Direkt zum Inhalt

Studie zur Bundestagswahl Grüne oder doch AfD – wer liegt in der Wählergunst der Community vorne?

ms - 07.02.2025 - 10:45 Uhr
Loading audio player...

Wie wählt die Community? Bei der nicht repräsentativen Umfrage unter rund 60.000 Usern der Dating-App Romeo lag die AfD diese Woche als stärkste Kraft in der Wählergunst unter Schwulen und Bisexuellen klar vorne; eine neue, ebenso nicht repräsentative Befragung der Justus-Liebig-Universität Gießen in Zusammenarbeit mit dem Verband Queere Vielfalt (LSVD+) kommt nun zu gänzlich anderen Ergebnissen. 

Grünen-Wähler in der Community

Laut dem Forscherteam handelt es sich um eine „selbstselektive Online-Umfrage“, bei der Menschen anonym ihre Stimme abgeben konnten und keine weiteren personenbezogenen Daten erhoben worden sind. An der Online-Befragung von Mitte Dezember 2024 bis Mitte Januar 2025 nahmen rund 10.000 Personen teil.

In dieser Umfrage führt mit großem Abstand Bündnis 90 / Die Grünen, sie kommen auf 43,5 Prozent der Stimmen, gefolgt von den Linken mit 24,9 Prozent. Mit Abstand folgen dann SPD (7,2%), CDU/CSU (3,3%), AfD (2,8%) und die FDP mit zwei Prozent. Die stärksten Verluste bei der LGBTIQ+-Befragung im Vergleich zu den Aussagen von 2021 verzeichnen Grüne und FDP. Die Grünen verloren 9,1 Prozentpunkte, die FDP bekam 5,1 Prozent weniger Stimmen. 

Sichtbarkeit von LGBTIQ+

Ziel der Befragung laut dem Forschungsteam ist es dabei: „Die LGBTIQ*-Wahlstudien sind aus wissenschaftlichen, aber natürlich auch aus politischen Gründen sehr wichtig – geht es doch darum, die Sichtbarkeit der LGBTIQ*-Community zu erhöhen, Vorurteile abzubauen und dafür zu kämpfen, dass LGBTIQ*-Personen in Wissenschaft und Politik endlich angemessen wahrgenommen werden.“

Anzeige
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE

Auch Interessant

Zwangsarbeit wegen Gay-Story

Urteil wegen schwuler Fan-Fiction

Eine junge Autorin wurde in Russland zu 18 Monaten Zwangsarbeit verurteilt, weil sie schwule Fan-Fiction der K-Pop-Gruppe Stray Kids geschrieben hatte
EuGH stärkt Minderheitenrechte

24 Stunden Programm geplant

Der ungarische Fernsehsender Szivárvány TV, das erste LGBTQ‑Programm des Landes, steht unmittelbar vor dem Start.
Keine heile Welt?

Queere Kanadier in Not

Kanada war lange Zeit das Sinnbild für LGBTIQ+-Akzeptanz, ein neuer Bericht zeigt nun, dass viele queere Jugendliche massive Probleme haben.
Landesweite Signalwirkung

Religionsfreiheit vor Aufklärung

Eltern im Montgomery County, Maryland können laut Gerichtsurteil ihre Kinder künftig vom Schulunterricht zu LGBTIQ+-Themen abmelden.
Streit am Gartenzaun

Regenbogen vor US-Gericht

Ein lesbisches Paar verklagte jetzt ihre Heimatstadt Key West, deren Bürokraten ihnen verboten, den eigenen Gartenzaun in Regenbogenfarben zu bemalen.
Tödliche Messerstecherei

Mord an Universität in Washington

Eine 19-jährige trans* Studentin wurde an der Universität in Washington mit einem Messer ermordet, die Polizei fahndet derzeit nach dem Täter.
Neuer Anlauf in Colorado

Verbot von Homo-Heilungen

Nachdem der US-Supreme Court das Verbot von Konversionstherapien in Colorado gestoppt hat, hat die Regierung nun ein neues Gesetzesvorhaben vorgelegt.
Jubiläum in Italien

Zehn Jahre zivile Partnerschaft

In Italien wird zehn Jahre zivile Partnerschaft gefeiert. Nicht genug, betonen queere Verbände und fordern die gleichgeschlechtliche Ehe.
Rückenwind für Homo-Ehe

Unterstützung von UN-Gremien

Immer mehr Menschenrechtsgremien der Vereinten Nationen unterstützen die Gleichstellung homosexueller Ehepaare, so eine neue Studie.