Direkt zum Inhalt
Gemeinsam sind wir stark
Foto: IMAGO / Jan Huebner
ANZEIGE

Gemeinsam sind wir stark Füreinander einstehen gegen Hass und Hetze fordert der LSVD+ zum heutigen Gedenktag

ms - 08.05.2025 - 12:00 Uhr
Loading audio player...

Heute vor achtzig Jahren endete der Zweite Weltkrieg durch die Kapitulation der Nationalsozialisten in Deutschland. Der Verband Queere Vielfalt (LSVD+) appelliert an diesem geschichtsträchtigen Tag an den Zusammenhalt in der Community und daran, dass gerade für marginalisierte Gruppen wie beispielsweise homosexuelle Männer durch den Paragrafen 175 die Gräueltaten auch lange nach Kriegsende noch nicht vorbei waren. 

Hass und Hetze teils bis heute 

Henny Engels aus dem Bundesvorstand betont so: „Die Mahn- und Gedenkstätten haben in den letzten Monaten an die Befreiungen der Lager erinnert. Heute erinnern wir an die Befreiung Deutschlands vom nationalsozialistischen Terror. Und wir erinnern daran, dass für viele der Opfer mit der Befreiung das Leid nicht vorüber war. Diejenigen, die die Lager überlebten, hatten schwere Traumata erlitten und gaben diese unbewusst an ihre Kinder weiter. Zur Wahrheit gehört auch: Viele Angehörige der vom nationalsozialistischen Deutschland ausgegrenzten und verfolgten Gruppen wurden nach 1945 weiterhin diskriminiert und ausgegrenzt – zum Teil bis heute, und seit geraumer Zeit wieder verstärkt durch das Aufkommen rechtspopulistischer und rechtsextremer Kräfte außerhalb wie innerhalb der Parlamente. Hetze gegen Menschen mit Migrationshintergrund, Hasskriminalität gegen queere Menschen sowie Sinti und Roma, unverhohlener Antisemitismus.“ 

Aufruf zum Zusammenhalt 

Mit einem eindringlichen Appell richtet sich der LSVD+ dabei an LGBTIQ+-Menschen und andere marginalisierte Gruppen in Deutschland: „Als Mitglieder von Communitys, die sich zunehmender Diskriminierung und Ausgrenzung ausgesetzt sehen, rufen wir gemeinsam mit unseren Partner:innen unsere Communitys und alle, die sich unserer freiheitlichen und gerechten Demokratie verpflichtet sehen, auf: Hört nicht weg, wenn angezweifelt wird, dass die Grund- und Menschenrechte für alle Menschen gelten, gleich welcher Herkunft, Hautfarbe, Religion oder Weltanschauung, geschlechtlichen Identität oder sexuellen Orientierung. Schaut nicht nur hin, wenn es um die Menschen ´eurer´ Gruppe geht, sondern steht über Gruppengrenzen hinweg füreinander ein. Unsere Solidarität muss allen gelten, deren Rechte bestritten oder gar beschnitten werden. Denn nur dann wird unsere Demokratie ihrem Grundversprechen gerecht: Die Würde des Menschen ist unantastbar. Lasst uns gemeinsam Haltung zeigen für Solidarität, Grundrechte und Demokratie.“

 

Anzeige
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE

Auch Interessant

Schwule Juden

Mehr Sichtbarkeit in der Community

Eine LGBTIQ+-Tora-Gruppe in Oregon liest jüdische Texte neu und will LGBTIQ+-Menschen darin als Teil der jüdischen Geschichte sichtbar machen.
Streisand greift Trump an

Streit um das Kennedy Center

Barbra Streisand kritisiert Präsident Trumps Vorgehen beim Kennedy Center, dessen Umbenennung juristisch und politisch umstritten ist.
Zehn Jahre Projekt „WiR*“

Aufklärung gerät unter Druck

Das Kölner Projekt „WiR*“ feiert zehn Jahre Aufklärungsarbeit – und warnt vor zunehmender Queerfeindlichkeit an Schulen.
Kolumbien sagt Nein zu LGBTIQ+

Kritik an neuem Regierungskurs

Kolumbien verlässt eine wichtige internationale LGBTIQ+-Koalition, während Menschenrechtsvereine vor anhaltender Gewalt gegen die Community warnen.
Vapen bei LGBTIQ+-Jugendlichen

Mobbing verstärkt den Trend

Eine neue Untersuchung sieht einen Zusammenhang zwischen der Ausgrenzung und Mobbing von LGBTIQ+-Jugendlichen und ihrem erhöhten Vape-Konsum.
ESC-Krise in Großbritannien

Prüfung des Auswahlverfahrens

Nach dem letzten Platz 2026 beim ESC soll das britische Eurovision-Auswahlverfahren jetzt im Parlament genauer untersucht werden.
Volkszählung in den USA

Neue Regeln sorgen für Kritik

Geplante Regeln für die US-Volkszählung 2030 könnten trans* Menschen zur Offenlegung ihrer Geschlechtsidentität gegenüber dem Staat zwingen.
Brutale Attacke auf Schwulen

Aktivist über Lage in Argentinien

Nach einem brutalen homophoben Angriff in Buenos Aires kritisiert der schwule Aktivist Agustín Romero das Klima unter Präsident Javier Milei.