Direkt zum Inhalt
Schwules Dating mit KI
ANZEIGE

Schwules Dating mit KI Wie sicher sind künftig Grindr-Nutzerdaten, wenn die KI alle Chatverläufe mitliest?

ms - 08.10.2024 - 12:00 Uhr
Loading audio player...

Noch immer kämpft Grindr um seine Glaubwürdigkeit in puncto Datenschutz, immer wieder kam es in den letzten Jahren beispielsweise in Großbritannien und Norwegen zu Prozessen gegen das Internetunternehmen für schwule Männer – in der Zukunft will die Dating-App jetzt verstärkt auf den Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) setzen. Ob das die Debatten um die Sicherheit von persönlichen Daten beenden wird, bleibt fraglich. 

Komplette KI-Datenkontrolle

Das Team von Grindr will ihren Nutzern voraussichtlich ab 2027 einen sogenannten KI-Wingman zur Seite stellen, diese KI soll nicht nur bei der Suche nach Sex- und Liebesdates ausschlaggebend helfen, sondern auch weitere Servicedienste wie eine Reservierung im Restaurant für potenzielle Dates übernehmen.

Der Grindr-Wingman befindet sich aktuell im Rahmen des Ex-Human-Modells bereits in der Testphase, wie Grindr-Geschäftsführer George Arison gegenüber dem Wall Street Journal jetzt erklärte. Die Herangehensweise der KI ist dabei im Grunde simpel: Die Künstliche Intelligenz wird die Gespräche zwischen den Nutzern mitverfolgen, diese Daten auswerten und anschließend Empfehlungen übermitteln, sodass Nutzer leichter den perfekten Partner finden können – sei es nun für Sex oder eine langfristige Beziehung. Geht es nach dem CEO, soll die App künftig auch jenen schwulen Männern helfen können, die beispielsweise unter Einsamkeit oder Depressionen leiden.  

KI-Chatbot ab 2027 für alle Nutzer 

„Ich wusste schon immer, dass KI eine wirklich große Sache werden würde. Als wir sahen, wohin sich die generative KI entwickelt, wurde mir klar, dass eine Menge dieser Erweiterungen tatsächlich von der KI erledigt werden können“, betont Arison.

Um einen erneuten Skandal bereits im Vorfeld der neuen KI-Funktion zu verhindern, bekräftigt Arison, dass der neue Chatbot, bevor er vollständig eingeführt wird, die Nutzer um ihre Erlaubnis bitten wird, ihre Daten wie Chatverläufe und Profilinformationen zu verwenden. Wie das genau geschehen soll beziehungsweise was mit jenen Nutzern passieren wird, die das ablehnen, bleibt noch offen. Die Wingman-KI soll schrittweise eingeführt werden, erst für 1.000, dann für 10.000 User, bevor sie 2027 für alle der derzeit rund 14 Millionen schwulen Grindr-Anwender eingeführt wird. 

Anzeige
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE

Auch Interessant

Reaktionen auf Amokfahrt

Entsetzen in der Community

Nach dem Terroranschlag auf den Berliner CSD läuft die Fahndung. Politik und Community reagieren mit Entsetzen.
Anschlag auf CSD Berlin

Eine Tote, mehrere Schwerverletzte

Bei einer Amokfahrt beim CSD in Berlin starb eine Frau, mehrere Menschen wurden lebensgefährlich verletzt. Der mutmaßliche Täter ist ein Islamist.
CSD Berlin abgebrochen

Auto rast in Menschenmenge

Der CSD in Berlin wurde am Samstagabend gegen 22 Uhr abgebrochen. Nach ersten Informationen ist ein Auto in eine Menschenmenge gerast.
Der schwule Gentleman-Dieb

Gegenentwurf zu Sherlock Holmes

Der viktorianische Meisterdieb Raffles gilt als schwuler Gegenentwurf zu Sherlock Holmes und wurde von realen schwulen Persönlichkeiten inspiriert.
War Chopin schwul?

Neue Studie über den Komponisten

Eine neue Studie untersuchte Chopins Briefe an Männer und stellt traditionelle Erzählungen über sein Liebesleben infrage. War der Komponist schwul?
Templo zeigt Kraft und Kunst

Schwuler Pole-Star auf Welttour

Der costa-ricanische schwule Pole-Performer Templo bringt beim World Pride 2026 queere Kunst, Athletik und lateinamerikanische Kultur auf die Bühne.
Glamour trotz Hitze

Drag-Queens in der CSD-Sonne

Wenn die Temperaturen wieder Rekorde brechen, liefern sich Make-up, Mode und Sommerhitze bei CSDs einen Kampf, den meist nur der Humor gewinnt.
Team LGBTIQ+ in Glasgow

Commonwealth Games 2026

Bei den Commonwealth Games 2026 in Glasgow treten mehrere LGBTIQ+-Athleten an und setzen trotz kleinerem Teilnehmerfeld ein Zeichen für Vielfalt.
Ekelhafter Angriff in Kiew

Abgehackte Schweineköpfe

Ein Kiewer Schönheitssalon wurde wegen seiner LGBTIQ+-Unterstützung angegriffen: Mit Schweineköpfen sollten die Betreiber eingeschüchtert werden.