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Kampf gegen Homo-Ehe Anti-LGBTIQ+-Verbände in den USA bündeln sich

Von ms - 25.03.2026 - 14:00 Uhr
Kampf gegen Homo-Ehe
Foto: iStock / roberthyrons
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Rund 65 Prozent der US-Amerikaner unterstützen die gleichgeschlechtliche Ehe – jene, die dies nicht tun, formieren sich aktuell zu einem neuen Bündnis. Nachdem der Supreme Court es Ende 2025 ablehnte, sich erneut mit dem Thema zu befassen, fanden erste religiöse Hardliner schrittweise zueinander, nun bündelt die neue Organisation „Greater Than Campaign“ (GTC) mit viel Macht alle konservativen und homophoben Kräfte hinter sich.

Ewiges Klischee Kinderschutz 

Die ehemalige Bloggerin und Gründerin Katy Faust ist dabei zur zentralen Figur der Anti-Ehe-für-alle-Bewegung in den Vereinigten Staaten von Amerika geworden. Faust kündigte bereits 2025 auf der National Conservatism Conference an: „Wir müssen als Land tun, was kein anderes Land gewagt hat. Wir nehmen die Ehe im Namen der Kinder zurück… Eine massive Koalition, angeführt von meiner Nonprofit-Organisation, hat genau das zum Ziel.“

Vier Monate später gründete sie die Greater Than Campaign, eine Koalition von rund 50 Anti-LGBTIQ+-Organisationen aus dem ganzen Land, die das Ziel verfolgt, die gleichgeschlechtliche Ehe zu stoppen. Faust setzt sich seit mehr als zehn Jahren gegen die Ehe für alle ein und begründet dies mit dem Recht von Kindern auf Mutter und Vater. „Wir denken, dass Kinderrechte die Wünsche, Agenden, Identitäten und Gefühle von Erwachsenen übertreffen sollten“, sagte sie zu Uncloseted Media.

Rückschrittliche gefährliche Agenda 

Faust begann ihre Aktivität 2012 mit dem anonymen Blog „AskTheBigot“, in dem sie unter anderem argumentierte, dass „gegengeschlechtliche Eltern ideal“ seien, und riet Christen, nicht an gleichgeschlechtlichen Hochzeiten teilzunehmen. Ihre Profile wurde durch das konservative Thinktank Witherspoon Institute gestärkt, das sie mentorierte und ihr verschiedene Projekte anvertraute.

Unter dem Leitfaden „Them Before Us“ reicht Faust Briefe in Rechtsfällen ein, produziert Medien, um die öffentliche Meinung gegen die gleichgeschlechtliche Ehe zu beeinflussen, und setzt sich auch in Unternehmen für Anti-LGBTIQ+-Richtlinien ein. Kritiker, darunter der Theologe R.L. Stollar, warnen, dass Fausts „Rhetorik oberflächlich fortschrittlich klingt, aber eine rückschrittliche Agenda verfolgt.“ Wissenschaftliche Studien widerlegen weitgehend die Annahme, dass Kinder unter gleichgeschlechtlicher Elternschaft leiden.

Die Organisation GTC beruft sich indes weiter auf Kinderrechte, interpretiert diese jedoch stark im Sinne einer traditionellen Familienpolitik und unterscheidet sich damit deutlich von internationalen Standards wie der UN-Kinderrechtskonvention. Binnen kurzer Zeit ist das gefährliche Bündnis sehr mächtig geworden und unterstützt Gesetzesinitiativen gegen die Homo-Ehe im ganzen Land, zuletzt auch den Vorstoß der Republikaner in Idaho. Nach dem zehnjährigen Jubiläum der gleichgeschlechtlichen Ehe in den USA 2025 ist es das feste Ziel der Hardliner, dass kein weiteres Jubiläum für Schwule und Lesben gefeiert werden darf. Aktuell gibt es in den Vereinigten Staaten von Amerika rund 820.000 verheiratete, homosexuelle Paare. 

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