinsam mit Joey Mills, Max Konnor und weiteren bekannten Darstellern der schwulen Erwachsenenunterhaltung zu sehen. Der in Las Vegas lebende Darsteller gehört zu den erfolgreichsten Anbietern auf der Plattform OnlyFans und zählt dort zu den einkommensstärksten 0,1 Prozent aller Creator. 2024 zog er nach Las Vegas, im gleichen Jahr wurde er bei den GayVN Awards ausgezeichnet. Dort erhielt er Preise in den Kategorien „Best Twink“, „Hottest All-Male Creator Collab“ sowie „Favourite Cock“. Erst vor wenigen Tagen wurde er dann als „Top Twink Performer“ von der Plattform PornHub geehrt. 

Kontroverse um Sex-Challenge

Bereits im vergangenen Jahr und auch erst vor kurzem in diesem Jahr hatte Drake Von zudem für viele Schlagzeilen gesorgt. Der Twink-Star kündigte eine sogenannte „1.000 Bottoms“-Challenge an. Nach eigenen Angaben plant er, an einem einzigen Tag Sex mit 1.000 Männern zu haben. Die Ankündigung löste sowohl innerhalb der schwulen Community als auch darüber hinaus kontroverse Diskussionen aus. In einem Interview verteidigte Von das Vorhaben und erklärte, die Aktion solle auch der Aufklärung über sicheren Sex dienen. „Ein Abonnement meines OnlyFans-Profils ist euer Ticket, um an dieser Challenge teilzunehmen. Voraussetzung ist außerdem, dass ihr Safer Sex praktiziert“, sagte er damals. Zugleich widersprach er dem Vorwurf, die Aktion diene ausschließlich der Eigenwerbung. „Das ist nicht nur ein Werbegag. Ich möchte das Bewusstsein für Safer Sex stärken und möglichst viele Menschen darüber aufklären.“

Challenge bislang nicht umgesetzt

Bislang wurde die angekündigte Aktion allerdings noch nicht durchgeführt. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung sind weder Aufnahmen noch ein konkreter Termin bekannt geworden. Nach Angaben des Darstellers soll die Challenge jedoch weiterhin im Laufe dieses Jahres stattfinden. Die Vorbereitungen dafür seien bereits weit fortgeschritten. Unabhängig davon richtet sich die öffentliche Aufmerksamkeit derzeit vor allem auf die Ermittlungen in Las Vegas und die gegen Drake Von erhobenen Vorwürfe, die der Content-Creator vollständig bestreitet.

Anzeige
ANZEIGE

QUEERE PRESSESCHAU

tazNeue ZDF-Serie: Das Geisterhaus im SchwarzwaldhessenschauTanzen gegen die Einsamkeit: Ein Ort, an dem sich queere Menschen nicht erklären müssenBerliner MorgenpostDie Sehnsucht im Italien der bleiernen Jahre: „Buch der Träume“WDRComing-Out-Days: Queeres Leben auf dem LandAlle Meldungen ansehen
ANZEIGE

Umfrage der Woche

Wo würdest du ein erstes Date am liebsten verbringen?

Choices
Artikel zur Umfrage lesen
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE

Auch Interessant

Queere Vielfalt im Tierreich

Wenn Widder auf Widder stehen

Manche Widder bevorzugen andere Männchen. Gleichgeschlechtliches Verhalten ist weit verbreitet – was Studien zeigen und wo Vergleiche hinken.
Ältere Brüder, schwule Söhne?

Was die Forschung wirklich zeigt

Ältere Brüder und schwule Söhne: Studien finden Zusammenhänge. Doch die Ursache ist nicht bewiesen – und die Statistik bleibt umstritten.
Dresden holt den EuroPride

Rückkehr nach 25 Jahren

Dresden richtet den EuroPride 2029 aus. Nach 25 Jahren kehrt das europäische Pride-Event nach Deutschland zurück. Das Motto setzt auf Brücken.
Streit um Pornoseiten

Sperren vorerst gestoppt

Pornhub und YouPorn müssen vorerst nicht gesperrt werden. Das OVG NRW verweist auf EU-Recht. Der Streit um wirksamen Jugendschutz geht weiter.
Empörung auf Bestellung

Ragebait ist Jugendwort 2026

„Ragebait“ ist das Jugendwort 2026. Was der Begriff bedeutet, warum Provokation Reichweite bringt und was die LGBTIQ+-Community daraus lernen kann.
Warnung von Andrew Scott

Kein Vergessen der Aids-Krise

Der schwule Schauspieler Andrew Scott fordert, die Aids-Krise nicht zu vergessen. Sein neuer Film „Elsinore“ erinnert an jene Zeit.
Schwuler Politiker wehrt sich

BDSM-Fotos sorgen für Wirbel

Alte BDSM-Fotos bringen den schwulen US-Politiker Chris Gallant in die Schlagzeilen. Doch der Kongresskandidat denkt nicht an Rückzug.
Coming-Out bleibt ein Tabu

Schwule Profis schweigen weiter

Thomas Hitzlsperger sieht kleine Fortschritte gegen Homophobie im Fußball. Doch viele schwule Profis fürchten ein Coming-Out selbst nach Karriereende.
Schutz für queere Jugendliche

Mamdani finanziert trans* Medizin

New York stellt neun Millionen Dollar für die Behandlung trans* Jugendlicher bereit, nachdem mehrere Kliniken ihre Angebote eingestellt haben.