Direkt zum Inhalt
US-Paralympionike Jake Adicoff
ANZEIGE

US-Paralympionike Jake Adicoff Zwei Mal Gold, zwei weitere Rennen stehen noch aus

ms - 13.03.2026 - 14:00 Uhr
Loading audio player...

Der US-amerikanische Para-Langläufer Jake Adicoff (Foto ganz links) hat bei den Winter-Paralympics 2026 über 1,5 Kilometer im Ski-Sprint die Goldmedaille gewonnen. Der 30-Jährige, der auf einem Auge blind ist und offen schwul lebt, sicherte sich damit seine erste individuelle Goldmedaille und schrieb zugleich Geschichte für Team LGBTIQ+. Kurz darauf dann die Sensation: Adicoff gewinnt weiteres Gold im 10-km-Intervallrennen für sehbehinderte Athleten. 

Auf Rekordjagd bei Olympia 

Der US-Amerikaner sicherte sich bei den Paralympischen Winterspielen 2026 in Mailand-Cortina damit nicht nur seine zweite Goldmedaille, sondern feierte damit seine sechste Karriere-Medaille. Adicoff trat bei seinen vierten Paralympischen Spielen an, nachdem er 2014 in Sotschi erstmals teilgenommen hatte. Seitdem startete er in Sprint- und 10-km-Rennen, belegte 2014 den achten Platz und gewann 2018 sowie 2022 jeweils Silber. Sein erstes Team-Gold sicherte er sich 2022 in der Mixed-Staffel in Peking.

Bei den Spielen in Italien wurde Adicoff von seinem Guide Peter Wolter begleitet. Team USA würdigte den Erfolg auf Instagram: „Ein Applaus für Jake Adicoff und Peter Wolter.“ Adicoff hatte zuvor erklärt, sein Ziel sei es, vier Goldmedaillen zu gewinnen: „Seit Peking befinde ich mich definitiv auf einem anderen Level. All diese Erfahrungen als Spitzensportler haben mir geholfen, selbstbewusster zu werden.“ Adicoff wird in Mailand-Cortina noch im 20-km-Rennen am 15. März sowie in der Mixed-Staffel 4×2,5 km am 14. März antreten. Am Wochenende heißt es also Daumen drücken für den Spitzensportler. 

Vorbild der Community 

Die Behinderung des US-Sportlers ist auf eine Infektion seiner Mutter während der Schwangerschaft zurückzuführen: Er hat auf dem rechten Auge kein Sehvermögen und nur eingeschränktes Sehen auf dem linken Auge. Adicoff hat sich schon früh öffentlich als schwul geoutet und spricht offen über seine Sexualität. Er betonte dabei mehrfach, dass seine Homosexualität ihn als Athleten nicht definiert, aber Teil seiner Identität ist. Adicoff nutzt auch seine Plattform, um Sichtbarkeit für LGBTIQ+-Personen im Behindertensport zu schaffen und über Akzeptanz und Inklusion zu sprechen.

Anzeige
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE

Auch Interessant

Anschlag auf CSD Berlin

Eine Tote, mehrere Schwerverletzte

Bei einer Amokfahrt beim CSD in Berlin starb eine Frau, mehrere Menschen wurden lebensgefährlich verletzt. Der mutmaßliche Täter ist ein Islamist.
CSD Berlin abgebrochen

Auto rast in Menschenmenge

Der CSD in Berlin wurde am Samstagabend gegen 22 Uhr abgebrochen. Nach ersten Informationen ist ein Auto in eine Menschenmenge gerast.
Der schwule Gentleman-Dieb

Gegenentwurf zu Sherlock Holmes

Der viktorianische Meisterdieb Raffles gilt als schwuler Gegenentwurf zu Sherlock Holmes und wurde von realen schwulen Persönlichkeiten inspiriert.
War Chopin schwul?

Neue Studie über den Komponisten

Eine neue Studie untersuchte Chopins Briefe an Männer und stellt traditionelle Erzählungen über sein Liebesleben infrage. War der Komponist schwul?
Templo zeigt Kraft und Kunst

Schwuler Pole-Star auf Welttour

Der costa-ricanische schwule Pole-Performer Templo bringt beim World Pride 2026 queere Kunst, Athletik und lateinamerikanische Kultur auf die Bühne.
Glamour trotz Hitze

Drag-Queens in der CSD-Sonne

Wenn die Temperaturen wieder Rekorde brechen, liefern sich Make-up, Mode und Sommerhitze bei CSDs einen Kampf, den meist nur der Humor gewinnt.
Team LGBTIQ+ in Glasgow

Commonwealth Games 2026

Bei den Commonwealth Games 2026 in Glasgow treten mehrere LGBTIQ+-Athleten an und setzen trotz kleinerem Teilnehmerfeld ein Zeichen für Vielfalt.
Ekelhafter Angriff in Kiew

Abgehackte Schweineköpfe

Ein Kiewer Schönheitssalon wurde wegen seiner LGBTIQ+-Unterstützung angegriffen: Mit Schweineköpfen sollten die Betreiber eingeschüchtert werden.
Niederlande sichert Förderung

Hilfe für queere Menschen weltweit

Die Niederlande verlängern die Förderung der COC-Arbeit und sichern damit die internationale Unterstützung für LGBTIQ+-Aktivisten in Krisenregionen.