Direkt zum Inhalt
Diversität in Deutschland
ANZEIGE

Diversität in Deutschland US-Regierung fordert Ende von Diversity-Programmen bei deutschen Unternehmen - und die Beschneidung von trans* Rechten

ms - 03.04.2025 - 10:00 Uhr
Loading audio player...

Die US-Regierung befragte unlängst französische Unternehmen zu ihrer Einstellung zu Diversitäts-Programmen und forderte die sofortige Einstellung bei einer gewünschten, weiteren Zusammenarbeit mit den Vereinigten Staaten von Amerika. Nach Recherche des Spiegels wurden offenbar nun auch deutsche Firmen befragt. 

Keine Diversität, keine Rechte für trans* Menschen

Demnach verschickte die US-Botschaft in Berlin einen Katalog mit 36 Fragen an alle Unternehmen, die geschäftliche Beziehungen mit US-Firmen unterhalten. Die Forderung: Die deutschen Konzerne sollen versichern, keine sogenannten DEI-Programme zur Förderung von Gleichberechtigung, Vielfalt und Inklusion zu unterstützen. Zudem verbitten sich die USA auch Maßnahmen zur Umweltgerechtigkeit und fordern außerdem, die Rechte von trans* Personen zu beschneiden und die „Ausmerzung antichristlicher Vorurteile“ voranzutreiben. Darüber hinaus sollen die deutschen Firmen offenlegen, ob sie Organisationen unterstützen, die sich für das Recht auf Abtreibung einsetzen. Offenbar wurden ähnliche Fragenkataloge an Firmen in Spanien und Belgien verschickt. 

Aufruf zum Widerstand gegen die USA

Der Spiegel konnte das Schreiben einsehen und spricht von „übergriffigen“ Fragen, die sich wie eine „breite Ideologieabfrage“ lesen würden. Die Berliner US-Botschaft indes erklärte, es gehe dabei nur um die Einhaltung von US-Bundesrecht, außerdem sei dies nur eine „Selbstzertifizierung ohne Verifikationsverfahren.“ In Frankreich sorgten die Anfragen für große Empörung, in Deutschland erklärte der Industrieverband BDI, Unternehmen sollten nicht auf die Forderungen eingehen. Zudem betonte der Verein, dass Firmen, die Vielfalt fördern, zumeist produktiver seien und mehr qualifizierte Angestellte aufweisen können. In Spanien erklärte das Arbeitsministerium, dass Firmen, die sich künftig an die Vorgaben aus den USA halten würden, gegen das spanische Antidiskriminierungsgesetz verstoßen würden. In Deutschland hat bisher nur der Lebensmittel-Discounter Aldi Süd seine Diversitäts-Projekte beendet

Anzeige
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE

Auch Interessant

Ehekrisen wegen Heated Rivalry

Schwule Romanze bewegt Frauen

Die Serie „Heated Rivalry“ bringt viele heterosexuelle Zuschauerinnen dazu, ihre eigenen Beziehungen zu hinterfragen, so eine neue Studie.
Schwule beim Weltuntergang

Beziehungskrise und Horror-Show

Im neuen Film „Scorch Marks“ trifft eine toxische schwule Beziehung auf Weltuntergangshorror – mit Chris Salvatore als geisterhaftem Ex.
Todesdrohungen in Utah

Schwuler Mitschüler bedroht

Ein 18-Jähriger aus Utah soll einen schwulen Ex-Mitschüler und dessen Familie mehrfach mit dem Tod bedroht haben. Nun wurde er angeklagt.
Penis-Filler endet tödlich

Influencer stirbt nach Eingriff

Ein britisch-nigerianischer Influencer stirbt nach einer Penisvergrößerung in Thailand an einer durch den Eingriff ausgelösten Lungenembolie.
Neuer Sitz für Vielfalt

Queere Stimme im SWR

Erstmals erhält der SWR-Rundfunkrat nun einen Sitz für queere Selbstvertretung. Trans* Autorin Janka Kluge übernimmt das Mandat.
Geschmacklose Veranstaltung

Aufregung an US-Universität

Ein angeblicher Charlie-Kirk-Doppelgänger-Wettbewerb an der Georgetown University sorgt vor dem ersten Todestag des Aktivisten für viel Kritik.
Neue US-Helpline für LGBTIQ+

Kalifornien plant neue Anlaufstelle

Kalifornien will einen eigenen LGBTIQ+-Zugang zur 988-Krisenhotline schaffen, falls die neue Bundeslösung queere Betroffene nicht berücksichtigt.
Eklat in Washington

Pentagon sucht queere Krankenakten

Das US-Pentagon durchsucht offenbar aktuell Militärakten gezielt nach Hinweisen auf trans* Soldaten und sorgt damit für hitzige Debatten in den USA.