Direkt zum Inhalt
Konversionstherapie in den Niederlanden
ANZEIGE

Noch immer 15 Anbieter Konversionstherapie in den Niederlanden

co - 11.06.2020 - 16:00 Uhr
Loading audio player...

Nach einer Studie der Agenturen Beke und Ateno für den niederländischen Gesundheitsminister Hugo de Jonge gibt es im Land noch immer geschätzt fünfzehn Anbieter, die aktiv Konversionstherapien für die „Heilung“ von Homosexualität anpreisen. Beauftragt wurde die Studie von der Tweede Kamer des Parlaments: Man fürchtete, dass verletzliche junge Menschen in streng religiösen Gemeinschaften solchen „Therapien“ ausgesetzt seien. Laut der NL Times will eine Mehrheit in der Tweede Kamer die Konversionstherapie verbieten.

Die Wissenschaftler fanden heraus, dass junge Menschen – vor allem orthodoxe Christen – einem großen Druck ausgesetzt sind, der sie dazu zwingt, ihre nicht-heterosexuellen Neigungen zu unterdrücken. Daher würden bei Konversionstherapien selten solche Jugendlichen „behandelt“, da sie sich meist erst Anfang Zwanzig oder sogar noch später outeten. Manche religiösen Gemeinschaften glaubten zudem, Homosexualität werde von „Dämonen“ verursacht, die man austreiben müsse. Die Therapien nähmen äußerst vielfältige Erscheinungsformen an. Die Patienten begäben sich dabei aus Angst vor ihren Gefühlen großteils aus freien Stücken in Behandlung.

Anzeige
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE

Auch Interessant

Instagram greift durch

Heimliche Videos stoppen

Instagram verschärft den Kampf gegen heimliche Aufnahmen mit Smartbrillen und sperrt erstmals Konten mit Millionenpublikum.
Hass-Konferenzen in Afrika

Erweiterte Pläne für 2027

Ein afrikanisches Anti-LGBTIQ+-Netzwerk will seine Aktivitäten 2027 deutlich ausbauen und strebt langfristig Einfluss auf Gesetze an.
"Lächerlich" laut Sage Steele

Vorstellung bei Heimspiel

Ex-Moderatorin Sage  Steele hat die Vorstellung des neuen nicht-binären Maskottchens des Damen-Basketball-Teams Toronto Tempo "lächerlich" genannt.
Flucht in die Freiheit

Paradies mit Schattenseiten

Kap Verde gilt als sicherer Zufluchtsort für viele verfolgte homosexuelle Afrikaner – doch fehlende Asylregeln lassen viele in Unsicherheit zurück.
Der Druck zum Posten

Urlaub unter Beobachtung

Vor allem junge Menschen – auch viele queere – teilen ihren Urlaub selbstverständlich in sozialen Netzwerken. Doch das Posten kann belastend werden.
Gewalt gegen queere Fahrgäste

Forderungen an Fahrdienst Uber

Ein schwerer Angriff auf eine trans* Frau in Kolumbien löst Forderungen nach besserem Schutz queerer Fahrgäste bei Fahrdienst-Apps wie Uber aus.
Allein in der Wohnung

Queere Menschen häufig betroffen

Rund 2,1 Millionen homosexuelle und queere Menschen leben allein, besonders ältere Menschen sind häufig davon betroffen.
Kritik an der US-Polizei

Queere Menschen im Fokus?

Eine neue Studie offenbart: In Kalifornien werden Menschen, die als trans* wahrgenommen werden, häufiger von der Polizei durchsucht und festgenommen.
Aktivisten verlassen Kamerun

Community massiv unter Druck

In Kamerun bedrohen Exil, Erschöpfung und sinkende Fördermittel die Strukturen der LGBTIQ+-Community und ihre bisherigen Erfolge.