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Zwangsarbeit wegen Gay-Story Russland geht gegen 36-jährige Autorin und Fotografin vor

Von ms - 12.05.2026 - 15:30 Uhr
Zwangsarbeit wegen Gay-Story
Foto: IMAGO / UPI Photo
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Eine Frau ist in Russland jetzt zu 18 Monaten Zwangsarbeit verurteilt worden, weil sie schwule Fan-Fiction über die südkoreanische K-Pop-Gruppe Stray Kids geschrieben und verbreitet haben soll. Die 36-jährige Alexandra Kuzyk, Fotografin und Stylistin, gab vor Gericht zu, die Geschichten verfasst zu haben, und bezeichnete das Schreiben als ein langjähriges Hobby.

Das Wichtigste im Überblick

  • Eine 36-jährige Russin wurde wegen „illegaler Herstellung und Verbreitung pornografischer Materialien“ verurteilt. 
  • Hintergrund: Sie schrieb schwule Fan-Fiction über die südkoreanische K-Pop-Band Stray Kids. 
  • Das Material wurde auf dem Gerät einer minderjährigen Leserin entdeckt. 
  • Kuzyk betont, dass es sich um ein langjähriges Hobby handelte; gedruckte oder verkaufte Exemplare existierten nicht. 
  • Das Urteil ist Teil der restriktiven russischen Gesetze gegen „LGBTIQ+-Propaganda”

Fan-Fiction über schwule K-Pop-Romanzen

Wie die russische Nachrichtenagentur KP-Jekaterinburg berichtete, war der Fall 2025 angestrengt worden, nachdem eine Mutter die Fan-Fiction auf dem Gerät ihrer Tochter entdeckt hatte. Die Staatsanwaltschaft forderte ursprünglich eine vierjährige Haftstrafe. Kuzyk erklärte gegenüber der LGBTIQ+-Informationsplattform Parni+, dass es keine gedruckten Versionen der Geschichten gebe und sie zum Zeitpunkt der Untersuchung weder veröffentlichte noch verkaufte. Das Material sei lediglich über den Telegram-Kanal eines jungen Mädchens gefunden worden.

Das Gericht verurteilte Kuzyk trotzdem zu 18 Monaten Zwangsarbeit und verfügte, dass zehn Prozent ihres Einkommens vom Staat einbehalten werden. Stray Kids ist eine südkoreanische Boygroup, bekannt unter anderem für Songs wie „God’s Menu“, „Maniac“ und „Case 143“.

Absurde Gerichtsurteile

Das Urteil reiht sich ein in eine Serie von Fällen, die auf den strikten russischen Gesetzen gegen „LGBTIQ+-Propaganda” im Rahmen des Anti-Homosexuellen Gesetzes basieren. Jüngst wurde ein Mann zur Ausweisung verurteilt, nachdem er online eine Bewertung über einen Minirock veröffentlicht hatte. Die russischen Behörden verfolgen LGBTIQ+-Inhalte nach eigenen Angaben unter Berufung auf den Schutz von Minderjährigen und die öffentliche Moral, während Kritiker das Vorgehen als politische Unterdrückung und Einschränkung von Meinungsfreiheit und künstlerischer Freiheit verurteilen.

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