Direkt zum Inhalt
Basel sagt Ja zum ESC
ANZEIGE

Basel sagt Ja zum ESC Christlich-konservative Kleinstpartei scheiterte mit ihrem Boykottversuch

ms - 25.11.2024 - 08:30 Uhr
Loading audio player...

Gute Nachrichten aus der Schweiz – bei der gestrigen Volksabstimmung votierten 66,6 Prozent der Wähler für den Eurovision Song Contest (ESC). Der internationale Musikwettbewerb kann damit wie geplant in 2025 in Basel stattfinden. Die homophobe Kleinstpartei EDU hatten eine Abstimmung erzwungen. 

Genugtuung und Ansporn

Kernziel war es dabei zu erreichen, dass der Kanton nicht 41 Millionen Euro für die Ausrichtung des ESC ausgibt. Mehrfach hatte die Schweizer Volkspartei (SVP) zusammen mit der christlich-konservativen Eidgenössisch-Demokratischen Union, kurz EDU, vorab Stimmung gegen den ESC gemacht. Unter anderem wurde dem Musikwettbewerb Gotteslästerung, Satanismus und Okkultismus vorgeworfen. Zudem sei der ESC ein „Imageverlust für die Schweiz“. Die Schweizer Bevölkerung sah dies ganz offensichtlich mehrheitlich anders. 

„Dass zwei Drittel der Baslerinnen und Basler hinter dem ESC stehen, ist eine Genugtuung. Und es ist ein Ansporn für all die Leute, die intensiv daran arbeiten, dass wir im Mai einen sicheren, tollen Anlass für die ganze Bevölkerung durchführen können“, so der Basler Regierungspräsident Conradin Cramer.

ESC zum dritten Mal in der Schweiz

Der nicht-binäre Nemo gewann in diesem Jahr den ESC und holte den weltweit größten Musikwettbewerb so in die Schweiz. Nun steht dem einwöchigen Spektakel inklusive der Finalshow am 17. Mai 2025 in der Basler St. Jakobshalle nichts mehr im Weg. Der ESC findet damit zum dritten Mal in der Schweiz statt, zuvor wurde das Event bereits 1956 in Lugano und 1989 in Lausanne ausgetragen.  

Anzeige
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE

Auch Interessant

Australiens Volkszählung

Erstmals wird LGBTIQ+ mitgedacht

Australiens neue Volkszählung 2026 erfasst erstmals LGBTIQ+-Daten. Aktivisten sehen darin einen wichtigen Schritt für mehr Sichtbarkeit.
Lehrer kämpfen für Schutz

Ohio verschärft LGBTIQ+-Regeln

Eine Lehrerin hat in Ohio eine Kampagne angestoßen und schult Pädagogen zu LGBTIQ+-feindlichen Gesetzen gegen Schüler.
Burnhams Kabinett im Fokus

Zwischen Gleichheit und Streit

Das neue britische Labour-Kabinett unter Andy Burnham steht wegen seiner Positionen zu LGBTIQ+-Rechten derzeit verstärkt im Fokus.
HIV-Hilfe unter Druck

US-Kürzungen mit massiven Folgen

Eine neue Studie sieht massive Folgen von US-Hilfskürzungen für HIV-Programme, über 1.700 Einrichtungen weltweit mussten bereits schließen.
World Pride in Amsterdam

Königlicher Auftakt für Vielfalt

Mit Besuch von Königin Máxima ist der World Pride in Amsterdam gestartet. Veranstalter und Politik warnen vor wachsendem Druck auf LGBTIQ+-Rechte.
Ermittlung gegen Bürgermeister

Streit um beleidigende E-Mails

Nach dem Streit um die Rettung des gestrandeten Buckelwals "Timmy" ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen Timmendorfer Strands schwulen Bürgermeister.
Grindr-Fallen vor Gericht

Urteilsspruch in Frankreich

Sechs Männer sind nach Grindr-Fallen in Frankreich verurteilt worden. Trotz gezielter Angriffe erkannte das Gericht kein homophobes Tatmotiv an.
Oradea Pride trotzt Verbot

CSD-Geldstrafen in Rumänien

Trotz Verbots und Geldbußen ist der Pride in Oradea durch die Innenstadt gezogen. Nun droht der rumänischen Stadt eine Beschwerde auf EU-Ebene.
Forderungen nach CSD-Amoklauf

Sicherheit für LGBTIQ+-Community

Nach dem Anschlag auf den Berliner CSD ist der mutmaßliche Täter bei einem Polizeieinsatz erschossen worden. Die politische Debatte nimmt Fahrt auf.