Comeback von Glee Steht die Kultserie vor einer Rückkehr?
Die Musicalserie "Glee" könnte Jahre nach ihrem Ende ein Comeback erleben. Co-Schöpfer Ryan Murphy erklärte jetzt, dass eine Neuauflage der Erfolgsserie für ihn inzwischen durchaus vorstellbar sei. Als Grund nannte er das wiedererstarkte Interesse insbesondere jüngerer Zuschauer.
Das Wichtigste im Überblick
- "Glee"-Mitschöpfer Ryan Murphy hält ein Reboot der Erfolgsserie für möglich.
- Er verweist auf das wachsende Interesse junger Zuschauer an der Musicalserie.
- Die Serie lief von 2009 bis 2015 über sechs Staffeln mit insgesamt 121 Episoden.
- Die Autorin sieht in einem Reboot die Chance, Stärken der Serie zu bewahren und frühere Schwächen zu korrigieren.
- Themen wie Diversität, Ausgrenzung und Zusammenhalt könnten heute neu erzählt werden.
Liebevolle Außenseiter
Die von 2009 bis 2015 ausgestrahlte Serie brachte es auf sechs Staffeln und 121 Folgen. Im Mittelpunkt stand eine Gruppe von Außenseitern an der William McKinley High School, die im Schulchor "New Directions" Gemeinschaft und Anerkennung findet. Mit zahlreichen Musical- und Pop-Songs entwickelte sich "Glee" zu einem internationalen Erfolg und gewann vor allem bei jungen Menschen eine große Fangemeinde. Ryan Murphy erklärte im Gespräch mit dem People Magazin jetzt, dass die Serie derzeit wieder verstärkt Aufmerksamkeit erhalte. „Die Serie ist interessant, weil sie wieder im Trend liegt. So viele junge Leute schauen sie sich jetzt an. Und ich denke mir: 'Vielleicht sollten wir die Serie nochmal aufgreifen'.“
Murphy ergänzte, seine „Nostalgie und Liebe“ für "Glee" seien nach wie vor groß. Er könne sich gut vorstellen, dass sich die Fangemeinde über eine Neuauflage freuen würde. Die Aussicht auf ein Reboot stößt in der Tat bei vielen Fans auf großes Interesse. In sozialen Netzwerken werden bis heute zahlreiche Auftritte aus der Serie geteilt und diskutiert. Auch Figuren wie Rachel Berry oder der schwule Kurt Hummel alias Schauspieler Chris Colfer gehören weiterhin zu den bekanntesten Charakteren der Musicalserie.
Grundidee neu weiterentwickeln
Aus Sicht der Autorin Anika Jany hätte eine Neuauflage das Potenzial, die Grundidee der Serie für eine neue Generation weiterzuentwickeln. Im Mittelpunkt stünde erneut das Gefühl von Zusammenhalt, das die Mitglieder des Schulchors miteinander verbindet und das viele Zuschauerinnen und Zuschauer mit der Serie verbinden. Nach Einschätzung der Autorin sprach "Glee" bereits früh gesellschaftliche Themen an, die damals im Fernsehen noch vergleichsweise selten behandelt wurden. Dazu gehörten unter anderem Sexualität, Rassismus und psychische Belastungen im Jugendalter. Die Serie vermittelte vielen jungen Menschen das Gefühl, mit ihren Problemen nicht allein zu sein.
Gleichzeitig gilt die Produktion aus heutiger Sicht in mehreren Punkten als kritisch. So wurden einzelne Figuren und Handlungsstränge wegen stereotyper Darstellungen oder problematischer Rollenbilder kritisiert. Auch die Figur des Chorleiters Will Schuester wurde rückblickend kontrovers bewertet, weil sein Verhältnis zu den Schülerinnen und Schülern teilweise als unangemessen empfunden wurde.
Neuauflage ohne „Glee-Fluch“?
Überschattet wurde die Geschichte der Serie zudem vom sogenannten "Glee-Fluch". Darunter verstehen Fans mehrere tragische Ereignisse rund um Mitglieder des Ensembles. Besonders der Tod von Cory Monteith, Mark Salling und Naya Rivera prägte die Wahrnehmung der Serie nachhaltig. Hinzu kam der enorme Erfolgsdruck, dem viele der damals noch sehr jungen Darsteller ausgesetzt waren. Nach Ansicht der Autorin könnte gerade deshalb eine Neuauflage sinnvoll sein.
Ein Reboot böte die Möglichkeit, frühere Fehler zu vermeiden und problematische Aspekte zeitgemäß zu überarbeiten, ohne die zentrale Botschaft der Serie aufzugeben. Die Geschichte der "New Directions" stehe bis heute für Gemeinschaft, Akzeptanz und den Mut, anders zu sein. Gerade in einer Zeit gesellschaftlicher Spannungen könne eine moderne Neuauflage dieses Gefühl von Zusammenhalt erneut vermitteln und zugleich aktuelle Themen aufgreifen.