Direkt zum Inhalt
Tauchsportler des Jahres

Tauchsportler des Jahres Neue Rekorde für den britischen Olympioniken Tom Daley: Zum fünften Mal gewinnt er bei den European Aquatics Athlete of the Year Awards

ms - 22.01.2025 - 10:00 Uhr
Loading audio player...

Der britische Turmspringer und Olympionike Tom Daley (30) ist bei den European Aquatics Athlete of the Year Awards zum besten männlichen Taucher des Jahres 2024 gewählt worden. Der 30-Jährige kehrte 2024 nach einer zweijährigen Pause zu den Wettkämpfen zurück, wobei er davor zuletzt 2021 bei den Olympischen Spielen in Tokio auf dem Sprungbrett stand, als er zusammen mit Matty Lee den Titel im 10-m-Synchronspringen der Männer gewann.

Rekordpreisträger Tom Daley

Der Höhepunkt von Daleys Jahr waren zweifellos die Olympischen Spiele von Paris, wo er als erster britischer Taucher in der Geschichte des Wassersports zum fünften Mal teilgenommen hatte. In der französischen Hauptstadt holte er zusammen mit seinem Partner Noah Williams Silber im 10-m-Synchronspringen – zusätzlich zu den drei Bronzemedaillen und dem bereits erwähnten Gold, die er bei früheren Spielen gewonnen hatte. 

Mit der neuen Auszeichnung stellt der schwule Wassersportler auch einen weiteren Rekord auf: Es ist das fünfte Mal, dass Daley die Auszeichnung als bester männlicher Taucher erhält, die vier vorangegangenen Siege stammen aus den Jahren 2009, 2015, 2017 und 2021 – kein anderer Athlet hat in dieser Kategorie mehr Preise bekommen.

Große Zustimmung für den Briten

Daley erhielt 49,78 Prozent aller Stimmen, die sich aus 41,86 Prozent von den Verbänden und 68,24 Prozent von dem öffentlichen Voting zusammensetzten. Auf dem zweiten Platz landete sein Synchronschwimmpartner Williams, der im Einzel außerdem olympische Bronze auf der 10-m-Plattform gewann. Williams kam auf 23,72 Prozent aller Stimmen. Der Italiener Matteo Santoro vervollständigte die ersten drei Plätze mit 9,22 Prozent.

Viele Auszeichnungen seit 2005

Die olympische Silbermedaille war dabei nicht der einzige Erfolg von Daley im Jahr 2024: Der Brite, der seine Zeit zwischen Kalifornien und dem Aquatics GB Performance Centre in London zur Vorbereitung auf die Olympischen Spiele aufgeteilt hatte, holte auch zwei Medaillen bei den Weltmeisterschaften 2024 in Doha, Katar. Bei diesem Wettbewerb wiederholte er, was er auf olympischer Ebene mit Williams erreicht hatte, als sie sich eine hart verdiente Silbermedaille im 10-m-Synchronspringen sicherten. 

Zuvor wurde Daley im Mannschaftswettbewerb zum ersten Mal seit sieben Jahren wieder Weltmeister – 15 Jahre  nach seinem ersten Weltmeistertitel im Jahr 2009 im Alter von 15 Jahren. In seiner gesamten Karriere wurde Daley bei nationalen und internationalen Wettkämpfen mit mehr als 60 Gold- und Silbermedaillen ausgezeichnet, dazu kamen zahlreiche Personality-Preise. Bereits 2017 wurde er zudem von der FINA zum Wasserspringer des Jahres gewählt und erhielt zudem den Preis als Europas Wasserspringer des Jahres. Im Jahr 2022 wurde Daley von Königin Elisabeth II. zum Officer des Order of the British Empire ernannt. 

Nach den Olympischen Spielen hatte Daley sein Karriere-Ende bekanntgegeben, um künftig mehr Zeit für seinen Ehemann Dustin Lance Black und ihre gemeinsamen zwei Söhne zu haben. Daneben konzentriert er sich auf den Aufbau einer Modefirma und ist in diesem Jahr erstmals TV-Couch und Moderator im britischen Fernsehen präsent. Bereits in diesem Monat war Daley auch Gastmitglied im Rateteam der britischen Version von „The Masked Singer“. 

Anzeige
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE

Auch Interessant

Minderheitenstress Community

Neue Studiendaten gehen ins Detail

Diskriminierung sorgt bei LGBTIQ+-Menschen für Minderheitenstress. Je mehr Akzeptanz, je besser wird es? Ganz so einfach scheint es doch nicht zu sein
Krise bei Influencern

Erschöpfung in der digitalen Welt

Ein Leben als queerer Social-Media-Influencer ist toll? Nicht unbedingt! Eine neue Studie zeigt nun auf, rund die Hälfte von ihnen kennt ein Burnout.
Fortschritte im Bereich HIV

Der lange Weg zur Heilung

HIV-Forscher aus den USA haben nun bekräftigt, dass eine HIV-Heilung bis 2040 denkbar ist. Dazu müssten mehrere Ansätze kombiniert werden.
Kritik an der Gen-Z

Weniger Jammern, mehr Handeln

Die Jugend in Deutschland jammert zu viel und handelt zu wenig, betont ein Sozialforscher. Davon betroffen sind auch queere Jugendliche.
Homosexuelle Flüchtlinge

Neue humane Wege in Kenia

Kenias Regierung will Flüchtlingslager in neue Dörfer überführen. Homosexuelle haben neue Hoffnung auf eine Verbesserung ihrer Lebensrealität.
Keine Jobs für Homosexuelle?

Sehr schwierige Lage in Afrika

Homosexuelle haben in Afrika nicht „nur“ mit Diskriminierung zu kämpfen, auch die Jobsuche wird zum Hürdenlauf, betont jetzt eine Hilfsorganisation.
Indonesien im Zwiespalt

Zwischen Hass und Herzlichkeit

Indonesien kämpft seit zehn Jahren zwischen den Extremen: LGBTIQ+-Menschen bekämpfen oder integrieren. Ein neue Studie untersuchte das Phänomen.
Kommunikation ohne Big Brother

Neue kreative Wege in Russland

Russland schränkt digitale Wege immer mehr ein, die queere Community und viele Bürger experimentieren derzeit mit neuen Kommunikationsideen.