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Attacke auf Schwule und Lesben
Foto: IMAGO / ABACAPRESS
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Attacke auf Schwule und Lesben Italiens Verkehrsminister Salvini greift homosexuelle Eltern an

ms - 17.11.2025 - 11:00 Uhr
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Seit diesem Herbst attackiert Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni das Schulsystem ihrer Heimat und will großflächig alle Themen rund um Homosexualität und LGBTIQ+ sowie den Sexualkundeunterricht selbst bis hinauf zu den Mittelschulen verbieten lassen. Tatkräftige Unterstützung dabei bekommt Meloni von ihrem Koalitionspartner in der Regierung, der Lega. Deren Chef, Matteo Salvini, hat jetzt in seiner jüngsten Rede die gezielten Angriffen auf Schwule und Lesben erneut bekräftigt.

Attacke auf Regenbogenfamilien

Während einer Kundgebung zur Unterstützung des rechten Kandidaten für das Amt des Präsidenten der Region Kampanien bekundete der Vizepräsident des Ministerrats und Verkehrsminister Salvini seine totale Ablehnung gegenüber gleichgeschlechtlichen Eltern. Schwule und lesbische Paare mit Kindern und generell Regenbogenfamilien seien „Blödsinn“. 

Ähnlich wie nach dem Willen von Meloni sollen homosexuellen Menschen mit Kindern immer mehr die rechtlichen Grundlagen entzogen werden, betonte Salvini weiter. Bereits seit 2022 greift Meloni Regenbogenfamilien systematisch an. Vielerorts sind gleichgeschlechtliche Eltern in Italien juristisch gesehen teilweise bereits „Fremde“ für das Kind – die Fälle landen regelmäßig vor Gericht. Auch die EU hat die fortwährenden Angriffe der rechtskonservativen Regierung bereits scharf doch erfolglos kritisiert. Auch die Einführung einer gleichgeschlechtlichen Ehe wird von beiden Regierungsparteien bis heute strikt unterbunden. 

Kritik von queeren Verbänden

Salvini ging in seiner jüngsten Rede noch einen Schritt weiter und erklärte, es werde in Italien auch „niemals Adoptionen durch Homosexuelle“ geben. Beinahe im gleichen Atemzug betonte der Politiker dann allerdings die Maxime, dass Homosexuelle und queere Personen durchaus frei seien, zu lieben, wen sie wollen – nur eben von der Elternschaft sollen sie „für alle Zeiten“ ausgeschlossen werden. 

Queere Verbände und LGBTIQ+-Medien im Land reagierten erneut mit Empörung und erklärten: „Diese Methode marginalisiert und trifft letztendlich vor allem die Kinder gleichgeschlechtlicher Paare, wodurch Stigmatisierung, Feindseligkeit und Gewalt weiter geschürt werden. Dieser Angriff ist dabei kein Einzelfall: Er fügt sich in einen rechtlichen und politischen Rahmen ein, der in den letzten Jahren von der italienischen Rechten – Lega, Forza Italia und Fratelli d'Italia – geschaffen wurde, um Rechte, Freiräume und Anerkennung einzuschränken.“  

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