Direkt zum Inhalt
Nein zur Homophobie
ANZEIGE

Nein zur Homophobie Im Osten Londons setzten Anwohner Regenbogensymbole nach homophobem Vandalismus wieder instand

ms - 24.07.2024 - 15:00 Uhr
Loading audio player...

Im Osten Londons kam es einmal mehr zu Vandalismus gegen LGBTI*-Symbole, unbekannte Täter überschmierten mehrere Regenbogenfahnen am Boden – ein Vorfall, der vielerorts immer öfter und radikaler stattfindet. Erst vor kurzem hatten es homophobe Täter beispielsweise auf mehrere hundert Regenbogenflaggen an der New Yorker Schwulenbar Stonewall Inn abgesehen. Das Besondere in East London: Die Bürger wollen sich dieser Form der Homophobie entgegenstellen. 

Nein zu Hass 

In dieser Woche versammelten sich deswegen Dutzende Anwohner in der Nähe des Bahnhofs Forest Gate und machten sich ans Werk, die Regenbogenflaggen am Boden wieder instand zu setzen. Fünfmal waren die bunten Symbole der Community allein in diesem Jahr bereits beschädigt worden. 

 Dr. Andrew Diver von der lokalen Schwulengruppe Forest Gayte Pride betonte gegenüber der lokalen Presse die Besonderheit, dass der Widerstand gegen die ausgelebte Homophobie nun aus der Mitte der Gesellschaft kommt. Auch die lokalen Ladenbesitzer sowie Mitglieder des Ostlondoner Fan-Fußballclubs Clapton CFC halfen tatkräftig mit und posteten Bilder von der Aktion online. Zu sehen sind dabei auch Familien mit ihren Kindern, die dabei helfen, die Regenbogenbilder wieder sichtbar zu machen – ergänzt mit Statements wie „Kein Hass“, „Liebe“ und „Nein zu LGBTQ+ Hass“.

Polizei teilt Besorgnis über Vorfälle

Die zuständige Polizei von Newham indes erklärte via X, dass die Ermittlungen gegen die unbekannten Täter weiter fortgesetzt werden. „Wir tun alles, was wir können, um die Täter ausfindig zu machen“, so die Ermittler. Der leitende Detective Inspector James Rush betonte zudem: „Wir teilen diese Besorgnis und Verärgerung und verstehen, wie einschüchternd diese Art von Delikten sein kann. Deshalb setzen wir uns weiterhin dafür ein, Täter von Hassverbrechen aufzuspüren und weitere Vorfälle zu verhindern. Ich möchte der Bevölkerung versichern, dass wir diese Straftaten sehr ernst nehmen und eine gründliche Untersuchung durchführen, um den oder die Täter vor Gericht zu bringen. Diese Art von Straftaten werden nicht geduldet.“ 

Mehr Einsatz gegen Hassverbrechen

Hassverbrechen gegen Homosexuelle sind in Großbritannien in den letzten Jahren zu einem immer größeren Problem geworden – die neue britische Regierung will dies nun aktiv bekämpfen

Auch die Abgeordnete Uma Kumaran aus Stratford and Bow, zu deren Wahlkreis das Gebiet gehört, bekundete ihre Unterstützung für die LGBTI*-Community: „Es tut mir leid, dass ich diese Bilder teilen muss. Leider sind die Flaggen in Forest Gate wieder einmal verunstaltet worden. Ich werde alles in meiner Macht Stehende tun, um gegen LGBTI*-Hassverbrechen vorzugehen. Ich kenne die Angst und den Schmerz, den dies verursacht. Ich werde mit dem Stadtrat von Newham, der örtlichen Polizei und dem Minister für Gleichstellungsfragen zusammenarbeiten.“

Anzeige
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE

Auch Interessant

Besondere Freundschaft

Stefano Belotti und Matteo Santoro

Die beiden Wasserspringer Stefano Belotti und Matteo Santoro gewannen jetzt EM-Bronze und sind inwischen Lieblinge der schwulen Community Italiens.
Sexy Doppelgänger

Timothée Chalamets Zwilling?

OnlyFans-Creator Eddie Veyro führt seinen Erfolg auf seine Ähnlichkeit mit Timothée Chalamet zurück – der Schauspieler soll darüber wenig erfreut sein
Heated Rivalry 2

Großer Andrang am Set

Wegen des großen Faninteresses an Staffel 2 von „Heated Rivalry“ hat Showrunner Jacob Tierney jetzt um Rücksicht auf Cast und Crew gebeten.
Geldstrafe für George Santos

Illegaler Insider-Wetthandel

Der schwule Ex-US-Abgeordneter George Santos sorgt für neue Schlagzeilen und muss nach einer illegalen Online-Wette mehr als 35.000 Dollar zahlen.
Streit um Gay-Schulclub

Klage gegen US-Schulbehörde

Eltern betroffener Kinder haben Klage gegen eine Schulbehörde in Virgina eingereicht, die unbedingt einen homosexuellen Schulclub verhindern will.
Appell von Autor Can Dündar

Warnung vor homophoben Hass

Autor Can Dündar warnt nach dem CSD-Anschlag vor Homophobie als politischem Instrument und kritisiert doppelte Maßstäbe im Umgang mit Extremismus.
Machtkampf bei der FIFA

Druck auf Infantino wächst

Ex-FIFA-Präsident Blatter bringt die lesbische Norwegerin Lise Klaveness als Nachfolgerin von Gianni Infantino ins Spiel.
World Pride Konferenz

Menschenrechte im Fokus

Bei der WorldPride in Amsterdam diskutieren ab heute Aktivisten und Politiker über LGBTIQ+-Rechte, Gesundheit und politische Herausforderungen.
Klage gegen US-Regierung

Streit um Krankenversicherung

Fünf trans* Bundesbedienstete verklagen die US-Regierung wegen des Ausschlusses geschlechtsangleichender Behandlungen aus der Krankenversicherung.