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Demo in Karlsruhe Rund 700 Menschen betonten LGBTIQ+-Rechte vor Wahl

Von ms - 03.03.2026 - 10:30 Uhr
Demo in Karlsruhe
Foto: iStock / Vladimir Vladimirov
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Kurz vor der Landtagswahl am 8. März haben in Karlsruhe rund 700 Menschen für die Rechte queerer Menschen demonstriert. Die Teilnehmer versammelten am Wochenende am Marktplatz, während die Band „bunt&laut“ mit politischen Songs für Stimmung sorgte.

Aufruf zur Demokratie

Karsten Kremer, Vorsitzender des Karlsruher CSD, rief in seiner Rede dazu auf, „demokratische Parteien zu wählen, die unsere Grundrechte schützen“. Der LSVD+ in Baden-Württemberg hatte zuvor die Parteien auf ihre Positionen zu queeren Themen überprüft. Grünen, SPD und Linke bescheinigte der Verband Engagement, während CDU und FDP Lücken aufweisen. „Im Wahlprogramm der CDU kommt das Wort ‚queer‘ gar nicht vor“, kritisierte Kremer.

Die Demonstration setzte sich auch gegen die AfD ein. Kremer erklärte dazu: „Wer Minderheiten angreift, der greift auch immer die Demokratie an.“ Zudem forderte der CSD ein Antidiskriminierungsgesetz auf Landesebene. „Es geht nicht darum, einzelne Menschen an den Pranger zu stellen. Es geht um Vertrauen“, so Kremer. Auch die Gesundheitsversorgung für queere Menschen müsse verbessert werden. „Teilweise warten Menschen monatelang auf Termine, Ärzte sind nicht geschult, manche verweigern sogar die Behandlung.“

Mehr Unterstützung für queere Vereine

Alexandria Dritschler, Vorsitzende des Vereins queerKAstle, forderte darüber hinaus mehr institutionelle Förderung für queere Vereine. „Das Land Baden-Württemberg fördert Projekte, die Anfang und Ende haben. Langfristigen Unternehmungen geht dann schnell das Geld aus, zudem fehlt Planungssicherheit.“ Ein weiteres zentrales Anliegen sei die queere Bildungspolitik. „Es wird meistens als Extra verstanden und fällt bei der Finanzierung als Erstes weg.“ Besonders auf dem Land gebe es Widerstände. 

Die Karlsruher Polizei zog eine positive Bilanz der Demonstration: „Die Veranstaltung verlief ruhig, die Zusammenarbeit mit dem Veranstalter war sehr harmonisch.“ Entlang der Demonstrations-Route standen zwar christliche Infostände, es kam jedoch zu „keinen besonderen Vorkommnissen“. Einige Anwohner zeigten ihre Solidarität durch Regenbogenfarben. Kremer zog abschließend gegenüber ka-news ein positives Fazit: „Die Demo ist gut verlaufen, es war gute Stimmung, das Wetter hat auch gehalten. Karlsruhe macht klar: ‚Wir wählen Liebe, was wählt ihr?‘“

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