Tödliche Messerstecherei Trans* Studentin tot in Uni-Wohnanlage in Washington aufgefunden
In den USA ist eine 19 Jahre alte trans* Studentin der University of Washington nach einem Messerangriff ums Leben gekommen. Die Tat ereignete sich am vergangenen Sonntag in einer studentischen Wohnanlage außerhalb des Campus in Seattle.
Das Wichtigste im Überblick
- 19-jährige trans* Studentin der University of Washington in Seattle getötet
- Angriff ereignete sich in Wohnanlage außerhalb des Campus
- Polizei sucht nach männlichem Tatverdächtigen
- Universität spricht von laufender Ermittlung und Unterstützungsangeboten
Tod im Waschraum
Nach Angaben der Polizei von Seattle handelt es sich bei dem Opfer nach bisherigen Erkenntnissen um eine 19-jährige trans* Frau, die an der Universität eingeschrieben war. Eine offizielle Identifizierung stand zunächst noch aus. Die Studentin wurde kurz nach 22 Uhr am Sonntagabend in einem Waschraum der Wohnanlage gefunden.
Die Wohnanlage „Nordheim Court“ wird privat betrieben, steht jedoch in Verbindung mit der Universität und befindet sich im Stadtteil U-Village nahe eines Einkaufszentrums. Die Wohnanlage umfasst 454 Wohneinheiten und besteht aus mehreren Gebäuden, die um einen Innenhof angeordnet sind. Bewohnerinnen und Bewohner erhielten laut NBC News eine offizielle Warnmeldung der Universität, in ihren Wohnungen zu bleiben und Türen sowie Fenster zu verschließen. Diese Anordnung wurde gegen ein Uhr nachts wieder aufgehoben, während die Ermittlungen zu dem Todesfall weiterliefen.
Fahndung nach mutmaßlichem Täter
Der zuständige Ermittler Eric Muñoz teilte mit, Einsatzkräfte hätten noch versucht, das Leben der jungen Frau zu retten. Sie sei jedoch noch am Tatort für tot erklärt worden. Die Polizei sucht mittels einer Großfahndung nach einem männlichen Verdächtigen. Dieser wird als etwa 1,68 bis 1,73 Meter groß beschrieben, mit Bart sowie dunkler Hautfarbe. Er habe eine Weste, ein Hemd und Jeans getragen. Hinweise werden weiterhin ausgewertet. Die Behörden sprechen von der Suche nach der „verantwortlichen Person für dieses grausame Verbrechen“.
Ein Sprecher der Universität erklärte, die Identität der Studentin werde erst nach Benachrichtigung der Angehörigen veröffentlicht. Man respektiere die Privatsphäre der Familie während des gesamten Verfahrens. Zudem sei bislang weder ein Tatverdächtiger noch ein Motiv festgestellt worden. Die Universität arbeite mit dem Betreiber der Wohnanlage zusammen, um Studenten zu unterstützen. Auch Universitätspräsident Robert J. Jones äußerte sich betroffen. Er sprach der Familie sein Beileid aus und betonte, dass Gewalt gegen trans* Personen besonders belastend für Mitglieder der LGBTIQ+-Community sei. Die Universität habe Unterstützungsangebote für Studenten eingerichtet.