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ESC Vorentscheid 2026 Ex-DSDS-Sängerin Sarah Engels vertritt Deutschland beim ESC in Wien

Von ms - 01.03.2026 - 02:00 Uhr
ESC Vorentscheid 2026
Foto: SWR
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Deutschland schickt Sarah Engels zum „Eurovision Song Contest“ 2026 nach Wien. Die 33-Jährige setzte sich am Samstagabend im Rahmen der TV-Show „Eurovision Song Contest – Das Deutsche Finale“ gegen acht weitere Acts durch und wird im Mai für Deutschland antreten.

Sarah Engels überzeugt in Finalrunde

Durch den Abend führten sehr amüsant Barbara Schöneberger (51) und Hazel Brugger (32). Neun Künstlerinnen und Künstler beziehungsweise Gruppen präsentierten ihre Beiträge live. Zunächst bestimmte anschließend eine internationale 20-köpfige Jury drei Favoriten, die es in die entscheidende Runde schafften: Molly Sue (25), Wavyboi (27) und Sarah Engels (33). Anschließend fiel die Entscheidung per Telefonvoting durch das Publikum. Am Ende durfte sich Sarah Engels über den Sieg freuen, rund 38 Prozent der Anrufer stimmten für sie. Platz 2 ging mit 34 Prozent an Wavyboi, 28 Prozent bekam Sue. 

Die Sängerin nahm unter großem Jubel und sichtlich bewegt und freudig begeistert ihren Pokal entgegen und performte ihren Titel „Fire“ erneut. Bereits zuvor hatte sie den Song vor einer Inszenierung mit lodernden Flammen präsentiert. Auch zwischen den Auftritten zeigte sich die 33-Jährige sichtlich sehr emotional, umarmte Mitstreiter, Freunde und ihre Familie und konnte ihr Glück kaum fassen.

"Ich bin überwältigt und unendlich dankbar für diesen Moment. Der ESC war immer ein Traum für mich – und jetzt darf ich Deutschland bei der größten Musikshow der Welt vertreten. Danke an alle, die an mich geglaubt und mich auf diesem Weg begleitet haben. Ich freue mich riesig darauf, beim ESC alles auf die Bühne zu bringen, was in mir steckt", so Engels nach dem Sieg am späten Samstagabend. 

Barbara wird zu Dschinghis Khan

Für Stimmung sorgten einmal mehr auch die ESC-erprobten Moderatorinnen, die zur Eröffnung bekannte ESC-Gewinnersongs anstimmten. Hazel Brugger sang „Ein bisschen Frieden“, Barbara Schöneberger „Dschinghis Khan“. Im Verlauf des Abends kommentierte Brugger mit trockenem Humor das Geschehen und scherzte unter anderem über das Samtsofa im „Green Room“. Es stamme aus der „Beatrice Egli“-Show: „Die wohnt ja auch hier drin. Man soll nicht so hüpfen, damit es ihr nicht ‚Aua‘ macht.“ Die Show blickte zudem auch auf die schönsten Kostüme von Schöneberger in all den Jahren zurück, seitdem sie bereits den ESC moderiert. 

Die Moderatorinnen sorgten immer wieder auch für Wortwitz und Spitzen gegen die Besetzungspolitik im Fernsehen. Als sie besonders nah beieinanderstanden, sagte Schöneberger: „Zwei Frauen, die sich näherkommen: Das möchten die Zuschauer im Hauptprogramm sehen.“ Brugger ergänzte ironisch: „Sonst gibt es ja auch keinen Grund, warum zwei Frauen im Fernsehen moderieren sollten.“ Schöneberger fügte mit einem Augenzwinkern hinzu: „Nächstes Jahr moderieren wieder zwei Männer.“ Zu den prominenten Gästen der Liveshow gehörten ansonsten noch Comedienne Carolin Kebekus, ESC-Ikone Paola Felix, Schauspieler Hans Sigl sowie ESC-Teilnehmer Abor & Tynna und Michael Schulte. Sie ließen in emotionalen Rückblicken sieben Jahrzehnte Eurovision Song Contest Revue passieren.

Vielfältige Interpreten, bunte Show

Neben der späteren Siegerin präsentierten sich weitere Acts mit aufwendig inszenierten Performances. Bela (23) sang als erster Interpret seinen Titel „Herz“ an einer nachgebildeten Bushaltestelle. Das Duo Ragazzki setzte bei seinem Auftritt auf eine bunte Tankstellenkulisse und Trash-Pop a la Stefan Raab. Die Formation Dreamboys The Band entpuppte sich als vier Frauen mit viel Gefühl. Myle (25) brachte die Ballade „A OK“ auf die Bühne, Laura Nahr (25) überzeugte mit einer Popnummer. Mit Malou Lovis (27) trat zudem die Gewinnerin von „The Voice of Germany“ 2023 an. Auch sie bewarb sich um das ESC-Ticket. 

Wavyboi kombinierte mit „Black Glitter“ Tanz- und Gitarreneinlagen. Molly Sue, die bereits 2015 bei „The Voice Kids“ im Team von Lena Meyer-Landrut (34) aufgetreten war, sang ihren Titel „Optimist (Ha Ha)“. Die 25-Jährige leidet unter anderem am Ehlers-Danlos-Syndrom, einer genetisch bedingten Bindegewebsschwäche, sowie an Endometriose und verarbeitete ihre Erfahrungen musikalisch. Dem SWR ist als neuer Ausrichter des ESC Vorentscheids nach dem, viele Jahre verantwortlichen NDR eine energiegeladene und unterhaltsame Show zum Vorentschied gelungen. 

Von DSDS auf die ESC-Weltbühne 

Sarah Engels ist seit ihrer Teilnahme bei „Deutschland sucht den Superstar“ 2011 ein bekanntes Gesicht in der deutschen Musikbranche und schaffte es danach mehrfach in die Charts. Im deutschen Fernsehen war die Ex-Frau von Pietro Lombardi seitdem in zahlreichen Formaten zu sehen, von „Let’s Dance“ über „Das große Promibacken“ und „The Masked Singer“ bis hin zu „Dancing on Ice“. Im Mai 2021 heiratete sie den Fußballspieler Julian Büscher, im Dezember 2021 wurden sie Eltern einer Tochter. Seit November letzten Jahres spielt sie die Hauptrolle „Satine“ im erfolgreichen Musical „Moulin Rouge“ in Köln. 2025 erschien auch ihr neues Album „Strong Girls Club“. 

Zum ESC erklärte sie vorab: „Der ESC ist für mich eine einmalige Bühne, auf der Menschen aus ganz Europa und der Welt durch Musik miteinander verbunden sind. Am ESC teilzunehmen, bedeutet für mich, meine Empowerment-Botschaft, die tief aus meinem Herzen kommt, zu teilen und mit meiner Musik Mut, Zusammenhalt, Kraft und den Glauben an sich selbst zu vermitteln.“

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