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Italien: Busfahrer stoppt homofeindliche Attacke
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Opfer erstattet Anzeige Italien: Busfahrer stoppt homofeindliche Attacke

mr - 09.01.2026 - 13:30 Uhr
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Ein 19-jähriger Tänzer und Student, wurde zum Ziel einer schweren homofeindlichen Attacke in Genua, Italien. Anfang Januar griffen ihn vier junge Männer an einer Bushaltestelle nahe einer Diskothek an, beleidigten ihn massiv und verletzten ihn schließlich mit einem Taschenmesser im Gesicht. Nur das Eingreifen eines Busfahrers beendete die Attacke und brachte dem jungen Mann Schutz.

Nach eigenen Aussagen hatte der junge Mann sich an der Haltestelle sicher gefühlt, wurde dann jedoch zum Opfer wüster Beschimpfungen und körperlicher Angriffe. Die Täter, schätzungsweise zwischen 18 und 19 Jahre alt, beleidigten ihn wiederholt mit homofeindlichen Ausdrücken, forderten ihn gar zum Verschwinden und Sterben auf. Ein Täter folgte ihm, zog ihm am Jackenkragen und fügte ihm mit einem Messer Verletzungen am Gesicht zu. Erst das zufällige Eintreffen eines Busses setzte dem Geschehen ein Ende; der Fahrer habe ihn beruhigt und sicher nach Hause gebracht.

Obwohl der Tänzer körperlich nur oberflächliche Wunden davontrug, zeigen seine Erzählungen das tiefe seelische Trauma. Er schilderte das Geschehen in emotional bewegten Videobeiträgen über soziale Medien. Ein wichtiger Entschluss folgte: Er erstattete Anzeige, trotz der Angst, die ihn unmittelbar nach dem Angriff lähmte.

„Ich will keine Angst mehr haben, nachts allein nach Hause zu gehen, nur weil es andere gibt, die mir Gewalt androhen, weil ich so bin, wie ich bin“, berichtet Domenico auf TikTok.

 

LGBTIQ+-Feindlichkeit bleibt ein Thema

Italien steht bei Gewaltverbrechen gegen queere Menschen weiterhin in der Kritik, auch weil einheitliche Gesetze gegen Hassverbrechen bisher nicht durchgesetzt wurden. Organisationen wie ILGA Europe notieren einen besorgniserregenden Anstieg von Übergriffen. Immer häufiger berichten Betroffene von Attacken im öffentlichen Raum. Dies ist ein Trend, der sich laut aktuellen Polizeistatistiken europaweit abzeichnet. Der Vorfall von Genua ist kein Einzelfall, sondern reiht sich in zahlreiche weitere Taten ein, die queerfeindliche Gewalt sichtbar machen.

 

Forderungen nach Konsequenzen

Die Ermittlungen gestalten sich schwierig, da im Tatbereich keine Kameras installiert waren. Die Polizei verstärkte seither ihre Kontrollen, doch der Wunsch nach umfassender Prävention bleibt. LGBTIQ+-Organisationen wie Arcigay fordern seit Langem eine Reform der Gesetze und den Ausbau von Schutzmaßnahmen für queere Menschen. Auch psychologische Hilfe für Überlebende wird zunehmend als notwendige Begleitmaßnahme hervorgehoben.

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