Direkt zum Inhalt

Alfie Watts ist bisexuell „Race Across The World“-Star überrascht seine Fans

Von ms - 08.10.2026 - 16:30 Uhr
Alfie Watts ist bisexuell
Foto: BBC / Race Across The World
ANZEIGE
Loading audio player...

Der britische Reality-TV-Star Alfie Watts hat sich erstmals öffentlich als bisexuell geoutet. Der 23-Jährige, der 2024 die vierte Staffel der BBC-Abenteuersendung „Race Across The World“ gewann, machte seine sexuelle Orientierung in einem persönlichen Instagram-Beitrag bekannt. Dabei räumte er ein, dass ihn dieser Schritt große Überwindung gekostet habe.

Das Wichtigste im Überblick

  • Alfie Watts, Gewinner der vierten Staffel der BBC-Reiseshow „Race Across The World“, hat sich auf Instagram als bisexuell geoutet.
  • Der 23-Jährige erklärte, er habe große Angst davor gehabt, seine sexuelle Orientierung öffentlich zu machen.
  • Zahlreiche Fans gratulierten ihm zu seinem Coming-Out. Andere reagierten mit humorvollen Kommentaren.
  • Watts gewann „Race Across The World“ 2024 gemeinsam mit seinem Schulfreund Owen Wood. Beide wurden zu den jüngsten Gewinnern der Sendung.
  • Watts arbeitet inzwischen als Content-Creator, setzt sich für psychische Gesundheit ein und moderiert den Podcast „The Detour“.

Coming Out bei Instagram

Watts veröffentlichte eine Reihe von Fotos, mit denen er sich seinen rund 335.000 Followern noch einmal näher vorstellen wollte. Neben persönlichen Interessen und Zukunftsplänen teilte er dabei erstmals auch Informationen über seine Bisexualität. Auf einem der Bilder sitzt er auf einer Regenbogenbrücke und blickt auf eine Landschaft. Dazu schrieb er: „Ich bin bisexuell, und das ist das erste Mal, dass ich das überhaupt im Internet sage. Deshalb wusstet ihr es wahrscheinlich noch nicht – Überraschung!“ Wie schwer ihm das öffentliche Coming-Out fiel, machte Watts auf dem letzten Bild seiner Instagram-Serie deutlich. Es zeigt ihn vor dem Kolosseum in Rom. „Aus offensichtlichen Gründen habe ich unglaubliche Angst davor, diesen Beitrag mit der Welt zu teilen“, schrieb der 23-Jährige.

Zugleich bedankte er sich bei seiner Online-Community für die Unterstützung. „Aber ich liebe diese kleine Ecke des Internets, die ich als unsere bezeichnen kann. Deshalb danke ich euch, dass ihr ein Teil davon seid.“ Weitere Angaben dazu, wann er sich seiner sexuellen Orientierung bewusst wurde oder ob er sich zuvor bereits gegenüber Familie und Freunden geoutet hatte, machte Watts in dem Beitrag nicht.

Fans gratulieren – und scherzen 

Das Coming-Out löste Hunderte Reaktionen auf Instagram aus. Zahlreiche Nutzerinnen und Nutzer gratulierten Watts und würdigten seinen Schritt in die Öffentlichkeit. Der Kommentar mit den meisten positiven Bewertungen verband die Glückwünsche allerdings mit einem Scherz über seine Fußballleidenschaft. „Wirklich mutig von dir, dich zu outen und zuzugeben, dass du Spurs-Fan bist.“ Damit spielte der Nutzer auf Watts' Unterstützung für den Londoner Fußballverein Tottenham Hotspur an, der auch unter seinem Spitznamen „Spurs“ bekannt ist.

Ein anderer Fan griff eine persönliche Eigenheit auf, die Watts ebenfalls in seinem Beitrag verraten hatte: Er esse seine Mahlzeiten direkt aus der Pfanne, in der er sie zubereitet habe, um sich zusätzlichen Abwasch zu ersparen. „Das Verrückteste an deinem Beitrag, Kumpel, ist doch, dass du direkt aus der Pfanne isst, um dir den Abwasch zu sparen. Kauf dir einfach eine verdammte Spülmaschine!“, kommentierte der Nutzer. Andere Fans reagierten mit ernsten und ermutigenden Botschaften. „Herzlichen Glückwunsch! Es ist etwas ganz Besonderes, dass du dich entschieden hast, diesen Teil von dir mit der Welt zu teilen“, schrieb eine Frau. Sie zitierte anschließend die US-Comedyserie „Brooklyn Nine-Nine“: „Jedes Mal, wenn jemand den Mut aufbringt und sagt, wer er ist, wird die Welt zu einem besseren und interessanteren Ort.“

 Von „Race Across The World“ zum Influencer

Bekannt wurde Alfie Watts 2024 durch seine Teilnahme an der vierten Staffel der BBC-Realityshow „Race Across The World“, die auch bei Amazon Prime empfangbar ist. Gemeinsam mit seinem Schulfreund Owen Wood reiste er auf dem Landweg von Indonesien nach Japan. Das Duo gewann die Staffel und wurde damit zum jüngsten Siegerteam in der Geschichte der Sendung. Nach seinem Fernseherfolg baute Watts seine Präsenz in sozialen Netzwerken aus und begann, als Reise-Content-Creator zu arbeiten. Zudem setzt er sich für das psychische Wohlbefinden ein und erhielt einen Moderationsjob beim Podcast „The Detour“, einem Ableger von „Race Across The World“. Erst kürzlich absolvierte Watts eine ungewöhnliche Reise mit einem Tuk-Tuk von London nach Norwegen.

Eigene Reisesendung bleibt Traum

In seinem Instagram-Beitrag verriet Watts neben seinem Coming-Out weitere persönliche Details. Dazu gehören seine Begeisterung für Fußball und Tottenham Hotspur sowie seine Erfahrungen mit Judo in der Kindheit. Beruflich verfolgt er ein klares Ziel: Eines Tages möchte er eine eigene Reisesendung im Fernsehen moderieren. Mit seinen Reiseabenteuern, seiner Podcast-Arbeit und seinem Engagement für psychische Gesundheit hat sich Watts seit seinem BBC-Sieg bereits eine eigene Fangemeinde aufgebaut. Sein Coming-Out ist nun ein weiterer persönlicher Schritt, den er öffentlich mit dieser Community teilt. Die zahlreichen positiven Reaktionen zeigen, dass viele seiner Follower seine Entscheidung unterstützen.

Anzeige

Auch Interessant

David Furnish will HIV stoppen

Ende der Übertragungen bis 2030?

David Furnish sieht die medizinischen Voraussetzungen für ein Ende neuer HIV-Übertragungen erfüllt. Doch Diskriminierung bleibt ein Hindernis.
Aus Trauer wurde Hoffnung

Pulse-Überlebender erinnert sich

Zehn Jahre nach dem Anschlag auf den Pulse-Nachtclub erinnert Brandon Wolf an seinen ermordeten Freund Drew und hilft LGBTIQ+-Jugendlichen.
Coming-Outs am Dom

Besondere Aktion in Köln

Zum internationalen Coming-Out-Tag erzählen 100 LGBTIQ+-Menschen vor dem Kölner Dom ihre persönlichen Geschichten – und laden zum Zuhören ein.
Karlsruhe stoppt Freikirche

Keine Anerkennung für ICF

Nach massiven Protesten gegen queerfeindliche Positionen verweigert Karlsruhe der Freikirche ICF die Anerkennung als Jugendhilfeträger.
Mysteriöser Tod auf Sizilien

Leichenfund bei queerem Treffen

Der Tod einer 35-jährigen nicht-binären Person bei einem queeren Anarchisten-Treffen auf Sizilien gibt Rätsel auf. Ermittler prüfen mehrere Ursachen.
Empörung über Ugandas Minister

Homophobe Aussagen in der Kritik

Ugandas Gesundheitsminister bezeichnet Homosexualität als „nicht afrikanisch“. Menschenrechtsaktivisten kritisieren seine Aussagen scharf.
Über 500 Homo-Ehen in Polen

Immer mehr Paare nutzen EU-Urteil

In Polen sind inzwischen 516 im Ausland geschlossene gleichgeschlechtliche Ehen registriert – trotz anhaltender politischer Widerstände.
Michael Kearns ist tot

Aids-Aktivist stirbt mit 76 Jahren

Der schwule Schauspieler Michael Kearns ist mit 76 Jahren gestorben. Er kämpfte gegen HIV-Stigmatisierung und für homosexuelle Sichtbarkeit.
LGBTIQ+-Flüchtlinge in Not

Gewaltvorwürfe erschüttern Ceuta

Mindestens 126 LGBTIQ+-Flüchtlinge sind in Ceuta auf Hilfe angewiesen. Berichte über Gewalt, Drohungen und Obdachlosigkeit sorgen für große Besorgnis.