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Hohe Zustimmung für LGBTIQ+ 72 Prozent der US-Amerikaner unterstützen queere Rechte

Von ms - 23.03.2026 - 15:00 Uhr
Hohe Zustimmung für LGBTIQ+
Foto: iStock / Jose Ignacio Martin Del Barco
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Laut einer aktuellen Umfrage des Public Religion Research Institute (PRRI) unterstützen inzwischen 72 Prozent der Amerikaner LGBTIQ+-Rechte und den Schutz vor Diskriminierung. Die Umfrage zeigt jedoch auch eine tiefe politische, religiöse und generationsübergreifende Spaltung innerhalb der US-Gesellschaft.

Gleichberechtigung Homosexueller

Die Ergebnisse basieren auf den Antworten von mehr als 22.000 Personen und belegen, dass die Unterstützung für die Ehe zwischen homosexuellen Paaren weiterhin zunimmt. Derzeit sprechen sich 65 Prozent der Befragten für die Ehegleichheit aus – ein Anstieg  um mehr als zehn Prozent im Vergleich zu 53 Prozent im Jahr 2015. Während Demokraten (83 Prozent) und Unabhängige (69 Prozent) die gleichgeschlechtliche Ehe überwiegend unterstützen, bleiben die Republikaner gespalten: Nur 49 Prozent befürworten diese Form der Ehe. Neben der Unterstützung für gleichgeschlechtliche Ehen gibt es auch eine deutliche Ablehnung von Geschäften und Serviceleistern, die LGBTIQ+-Menschen aufgrund ihrer religiösen Überzeugungen den Service verweigern; 59 Prozent der Amerikaner lehnen eine solche Praxis ab. 

Die Haltung zu den Rechten von trans* Personen ist komplexer. Zwar stimmen 71 Prozent der Amerikaner der Auffassung zu, dass trans* Menschen die gleichen Rechte und den gleichen Schutz wie andere verdienen, doch bei spezifischen politischen Maßnahmen sinkt die Unterstützung und steigt die Ablehnung – so befürworten 56 Prozent der US-Amerikaner, dass trans* Personen dazu verpflichtet werden sollten, nur jene öffentlichen Toiletten zu verwenden, die ihrem Geschlecht bei der Geburt entsprechen. 

Weniger Zustimmung bei der Jugend

Die Umfrage zeigt auch signifikante Unterschiede innerhalb religiöser Gruppen. Zwar unterstützen die meisten religiösen Amerikaner LGBTIQ+-Schutzrechte, jedoch variiert das Ausmaß der Unterstützung stark je nach Konfession. Besonders unter evangelischen Protestanten ist die Unterstützung gering.

Forscher stellten zudem eine bemerkenswerte generelle Verschiebung fest: Obwohl sich immer mehr junge Amerikaner als LGBTIQ+ identifizieren, hat die Unterstützung für LGBTIQ+-Schutzrechte unter 18- bis 29-Jährigen in den letzten zehn Jahren abgenommen. Melissa Deckman, Geschäftsführerin von PRRI, erklärte, dass die Umfrageergebnisse sowohl langfristige Fortschritte als auch eine zunehmende Polarisierung widerspiegeln. Politische, religiöse und persönliche Erfahrungen beeinflussen zunehmend die Haltung zu den Rechten von LGBTIQ+-Menschen.

Jugend von Trump enttäuscht

Mit Blick auf die Jugend offenbar ebenso in diesen Tagen eine zweite Studie, dass sich junge Amerikaner nicht nur zumindest teilweise von LGBTIQ+ abwenden, sondern auch von US-Präsident Donald Trump. Bei den Präsidentschaftswahlen 2024 wählten mehr junge Menschen die Republikaner als je zuvor, wobei sich die Wählerschaft unter 30 Jahren um 13 Prozent zugunsten von Trump verschob. Doch einige dieser jungen Wähler zeigen sich nun offenbar Enttäuschung, da Trump zunehmend auf „außenpolitische Machtspiele“ setze und weniger auf seine „America First“-Politik, so eine Umfrage der Washington Post in North Carolina. Ob junge Amerikaner der anderen 49 Bundesstaaten diesem Trend folgen, wurde nicht abgefragt. 

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