Direkt zum Inhalt
Porno-Skandal in Virginia

Porno-Skandal in Virginia Hat der Kandidat für das Amt des neuen Vize-Gouverneurs schwule Hardcore-Bilder online gestellt?

ms - 07.05.2025 - 16:00 Uhr
Loading audio player...

Die USA haben abermals einen Sex-Skandal: Im US-Bundesstaat Virginia finden in rund sechs Monaten Wahlen statt und der aussichtsreichste Kandidat für das Amt des Vize-Gouverneurs ist derzeit der Republikaner John Reid – dieser soll nun allerdings online Schwulenpornos veröffentlicht haben. Die Parteikollegen forderten daraufhin seinen Rücktritt, doch Reid will weiterhin im Rennen um das hohe politische Amt bleiben. 

Panik bei den Republikanern

Für die republikanische Partei ein Problemfall, denn nachdem die Umfragewerte ihres Präsidenten Donald Trump derzeit im Keller sind, befürchten viele, dass der Bundesstaat künftig an die Demokraten gehen könnte, nachdem der bisherige republikanische Gouverneur Glenn Youngkin nach zwei Amtszeiten nicht mehr antritt.

Reid war einer der ersten offen schwulen Politiker im US-Bundesstaat und galt lange Zeit als Aushängeschild der Partei in Virginia – bis jetzt. Auf dem mutmaßlichen Tumblr-Portal von Reid finden sich zahlreiche Hardcore-Videos und explizite Nacktbilder von vielen Männern mit Verlinkungen zum Instagram-Profil des Politikers – dieser bestreitet, dass der Account von ihm ist. In den Medien gibt es allerdings nach wie vor erhebliche Zweifel an diesem Dementi. 

Ein Skandal jagt den nächsten

Der amtierende Gouverneur  Youngkin forderte zuletzt deswegen ebenso den Rücktritt von Reid, ruderte dann allerdings verbal kleinlaut zurück, nachdem er Gegenwind von den Anhängern des schwulen Republikaners bekommen hatte. Der Vorwurf: Der Gouverneur verhalte sich nur aufgrund der Homosexualität von Reid so. Einen Skandal beenden, um einen neuen anzustacheln?

Das klingt nicht nach einem guten Deal, wie Trump sagen würde. Noch dazu, wo Youngkin derzeit als Präsidentschaftskandidat für die US-Wahlen 2028 im Spiel ist. Natürlich könnte man auch einfach gelassen reagieren angesichts ein paar Hardcore-Bilder online – das allerdings scheint den Republikanern gar nicht erst in den Sinn gekommen zu sein und offenbart dadurch ihre offenbar bis heute sehr verkrampfte Einstellung zur Homosexualität insgesamt. 

Anzeige
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE

Auch Interessant

Viel Erotik in Köln

Rheinmetropole schlägt Berlin

Was sind die erotischsten Städte Deutschlands? Ein neues Ranking setzt Köln an die Spitze, danach folgen Dresden und Berlin. Schlusslicht ist Duisburg
LGBTQ Sports Hall of Fame

Ehrung von zehn queeren Sportlern

Zehn LGBTIQ+-Sportler werden 2026 neu in die LGBTQ Sports Hall of Fame aufgenommen, darunter die 95-jährige lesbische Baseballerin Maybelle Blair.
Social-Media-Verbot

Mehrheit im britischen Oberhaus

Die Mehrheit im britischen Oberhaus hat sich für ein Social-Media-Verbot für unter 16-Jährige ausgesprochen. Der Druck auf die Regierung wächst.
Kritik an Bayerns Regierung

Aktionsplan enttäuscht mehrfach

Drei kleine Projekte hat Bayerns Regierung im Rahmen des Aktionsplans gestern vorgestellt. Viel zu wenig, protestiert der LSVD+ Bayern.
Koch zum Aktionsplan

Intensive Arbeit an Fortführung

Die Queerbeauftragte der Bundesregierung, Sophie Koch, will sich dafür einsetzen, dass der Nationale queere Aktionsplan doch fortgeführt wird.
Schwule Pandabären

Krisenstimmung in China

Zwei Blogger wurden in China jetzt inhaftiert, weil sie über zwei vermeintlich schwule Pandabären berichteten. Ihn drot nun eine Geldstrafe oder Haft.
Stress im Gesundheitswesen

LGBTIQ+-Beschäftige stark betroffen

LGBTIQ+-Angestellte im Gesundheitswesen leiden unter besonderem Stress und Diskriminierung, offenbart nun eine neue Studie aus Italien.
Gewalt gegen schwules Paar

Jugendliche Täter nicht gefasst

Drei Jugendliche haben am Sonntagabend in einer Kasseler Straßenbahn ein schwules Paar auf offener Strecke beleidigt, bespuckt und mit Gewalt bedroht.