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Uni-Rauswurf in Nigeria Schulleitung duldet keine homosexuellen Studenten

Von ms - 31.07.2026 - 11:00 Uhr
Uni-Rauswurf in Nigeria
Foto: iStock / FG Trade
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Eine Universität im nordzentralen Nigeria hat zwei Studenten wegen des Vorwurfs einer gleichgeschlechtlichen Beziehung von der Hochschule ausgeschlossen. Die Confluence University of Science and Technology (CUSTECH) im Bundesstaat Kogi erklärte, die Entscheidung sei entsprechend den Regelungen des Studentenhandbuchs getroffen worden.

Das Wichtigste im Überblick

  • Eine Universität in Nigeria hat zwei Studenten wegen homosexueller Aktivitäten ausgeschlossen.
  • Die Hochschule beruft sich auf ihr Studentenhandbuch.
  • Die Betroffenen studierten Biologiepädagogik und Bergbauingenieurwesen.
  • Menschenrechtsorganisationen kritisieren Nigerias Anti-Homosexuellen-Gesetze seit Jahren.
  • Das Land gilt als eines der restriktivsten für homosexuelle Menschen in Afrika.

Rauswurf ohne Nachweise

Bei den beiden Betroffenen handelt es sich nach Angaben der Universität um zwei schwule Studenten der Fachrichtungen Biologiepädagogik und Bergbauingenieurwesen. Weitere Informationen zu den Studenten, den konkreten Vorwürfen oder einer möglichen Stellungnahme der Betroffenen veröffentlichte die Hochschule nicht. Auch blieb zunächst unklar, wann genau die Universität die Exmatrikulation bekanntgab und ob zusätzlich rechtliche Schritte gegen die beiden jungen Männer eingeleitet wurden.

Der Fall steht im Zusammenhang mit der restriktiven Gesetzgebung Nigerias gegenüber gleichgeschlechtlichen Beziehungen. Das 2014 verabschiedete Same-Sex Marriage (Prohibition) Act sieht für Personen, die eine gleichgeschlechtliche Ehe oder eingetragene Partnerschaft eingehen, eine Freiheitsstrafe von bis zu 14 Jahren vor. Das Gesetz stellt zudem öffentliche Zuneigungsbekundungen zwischen gleichgeschlechtlichen Paaren unter Strafe. Dafür können bis zu zehn Jahre Haft verhängt werden. Außerdem sind schwule Clubs, Vereinigungen und Organisationen verboten.

Lage verschlechtert sich weiter

Menschenrechtsorganisationen kritisieren die Regelungen scharf. Sie sehen darin einen Faktor für zunehmende Diskriminierung, Gewalt und Erpressung gegen schwule und lesbische Menschen.  Ein Bericht von Human Rights Watch erklärte, das Gesetz „autorisiert offiziell Misshandlungen von homosexuellen Menschen und verschärft damit eine ohnehin bereits schlechte Situation.“ Aktivisten berichten, dass Angriffe, gewaltsame Übergriffe durch Menschenmengen und Erpressungen gegen homosexuelle Nigerianer zuletzt sogar noch einmal stark zugenommen haben. Wer kann, versucht das Land zu verlassen. Die Gesetzgebung habe außerdem ein Umfeld geschaffen, in dem Verstöße und Selbstjustiz mit weniger bis gar keinen Konsequenzen für die Täter möglich seien. Die Anti-Homosexuellen-Gesetze genießen in Nigeria seit Jahren eine breite Unterstützung in der Bevölkerung. Das Land gehört nach Einschätzung von Menschenrechtsorganisationen zu den Staaten mit den stärksten Einschränkungen für Schwule und Lesben auf dem afrikanischen Kontinent.

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