Direkt zum Inhalt

Schwerpunkt Hassverbrechen Österreich hat ein großes Problem mit Hassgewalt gegen LGBTIQ+ - nun soll das Thema mehr Beachtung im Parlament finden

Von ms - 09.04.2025 - 13:00 Uhr
Schwerpunkt Hassverbrechen
Foto: iStock / Guven Ozdemir
ANZEIGE
Loading audio player...

Die LGBTIQ-Intergroup des österreichischen Parlaments will künftig einen besonderen Schwerpunkt auf den Kampf gegen Hassverbrechen legen. Das teilte die Gruppe zu Beginn der neuen Gesetzgebungsperiode mit. Angesichts der jüngsten Ereignisse rund um eine grausame und brutale Überfallswelle auf schwule Männer im Land, ist diese Fokussierung mit Sicherheit begrüßenswert. Die Hoffnungen sind groß, dass auch die Politik insgesamt im Land dem Thema mit mehr Ernsthaftigkeit begegnet.  

Neue Strategie nach schockierenden Berichten

„Seit einigen Jahren werden Hassverbrechen statistisch erfasst und wir haben Schwarz auf Weiß, dass sie ansteigen. Daher ist der logische und notwendige Schritt, dieser Entwicklung mit einer umfassenden Strategie engagiert entgegenzutreten“, betonte so jetzt auch der ÖVP-Abgeordnete Nico Marchetti, Mitglied der Intergroup. Die Fälle von Hasskriminalität im Land sind in den letzten Jahren drastisch angestiegen, wie auch die LGBTIQ+-Organisation SoHO zuletzt aufgezeigt hatte. 

Mario Lindner von der SPÖ, Sprecher für LGBTIQ+, betonte deswegen überdies: „Die schockierenden Berichte über die Hassangriffe auf queere Menschen führen uns allen einmal mehr vor Augen, warum Sichtbarkeit und Solidarität für die LGBTIQ+-Community noch immer ein zentrales Anliegen ist – es geht schlichtweg darum, dass alle Menschen in Österreich das Recht auf ein sicheres, angstfreies und vor allem selbstbestimmtes Leben haben.“ Weitere Zustimmung zum Kampf gegen Hasskriminalität kam auch von Seiten der Grünen wie auch von den liberalen NEOS in Österreich. Die Hoffnungen sind groß, dass auch im Parlament das Thema nun verstärkt thematisiert wird in den kommenden Jahren. Ende März wurde in einem ersten Schritt bereits ein Aktionsplan gegen Hassverbrechen vom Nationalrat beschlossen.  

Anzeige
ANZEIGE

QUEERE PRESSESCHAU

WDRQueere Menschen wollen kein Feindbild seinBILDEin Jahr nach der Tat - Berliner Polizei sucht zwei U-Bahn-SchlägerSüddeutsche ZeitungCSD in Fürstenfeldbruck: Die Regenbogenfarben erreichen mehr und mehr das Münchner UmlandtazQueerfeindlichkeit unter Jugendlichen: An der ToleranzgrenzeAlle Meldungen ansehen
ANZEIGE

Umfrage der Woche

Sollte die geplante automatische Weitergabe sensibler Daten in Baden-Württemberg verhindert werden?

Choices
Artikel zur Umfrage lesen
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE

Auch Interessant

Triumph in Roanne

Mika Brunold dreht das Finale

Mika Brunold gewinnt in Roanne nach Satzrückstand. Für den offen schwulen Schweizer ist es der zweite Challenger-Titel in gut einem Monat.
Keine Scham im Wahlkampf

Gallant kontert den Fotowirbel

Alte Fetischfotos sollten Chris Gallant schaden. Jetzt setzt der schwule US-Kandidat auf Offenheit – und einen frechen Wahlkampfslogan.
177 Jahre nach seinem Tod

Die Debatte um seine Männerlieben

Am 17. Oktober 1849 starb Frédéric Chopin. Seine Briefe an Männer berühren bis heute – und sorgen weiter für Streit in der Forschung.
Teure Ausgrenzung

Japan verschenkt sein Potenzial

Lohneinbußen, Krankheit und fehlende Rechte: Ein neuer Bericht zeigt, welchen Preis Japan für die Ausgrenzung von LGBTIQ+-Menschen zahlt.
Revision nach Vergewaltigung

Trans* Polizistin ficht Hafturteil an

Trotz Geständnis und Verständigung: Maja S. legt Revision ein. Das Urteil aus Traunstein ist noch nicht rechtskräftig. Was jetzt geprüft wird.
Fahndung nach U-Bahn-Angriff

Schläge, Tritte und Beleidigungen

Zwei Männer sollen in Alt-Mariendorf einen 30-Jährigen homophob beleidigt und verletzt haben. Die Polizei veröffentlicht jetzt Fahndungsbilder.
Eine Sekunde für die Liebe

Schwule Männer im Zeitrausch

Die Schaltsekunde wird abgeschafft. Für schwule Männer beginnt damit eine neue Zeitrechnung – zwischen Grindr, Größenwahn und ganz großen Gefühlen.
Homophobie bei der WM

FIFA meldet Rekordzahlen

240.000 Hassnachrichten bei der Fußball-WM 2026: Besonders Frankreichs Nationalspieler wurden im Netz angefeindet, berichtet jetzt die FIFA.
Vom Eis zur Erotik

Ein verborgenes Fotoerbe

Roy Blakey war Eiskunstläufer und ein Pionier schwuler Fotografie. Nun erzählt seine Nichte von seinem außergewöhnlichen Leben und Werk.