Direkt zum Inhalt
Der Fall George Santos
Foto: IMAGO / Newscom World
ANZEIGE

Der Fall George Santos Der Lügenbaron bleibt auch vor Gericht besonders dreist

ms - 07.01.2025 - 14:00 Uhr
Loading audio player...

Der schwule ehemalige US-Abgeordnete George Santos sorgt erneut für kuriose Schlagzeilen – im Februar dieses Jahres soll das Strafmaß gegen den früheren New Yorker Republikaner veröffentlicht werden. Ihm droht aufgrund von Betrug, schweren Identitätsdiebstahls, Geldwäsche, Veruntreuung sowie Diebstahl von öffentlichen Geldern und Falschaussage vor dem US-Kongress eine Haftstrafe von bis zu zwanzig Jahren. Santos fordert nun einen Aufschub seiner Verurteilung aufgrund seines neuen Podcasts.    

Aufschub wegen Podcast

Laut den Anwälten des ehemaligen Vorzeigepolitikers der Republikaner habe sein neu gestarteter Podcast „Pants on Fire with George Santos“ das Potenzial, durch Werbeeinnahmen ein „bedeutendes Einkommen“ zu erzielen. Damit dies gelingt, bedürfe es aber mehr Zeit, um sich „finanziell zu entwickeln“. Nur so könne er seinen finanziellen Rückerstattungsverpflichtungen nachkommen. 

Santos wurde bereits im letzten Jahr dazu verpflichtet, rund 370.000 US-Dollar zurückzuerstatten und zudem rund 205.000 US-Dollar an Verwirkungsgeld zu bezahlen. Zuvor hatte Santos bereits mit Videos von sich als Drag-Queen versucht, Einnahmen zu generieren. Die aktuelle Regierung hat derweil bereits erklärt, einen Aufschub nicht unterstützen zu wollen. 

Lügenbaron der Geschichte

Santos ging als Lügenbaron in die US-Geschichte ein, immer wieder hatte der 36-Jährige die Unwahrheit gesagt und war dabei an Dreistigkeit kaum zu überbieten gewesen. Ein gefakter Lebenslauf, angebliche Universitätsabschlüsse, erfundene berufliche Qualifikationen und Arbeitgeber und eine ausgedachte Opferrolle im Umfeld eines Amoklaufs auf einen schwulen Club. Nichts davon entsprach der Wahrheit. 

Anzeige
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE

Auch Interessant

K.-o.-Tropfen im Fokus

Künftig fünf Jahre Haft

Wer K.-o.-Tropfen für Vergewaltigung oder Raub einsetzt, soll künftig mindestens fünf Jahre Haft bekommen, so die Idee der Bundesregierung.
Anti-Gender-Bewegung in Europa

Von der Straße in die Parlamente

Eine neue Studie von Forbidden Colours sieht die Anti-Gender-Bewegung inzwischen in allen 47 untersuchten europäischen Ländern verankert.
Köln stellt 70.000 Euro bereit

Hilfe gegen queerfeindliche Gewalt

Die Stadt Köln unterstützt 14 queere Projekte gegen Diskriminierung und Gewalt gegenüber LGBTIQ+-Menschen mit insgesamt 70.000 Euro.
Geheimes Netzwerk in Italien

Konversionstherapien unter Verdacht

In Italien gibt es Hinweise auf ein geheimes Netzwerk von Konversionstherapie-Anbietern. LGBTIQ+-Organisationen fordern Aufklärung und ein Verbot.
Angriff auf Alfonso Osnaya

Adultstar im Castro attackiert

Adultstar Alfonso Osnaya wurde in San Francisco von einigen Männern angegriffen und bewusstlos geschlagen, mutmaßlich wegen seines Jobs als Sexworker.
Marokko vor der Wahl

LGBTIQ+-Menschen im Fokus

Marokkos Wahl entscheidet über das Parlament – für queere Menschen steht dabei auch der Umgang mit einem repressiven Strafrecht auf dem Spiel.
Newsom stoppt Schutzgesetz

Veto sorgt für Enttäuschung

Kaliforniens demokratischer Gouverneur Gavin Newsom stoppt überraschend ein Gesetz zum Schutz von Anbietern für trans* Versorgung.
Mord nach Grindr-Date

Zwei Jugendliche vor Gericht

Zwei Jugendliche sind wegen Mordes an einem 37-jährigen Mann aus Dublin angeklagt. Sie sollen sich zuvor mit ihm über Grindr verabredet haben.
Angriffe auf Mallorca

Schwule beim Cruising attackiert

Attacke im Cruising-Areal auf Mallorca: In einem Waldgebiet von Palma wurden schwule Männer von einer Gruppe junger Männer beschimpft und angegriffen.