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Prozessauftakt gegen Sean Combs

Prozessauftakt gegen P. Diddy In New York muss sich Sean Combs ab heute für mutmaßlichen jahrzehntelangen Missbrauch verantworten

ms - 05.05.2025 - 12:00 Uhr
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Prozessauftakt im Fall Sean Combs (55) – ab heute muss sich der US-Rapper vor Gericht verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Musiker und Produzenten jahrzehntelangen sexuellen Missbrauch vor, sowohl Frauen wie auch zahlreiche Männer sollen Opfer des heute 55-Jährigen geworden sein, einige davon waren demnach sogar minderjährig

Lebenslange Haft für Combs?

Des Weiteren wird dem Rapper mit Künstlernamen „P. Diddy“ die Förderung von Prostitution, sexuelle Ausbeutung sowie organisierte Kriminalität vorgeworfen. Im September 2024 wurde Combs wegen zahlreicher mutmaßlicher Sexualstraftaten festgenommen und sitzt seitdem in Haft. Heute am ersten Prozesstag in New York wird es vor allem um die Besetzung der Geschworenen-Jury gehen.  

Combs soll in den letzten Jahrzehnten auch viele junge Männer zum Sex erpresst, ausgebeutet oder unter Drogen gesetzt und vergewaltigt haben. Bei Orgien zwang er laut der Staatsanwaltschaft seine Opfer, ihm sexuell gefällig zu sein. Immer wieder soll es dabei auch sowohl zu oralen wie auch analen Vergewaltigungen von jungen Männern gekommen sein. Strafrechtsexperte und Anwalt Zachary Margulis-Ohnuma erklärte dazu gegenüber der ARD: „Nimmt man alles zusammen, könnte Combs im Fall eines Schuldspruchs den Rest seines Lebens im Gefängnis verbringen.“ 

Anwälte plädieren auf Freispruch

Der Ausgang des Prozesses ist noch völlig offen, denn die Ankläger müssen einwandfrei nachweisen, dass die potenziellen Opfer nicht freiwillig beim Sex mitgemacht haben – diese Strategie verfolgt das Anwaltsteam des US-Rappers. Der Sex sei demnach stets im „gegenseitigen Einvernehmen“ erfolgt, so etwas gehöre eben zum „ausschweifenden Swinger-Lifestyle“ des Musikers dazu. Combs Anwälte plädieren demnach auf Freispruch. Unabhängig vom New Yorker Gerichtsverfahren gibt es außerdem auch zahlreiche Zivilklagen gegen Combs, bisher haben sich der Sammelklage hier über 120 Männer und Frauen angeschlossen. 

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