Direkt zum Inhalt
Finanzhilfe von Bill Gates
ANZEIGE

Finanzhilfe von Bill Gates Der Milliardär will die US-Kürzungen bei der HIV-Forschung auffangen

ms - 05.06.2025 - 15:00 Uhr
Loading audio player...

Der radikale Sparkurs der US-Regierung im Gesundheitssystem, insbesondere bei HIV und LGBTIQ+, sorgte in den letzten Wochen immer wieder weltweit für Fassungslosigkeit. Wissenschaftler warnten davor, dass die USA gerade im Kampf gegen HIV um Jahrzehnte zurückgeworfen werden – sowohl im Inland wie auch international. 

Nun hat Microsoft-Milliardär Bill Gates (69) angekündigt, mit seiner Stiftung verstärkt Gesundheitsprojekte in Afrika unterstützen zu wollen, insbesondere im Bereich HIV. Die Hoffnung ist groß, dass die HIV-Forschung davon ein Stück weit auch profitieren kann und die Rückschritte in den USA so zumindest ein wenig abgemildert werden könnten.   

Milliarden für HIV-Prävention und Forschung

Bereits im Mai hatte Gates mit scharfen Worten die Kürzungen der Trump-Administration kritisiert, diesen Standpunkt erneuerte er jetzt bei einer Rede am Hauptsitz der Afrikanischen Union. Insbesondere betonte Gates dabei die massiven Einschnitte beim Projekt USAID – von den Kürzungen seien bereits 83 Prozent aller Programme weltweit im Einsatz gegen HIV davon betroffen. „Die Einschnitte sind ein großer Fehler“, so der Tech-Tüftler im Nelson-Mandela-Saal. Zum 25-jährigen Bestehen der Gates-Stiftung will der Milliardär diesen Einsparungen entgegenwirken und „die Lücken bestmöglich schließen.“ Im Zentrum stehe weiter der Kampf gegen AIDS, Malaria und Tuberkulose. Gates bekräftigte, dass er 99 Prozent seines gesamten Vermögens von rund 200 Milliarden US-Dollar spenden wolle. 

Kritik an Wohltätigkeit 

Allerdings wird das philanthropische Auftreten des Microsoft-Erfinders nicht überfall gefeiert, auch in Afrika gab es zuletzt Kritik. Man wirft ihm unter anderem vor, seine wirtschaftliche und politische Macht ausweiten zu wollen, alles unter dem Deckmantel der Wohltätigkeit. Der Milliardär wolle die Welt nach seinen Vorstellungen umgestalten. Eine Dokumentation der Deutschen Welle zeigte zudem auf, wie die Bill & Melinda Gates Foundation Gentechnikexperimente in Afrika finanziert. Der afrikanische Gesundheitsexperte Domingos Cristóvão erklärte: „Afrikanische Länder sollten eigene, tragfähige Gesundheitsstrukturen aufbauen – ohne sich auf ausländische Geldgeber zu verlassen. Wir müssen selbst wissen, was wir brauchen – und unsere Prioritäten nicht von außen setzen lassen.“

Anzeige
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE

Auch Interessant

Die Angst nimmt zu

Sicherheitsgefühl nach CSD-Anschlag

Nach dem CSD-Anschlag in Berlin fühlen sich laut aktueller Befragung viele Menschen unsicherer und fordern mehr Schutz für die queere Community.
Warnung von Kevin Kühnert

Queere Rechte bleiben verletzlich

Der schwule Ex-Generalsektretär der SPD, Kevin Kühnert, sieht queere Fortschritte nicht als unumkehrbar und warnt vor wachsender Unsicherheit.
Sophie Koch zieht Bilanz

SBGG und neue Queerfeindlichkeit

Die Queerbeauftragte der Bundesregierung, Sophie Koch, zieht ein Fazit über das Selbstbestimmungsgesetz wartn vor Queerfeindlichkeit in Deutschland.
Darknet-Handel vor Gericht

Chemsex-Mittel im Fokus

Das BKA hat den „Archetyp Market“ im Darknet zerschlagen und Anklage erhoben. Über die Plattform wurden unter anderem Chemsex-Drogen gehandelt.
Peinliche PR-Aktion der AfD

Bilder von Budapest Pride verwendet

Eklat um AfD: Ein angebliches Video der „größten AfD-Demo“ zeigt tatsächlich die Budapest Pride, die Tonspur wurde ausgetauscht, recherchierte die DPA
Kiss-In gegen HIV-Stigma

Schwule Küsse werden zum Protest

Mit einem öffentlichen Kiss-In forderten schwule Aktivisten bei der AIDS 2026 in Rio mehr Rechte, Sichtbarkeit und ein Ende von HIV-Stigmatisierung.
Eklat im Bistum Fulda

Aussage eines Pfarrers empört

Nach homophoben Äußerungen eines Ex-Pfarrers zum Berliner CSD-Anschlag distanziert sich das Bistum Fulda deutlich von den Statements.
Madonna und Kylie Minogue

Popstars setzen Zeichen bei Pride

Popstar Madonna überraschte bei der World Pride in Amsterdam mit Kylie Minogue und feierte mit Tausenden Fans Vielfalt, Musik und Zusammenhalt.
Appell von Rob Jetten

Botschaft für mehr Offenheit

Bei der Pride in Amsterdam rief Premierminister Rob Jetten zum Coming-Out auf und warnte nach dem Berliner Anschlag vor wachsendem Druck.