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Wegen einer Kündigung Polnische Regierung verklagt IKEA wegen Diskriminierung

Von co - 24.07.2020 - 16:00 Uhr
Polnische Regierung verklagt IKEA // © mauro_grigollo
Foto: Polnische Regierung verklagt IKEA // © mauro_grigollo
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Etwa ein Jahr ist es her, dass die Krakauer IKEA-Filiale den Angestellten Tomasz K. Vor die Tür setzte (SCHWULISSIMO berichtete). Dieser hatte auf ein Firmenschreiben, das die Gleichbehandlung von sexuellen und geschlechtlichen Minderheiten einforderte, negativ reagiert: Homosexuelle hätten laut der Bibel eine „Blutschuld“ auf sich geladen und müssten sterben. Schon damals reagierte Justizminister und Generalstaatsanwalt Zbigniew Ziobro von der rechts-populistischen PiS-Partei ungehalten auf den Rauswurf: IKEA habe damit gegen das Antidiskriminierungsgesetz verstoßen und die Religionsfreiheit des Mitarbeitern beschnitten. Ein Ermittlungsverfahren gegen den schwedischen Konzern begann.

Laut Bloomberg kommt es nun zum Prozess gegen den Personaldirektor. Marcin Sadus von der Warschauer Staatsanwaltschaft erklärte: Tomasz K., der mit „katholischen Werten“ bloß seine „Meinung“ ausdrückte, sei aufgrund von „willkürlichen Urteilen und Vorurteilen“ entlassen worden. Auch multinationale Konzerne müssten die Privatsphäre und die Meinungsfreiheit ihrer Mitarbeiter beachten und dürften nicht ideologisch gegen sie handeln, wenn es nichts mit ihrer Arbeit zu tun hätte. IKEA will den angeklagten Manager voll unterstützen.

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