Neue Spielklasse im US-Rugby Dachverband USA Rugby reagiert auf Dekret von Trump
USA Rugby, der Dachverband für Rugby in den USA, hat eine neue „Open Division“ eingeführt. Hintergrund ist die Umsetzung einer Executive Order von US-Präsident Donald Trump, die die Teilnahme von trans* Frauen im Frauensport stark einschränkt.
Offene Spielklasse für queere Sportler
Die Trump-Verordnung mit dem Titel „Keeping Men Out of Women’s Sports“ („Männer vom Frauensport fernhalten“) bezeichnet die Teilnahme von trans* Athletinnen im Frauensport als „entwürdigend, unfair und gefährlich“ und argumentiert, dies untergrabe die Chancengleichheit. Die Begründung ist von LGBTIQ+-Organisationen in den USA mehrfach stark kritisiert worden.
In einer Stellungnahme auf der offiziellen Webseite erklärte USA Rugby deswegen nun, dass die neuen Regelungen Auswirkungen auf die Mitglieder haben könnten. Der Verband will mit der offenen Spielklasse allen Sportlerinnen und Sportlern, unabhängig von ihrer Geschlechtsidentität, die Teilnahme an genehmigten Wettbewerben weiterhin ermöglichen – sowohl im Vollkontakt- als auch im Nicht-Kontaktsport. „Die nationalen Dachverbände verpflichten sich, Möglichkeiten für Athleten im Sport zu schützen“, hieß es in der Mitteilung.
USA Rugby betonte zudem, dass die Zusammenarbeit mit internationalen Organisationen wie dem Internationalen Olympischen Komitee (IOC) und dem Internationalen Paralympischen Komitee (IPC) fortgesetzt werde. Ziel sei es, die Einhaltung der Bundespolitik zu gewährleisten und gleichzeitig ein „gerechtes und sicheres Wettbewerbsumfeld“ zu bieten.
Klage gegen Verbote denkbar
Bereits Ende 2025 hatte Trump auch verfügt, dass allen trans* Athletinnen die Teilnahme an den Olympischen Spielen 2028 in Los Angeles verboten wird. „Von nun an wird Frauensport nur noch für Frauen sein. In Los Angeles 2028 wird meine Regierung nicht tatenlos zusehen, wie Männer weibliche Athleten schlagen“, erklärte der US-Präsident. Die queere Rechtshilfe-Organisation Lambda Legal in den USA bekräftigte indes, sie prüfe, ob eine Klage gegen das Verbot bei Olympia machbar sei. Geschäftsführer Kevin Jennings: „Dies ist ein entscheidender Moment. Jeder muss jetzt alles daran setzen. Ihre Agenda ist nichts weniger als die Zerstörung unserer Demokratie, wie wir sie kennen.“