Direkt zum Inhalt
Abstimmung über den ESC

Abstimmung über den ESC Die Schweizer stimmen am Sonntag über den ESC ab - die Community drückt die Daumen

ms - 22.11.2024 - 15:00 Uhr
Loading audio player...

Findet der Eurovision Song Contest (ESC) im kommenden Jahr in der Schweiz statt oder kommt es zu einem Eklat? Am Sonntag stimmen die Schweizer in Basel darüber ab, ob der internationale Musikwettbewerb in der Stadt veranstaltet werden darf oder eben auch nicht. 

Satanismus und Gotteslästerung

Bereits im Sommer dieses Jahres sprachen sich die Schweizer Volkspartei (SVP), der Bund der Steuerzahler und die christlich nationalkonservative und fundamental-religiöse Eidgenössisch-Demokratische Union, kurz EDU, gegen den ESC aus – die Rede war von Gotteslästerung, Satanismus und Okkultismus, der vom ESC ausgehen würde. Der „peinliche Regenbogen-Anlass“ sei zudem ein herber „Imageverlust für die Schweiz“. Darüber hinaus kostet er den Steuerzahler umgerechnet rund 41 Millionen Euro. 

Wie entscheiden sich die Basler?

So absurd manche Behauptungen klingen mögen, die Kleinstpartei EDU schaffte es mittels einer Unterschriftensammlung trotzdem,  ein Referendum zu erzwingen, sodass die Basler nun über die Finanzierung des ESC abstimmen dürfen. 

Sollte eine Mehrheit der Stadtbewohner sich allerdings tatsächlich gegen den Songcontest aussprechen, wäre dieser ernsthaft in Gefahr. Zudem sind die Planungen bereits soweit fortgeschritten, dass ein Ausweichen auf eine andere Stadt kaum mehr möglich ist – und hier gegebenenfalls dann ebenso eine Volksabstimmung angesetzt werden könnte.

Gewinnerwartungen durch den ESC

Die Argumentation der „Geldverschwendung“ indes ist bereits widerlegt: Das ESC-Komitee hat anhand früherer Eurovisions-Wettbewerbe errechnet, dass Basel eine direkte Wertschöpfung von rund 64 Millionen Euro verzeichnen wird, beispielsweise durch die rund 175.000 erwarteten Übernachtungen. Über 1.000 Medienmacher aus 50 Ländern werden vor Ort sein. Der langfristige Gewinn für die Schweiz durch rund 280.000 Berichte über den ESC in Basel wird auf rund 850 Millionen Euro geschätzt.      

Anzeige
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE

Auch Interessant

Spin-Off von Heated Rivalry

Spekulationen über neue HR-Serie

Wird es ein Spin-Off der schwulen Hit-Serie "Heated Rivalry" geben, in der es um das schwule Paar Scott und Kip geht? Es gibt erste Anzeichen dafür...
US-Paralympionike Jake Adicoff

Zwei Goldmedaillen bei Olympia

US-Paralympionike Jake Adicoff hat bereits zwei Goldmedaillen bei Olympia gewonnen, am Wochenende will er zwei weitere gewinnen.
Präzedenzfall in den USA

Gefahr für alle trans* Menschen

Ein US-Bundesgericht hat nun ein Verbot von geschlechtsangleichender Medizin bei erwachsenen trans* Personen bekräftigt. Ein Präzedenzfall für die USA
Schuldspruch in Belgien

15 Jahre Haft für grausame Bluttat

Urteilsspruch: 15 Jahre Haft für drei junge Männer, die 2021 in Belgien einen schwulen 42-Jährigen mittels Grindr in eine Falle lockten und töteten.
Social-Media-Verbot

Bundespräsident Steinmeier dafür

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat sich jetzt nach Bundeskanzler Merz auch für ein Verbot von Social-Media für Jugendliche ausgesprochen.
Vorfreude auf den ESC 2026

Songs und Bühnenshow stehen fest

Kribbeln im Bauch dank ESC? Jetzt stehen die 35 Songs für 2026 fest und auch die Bühnenshow verspricht ein einmaliges Erlebnis in Wien zu werden.
Urteilsspruch in Augsburg

Haftstrafe für homophobe Schläger

Vier Männer wurden in Augsburg jetzt zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt, weil sie brutal auf ein schwules Paar eingeschlagen hatten.
Missbrauch in der Kirche

93 Millionen Euro für die Opfer

Die katholische Kirche in Deutschland hat in den letzten fünf Jahren rund 93 Millionen Euro an die Opfer von sexuellem Missbrauch bezahlt.
"Homosexuelle oft Mutigste"

Starke Rede von Ex-Bundespräsident

Ex-Bundespräsident Christian Wulff ruft dazu auf, dass sich die Mehrheit der Gesellschaft aktiver für Rechte der queeren Community, engagieren müsse.