Direkt zum Inhalt

LGBTIQ+ Wahlprüfsteine Dringender Aufruf zur Wahl vom LSVD+

Von ms - 06.02.2025 - 14:30 Uhr
LGBTIQ+ Wahlprüfsteine
Foto: iStock / Andrzej Rostek
ANZEIGE
Loading audio player...

Heute Mittag ging der Wahlomat online – eine wichtige Unterstützung für viele Menschen bei der Entscheidungshilfe, welche Partei sie bei der Bundestagswahl am 23. Februar wählen könnten. Passend dazu hat heute auch der Verband Queere Vielfalt (LSVD+) seine Wahlprüfsteine veröffentlicht. 

Acht Fragen zu LGBTIQ+

Der Verein hat dabei alle im Bundestag vertretenen Parteien zu ihrer Positionierung mit Blick auf LGBTIQ+ in acht Punkten befragt. Kernaspekte waren dabei der Schutz vor Diskriminierung und Gewalt, die Lage von Regenbogenfamilien, der Umgang mit queeren Flüchtlingen und die Rechte von Intersexuellen sowie nicht-binären und trans* Menschen. 

CDU/CSU, SPD, Bündnis90 / Die Grünen sowie FDP und die Linke beantworteten die Themenbereiche. Das BSW erklärte, es habe keine Kapazitäten für eine Beantwortung, die AfD antwortete nicht. Der LSVD+ hat deswegen von den beiden letzteren Parteien das jeweilige Wahlprogramm in ihre Analyse mit einbezogen. 

Aufruf zur Wahl 

Patrick Dörr aus dem Bundesvorstand des LSVD+ betont dazu: „Wir rufen mit Nachdruck dazu auf, erstens wählen zu gehen und zweitens nur solche Parteien zu wählen, die versprechen, die Menschenrechte von queeren Menschen zu wahren. Bei der Auswertung der Wahlprüfsteine zeigt sich, dass es massive Unterschiede bereits bei den demokratischen Parteien mit Bezug auf queere Menschenrechte gibt. Am deutlichsten werden die Unterschiede in der Positionierung bei den Fragen der Aufnahme queerer Geflüchteter und der Selbstbestimmungsrechte von trans*, inter und nicht-binären Menschen.“

Laut Dörr würden viele Bürger bei ihrer Wahlentscheidung die unterschiedlichen Themen abwägen, mit Blick auf die Wahlprüfsteine ergebe sich jedoch „ein klares Bild, welche Parteien unsere Interessen vertreten.“ 

Kritik an Wahlprüfsteinen

Kritik an den Wahlprüfsteinen und der Einschätzung des LSVD+ kommt von der FDP. Der Vorsitzende der Liberalen Schwulen, Lesben, Bi, Trans und Queer (Kurz: LiSL), Michael Kauch, erklärte: "Die Bewertungen des LSVD+ auf die Antworten der Parteien zu seinen Wahlprüfsteinen sind in diesem Jahr leider an mehreren Stellen nicht nachvollziehbar. Es drängt sich der Eindruck auf, dass teilweise mit unterschiedlichem Mass gemessen wurde."

Anzeige
ANZEIGE

QUEERE PRESSESCHAU

hessenschauTanzen gegen die Einsamkeit: Ein Ort, an dem sich queere Menschen nicht erklären müssenBerliner MorgenpostDie Sehnsucht im Italien der bleiernen Jahre: „Buch der Träume“WDRComing-Out-Days: Queeres Leben auf dem LandWDRDüsseldorfer spricht über Coming-out und IdentitätAlle Meldungen ansehen
ANZEIGE

Umfrage der Woche

Wo würdest du ein erstes Date am liebsten verbringen?

Choices
Artikel zur Umfrage lesen
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE

Auch Interessant

Queere Vielfalt im Tierreich

Wenn Widder auf Widder stehen

Manche Widder bevorzugen andere Männchen. Gleichgeschlechtliches Verhalten ist weit verbreitet – was Studien zeigen und wo Vergleiche hinken.
Ältere Brüder, schwule Söhne?

Was die Forschung wirklich zeigt

Ältere Brüder und schwule Söhne: Studien finden Zusammenhänge. Doch die Ursache ist nicht bewiesen – und die Statistik bleibt umstritten.
Dresden holt den EuroPride

Rückkehr nach 25 Jahren

Dresden richtet den EuroPride 2029 aus. Nach 25 Jahren kehrt das europäische Pride-Event nach Deutschland zurück. Das Motto setzt auf Brücken.
Streit um Pornoseiten

Sperren vorerst gestoppt

Pornhub und YouPorn müssen vorerst nicht gesperrt werden. Das OVG NRW verweist auf EU-Recht. Der Streit um wirksamen Jugendschutz geht weiter.
Empörung auf Bestellung

Ragebait ist Jugendwort 2026

„Ragebait“ ist das Jugendwort 2026. Was der Begriff bedeutet, warum Provokation Reichweite bringt und was die LGBTIQ+-Community daraus lernen kann.
Warnung von Andrew Scott

Kein Vergessen der Aids-Krise

Der schwule Schauspieler Andrew Scott fordert, die Aids-Krise nicht zu vergessen. Sein neuer Film „Elsinore“ erinnert an jene Zeit.
Schwuler Politiker wehrt sich

BDSM-Fotos sorgen für Wirbel

Alte BDSM-Fotos bringen den schwulen US-Politiker Chris Gallant in die Schlagzeilen. Doch der Kongresskandidat denkt nicht an Rückzug.
Coming-Out bleibt ein Tabu

Schwule Profis schweigen weiter

Thomas Hitzlsperger sieht kleine Fortschritte gegen Homophobie im Fußball. Doch viele schwule Profis fürchten ein Coming-Out selbst nach Karriereende.
Schutz für queere Jugendliche

Mamdani finanziert trans* Medizin

New York stellt neun Millionen Dollar für die Behandlung trans* Jugendlicher bereit, nachdem mehrere Kliniken ihre Angebote eingestellt haben.