Direkt zum Inhalt
Schuldspruch im Fall P. Diddy

Schuldspruch im Fall P. Diddy Den US-Rapper erwartet eine Haftstrafe von bis zu zwanzig Jahren

ms - 02.07.2025 - 17:00 Uhr
Loading audio player...

Der US-Rapper P. Diddy alias Sean Combs (55) wurde heute vor Gericht in New York von den Geschworenen in zwei von fünf Anklagepunkten schuldig gesprochen. Seit Anfang Mai stand der 55-Jährige vor Gericht, ihm war unter anderem jahrzehntelanger sexueller Missbrauch von jungen Frauen und jungen Männern vorgeworfen worden. Schuldig gesprochen wurde Combs nun in zwei Punkten in Bezug auf Prostitution.

Freispruch bei organisierter Kriminalität

In den Anklagepunkten wegen Sex- und Menschenhandel sowie organisierter Kriminalität sprach die Jury den Hip-Hop-Star indes frei. Zuvor waren mehr als 30 Zeugen gehört worden, darunter sowohl Frauen wie Männer, die davon berichteten, wie Combs sie zu Sex mit sich und anderen Männern gezwungen haben soll, immer wieder demnach auch unter Hinzunahme von Drogen. 

Detailliert wurde dabei auf den sexuellen Missbrauch wie auch auf Sexveranstaltungen eingegangen, die Combs in Hotels hatte organisieren lassen. Die Verteidigung wiederum präsentierte keinen einzigen Zeugen, der Musiker selbst bestritt alle Anschuldigungen und plädierte bis zuletzt auf nicht schuldig. Vor Gericht sagte Combs allerdings nicht aus. 

Hohe Haftstrafe möglich

Combs drohen nun bis zu zwanzig Jahre Haft. Hätte die Jury ihn in allen Anklagepunkten für schuldig befunden, hätte den Musiker eine lebenslange Haftstrafe erwartet. Nach der Verkündung des Urteils schlug Combs die Hände zusammen, atmete hörbar laut aus, lächelte und bedankte sich dann per Handschlag bei seinen Anwälten. Anschließend soll er sich leise flüsternd zudem auch bei den Geschworenen bedankt haben, wie N-TV berichtet.  

Das Strafmaß wird von Richter Arun Subramanian zu einem späteren Zeitpunkt bekannt gegeben. Ob Combs wie bisher weiter in Untersuchungshaft bleiben muss, soll ebenso noch geklärt werden. Neben der Anklage der New Yorker Staatsanwaltschaft laufen noch zahlreiche Zivilklagen gegen Combs mit mehr als 120 Klägern, darunter auch zahlreiche Männer, die Combs zum Sex gezwungen haben soll. 

Anzeige
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE

Auch Interessant

Angriffe auf Rob Jetten

Homophobe Hass-Botschaften

Der neue schwule Premierminister der Niederlande, Rob Jetten, hat in den ersten Tagen seit Amtsantritt hunderte homophobe Hass-Nachrichten bekommen.
Demo in Karlsruhe

Queere Rechte vor Landtagswahl

In Karlsruhe haben 700 Menschen für die Rechte der LGBTIQ+-Community demonstriert, um ein Zeichen vor der Landtagswahl in Baden-Württemberg zu setzen.
Amputation bei Aktivistin

Zustand von Ibtissame Lachgar

Die Aktivistin Ibtissame Lachgar droht in marokkanischer Haft die Amputation eines Arms. Sie wurde wegen einem islamkritischen T-Shirts verurteilt.
LGBTIQ+ im Iran

Der Kampf geht weiter

Die iranische LGBTIQ+-Organisation 6Rang betonte jetzt, dass der Kampf um Freiheit und Gleichheit auch nach dem Tod von Khamenei weiter geht.
Niederlage für Kalifornien

Supreme Court stoppt Gesetze

Eltern müssen über die Geschlechtsidentität ihrer Kinder informiert werden, so der Supreme Court, der damit bisherige Gesetze in Kalifornien kippte.
Weitergabe von sensiblen Daten

Änderungen beim SBGG weiter geplant

Das Bundesinnenministerium will das Selbstbestimmungsgesetz weiterhin überarbeiten lassen und Daten beim Personenstandswechsel an Behörden weitergeben
Scharfe Kritik an Trump

Desaströse US-LGBTIQ+-Politik

Viele LGBTIQ+-Amerikaner haben derzeit massiv Sorgen und Ängste, betonte jetzt die Human Rights Campaign mit Blick auf die Trump-Politik.
PrEP-Engpass in der Schweiz

Aidshilfe ruft zu Solidarität auf

In der Schweiz ist die PrEP derzeit nicht verfügbar, betroffen sind rund 6.000 Schwule. Die Schweizer Aidshilfe ruft zu Solidarität auf.
HIV-Krise in Florida

Finanzhilfen radikal gestrichen

Floridas Regierung bleibt hart und hat jetzt Finanzhilfen für HIV-Medikamente für rund 12.000 Menschen gestrichen. Angst und Panik machen sich breit.