Direkt zum Inhalt
Todesfall Roman Mercury

Todesfall Roman Mercury Fans gehen davon aus, dass der 45-jährige Adult-Darsteller an „gebrochenem Herzen“ gestorben ist

ms - 12.03.2025 - 16:00 Uhr
Loading audio player...

Anfang März schockierten zwei Todesmeldungen die internationale schwule Porno-Industrie: Zum einen starb durch einen häuslichen Unfall der beliebte Adult-Darsteller Tim Kruger, zum anderen wurde der Tod von Roman Mercury publik. Mit nur 45 Jahren war der Brasilianer bereits Ende Februar verstorben. Nun wurden weitere Details über die Hintergründe bekannt. 

Schwere Herzerkrankung 

Einer seiner besten Freunde, der Branchenkollege Greg Dixxon, meldete sich jetzt erneut zu Wort: „Seine Familie teilte mir mit, dass er an einer hypertensiven Herz-Kreislauf-Erkrankung verstorben ist, was bedeutet, dass er einen Herzinfarkt erlitten hat.“ Die Herzkrankheit gilt als eine der schwerwiegendsten Komplikationen eines unkontrollierten Bluthochdrucks, dabei führt der hohe Blutdruck auf Dauer aufgrund der chronischen Belastung zu einer Vergrößerung der Muskelmasse der linken Herzkammer. Die Folge: Das Herz verliert an Elastizität und Leistungskraft, sodass die Herzkammer sich irgendwann in der Entspannungsphase nicht mehr ausreichend mit Blut füllen kann. Daraufhin werden weitere Organe nicht mehr gut genug mit Blut versorgt, bis es aufgrund der schweren Herzschwäche häufig zu einem plötzlichen Herztod kommt. Offenbar zeichnete sich bereits Wochen vor Mercurys Tod eine Verschlechterung seines Gesundheitszustandes ab, gegenüber seinem guten Freund Dixxon hatte er erklärt, dass er zuletzt immer erschöpfter sei und sich mit den Medikamenten, die er für seine Herzprobleme einnahm, nicht mehr gut fühle. Zuletzt wollte Mercury demnach seinen Arzt wechseln. 

Liebeskummer bei Mercury 

Fans von Mercury sind sich online indes sicher, ihr Idol starb „an gebrochenem Herzen“, denn der Pornodarsteller musste im letzten Jahr einen schweren Schicksalsschlag hinnehmen: „Traurigerweise verstarb Romans Ehemann letztes Jahr und ließ ihn einsam und niedergeschlagen zurück. Selbst inmitten dieses Verlustes war Roman sehr hartnäckig, intelligent und organisiert. Obwohl sein körperliches Herz Probleme machte, hat sein Seelenherz immer geglänzt, indem er anderen geholfen hat. Ich würde gerne glauben, dass er jetzt im Himmel bei seinem Mann ist“, so Dixxon weiter. 

Der in São Paulo, Brasilien, geborene Mercury lebte und arbeitete bereits seit vielen Jahren in den Vereinigten Staaten von Amerika, startete aber erst 2022 als Darsteller in der Porno-Branche richtig durch. In 89 Filmen war Mercury zu sehen und arbeitete mit vielen großen, internationalen Studios zusammen. Er hatte allein auf X über 400.000 Follower, betrieb sehr erfolgreich mehrere Bezahlseiten wie OnlyFans und war in diesem Jahr erstmals für den Branchenpreis GayVN Awards nominiert.

Vermächtnis lebt weiter 

Dixxon erinnert sich wehmütig an seinen guten Freund, der einst eine Ausbildung zum Turner gemacht hatte und vier Sprachen beherrschte: „Obwohl er in der Erwachsenenindustrie arbeitete, war Roman so viel mehr als das. Sein Vermächtnis wird weiterleben. Er hatte eine Leidenschaft für die Arbeit, die er tat. Sein Ziel war es, den Zuschauer mit etwas Unvergesslichem zu unterhalten.“ Kurz vor seinem Tod sah Dixxon ihn das letzte Mal: „Meine letzten Dreharbeiten mit Roman fanden in Las Vegas statt, während der AVN Awards, nur ein paar Wochen vor seinem Tod. Zuvor schickte er mir eine SMS, dass ich sein 'Lieblings-Daddy' sei. Wir wollten später in der Nacht noch ausgehen, haben es aber nicht getan. Das war das letzte Mal, dass ich ihn gesehen habe“, so Dixxon.

Anzeige
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE

Auch Interessant

Minderheitenstress Community

Neue Studiendaten gehen ins Detail

Diskriminierung sorgt bei LGBTIQ+-Menschen für Minderheitenstress. Je mehr Akzeptanz, je besser wird es? Ganz so einfach scheint es doch nicht zu sein
Krise bei Influencern

Erschöpfung in der digitalen Welt

Ein Leben als queerer Social-Media-Influencer ist toll? Nicht unbedingt! Eine neue Studie zeigt nun auf, rund die Hälfte von ihnen kennt ein Burnout.
Fortschritte im Bereich HIV

Der lange Weg zur Heilung

HIV-Forscher aus den USA haben nun bekräftigt, dass eine HIV-Heilung bis 2040 denkbar ist. Dazu müssten mehrere Ansätze kombiniert werden.
Kritik an der Gen-Z

Weniger Jammern, mehr Handeln

Die Jugend in Deutschland jammert zu viel und handelt zu wenig, betont ein Sozialforscher. Davon betroffen sind auch queere Jugendliche.
Homosexuelle Flüchtlinge

Neue humane Wege in Kenia

Kenias Regierung will Flüchtlingslager in neue Dörfer überführen. Homosexuelle haben neue Hoffnung auf eine Verbesserung ihrer Lebensrealität.
Keine Jobs für Homosexuelle?

Sehr schwierige Lage in Afrika

Homosexuelle haben in Afrika nicht „nur“ mit Diskriminierung zu kämpfen, auch die Jobsuche wird zum Hürdenlauf, betont jetzt eine Hilfsorganisation.
Indonesien im Zwiespalt

Zwischen Hass und Herzlichkeit

Indonesien kämpft seit zehn Jahren zwischen den Extremen: LGBTIQ+-Menschen bekämpfen oder integrieren. Ein neue Studie untersuchte das Phänomen.
Kommunikation ohne Big Brother

Neue kreative Wege in Russland

Russland schränkt digitale Wege immer mehr ein, die queere Community und viele Bürger experimentieren derzeit mit neuen Kommunikationsideen.