Direkt zum Inhalt
Schwule Massenhochzeit in Thailand

Massenhochzeit in Thailand Paukenschlag zur Einführung der Homo-Ehe im Januar 2025 geplant

ms - 31.10.2024 - 14:00 Uhr
Loading audio player...

Die Homo-Ehe in Thailand soll mit einem Paukenschlag eingeführt werden – ab Januar 2025 können Schwule und Lesben im Land endlich gleichberechtigt heiraten. Die Einführung der gleichgeschlechtlichen Ehe hat weit über die Landesgrenzen hinaus eine große Signalwirkung im gesamten asiatischen Raum. Darum planen homosexuelle Aktivisten für den Januar 2025 eine schwul-lesbische Massenhochzeit in Bangkok – mit weit mehr als 1.400 homosexuellen Paaren.  

Massenhochzeit mit über 1.400 Paaren

Jahrelang haben Schwule und Lesben im Land für die Einführung der Homo-Ehe gekämpft, im Juni dieses Jahres verabschiedete das Parlament das entsprechende Gesetz. Mitte September schlussendlich unterzeichnete auch König Maha Vajiralongkorn das Gesetz – 120 Tage später tritt es damit offiziell in Kraft, sodass ab dem 22. Januar 2025 Schwule und Lesben endlich heiraten können. 

Das Ziel der homosexuellen Aktivisten sind 1.448 Paare, die sich an diesem Tag in Bangkok das Ja-Wort geben sollen. Die Zahl bezieht sich auf den gleichlautenden Artikel im Zivilgesetz, der für die Öffnung der Ehe angepasst werden musste. Aus „Mann“ und „Frau“ im Gesetzestext werden nun „Ehepartner“. Willkommen für die Massenhochzeit sind dabei sowohl einheimische wie auch internationale homosexuelle Paare. Bereits in den ersten Stunden nach Bekanntgabe der geplanten Aktion haben mehr als 180 Paare zugesagt. 

Besondere Gleichstellung in Südostasien

Mit dem neuen Gesetz werden Schwule und Lesben im Land in allen Aspekten heterosexuellen Paaren gleichgestellt, auch bei der Adoption von Kindern, der medizinischen Versorgung oder beispielsweise bei Erbschaftsangelegenheiten. 

Nach der Bekanntgabe der Verabschiedung des neue Gesetztes hatte Premierminister Srettha Thavisin die Tore zu seiner offiziellen Residenz für Homosexuelle im Rahmen von großen Feierlichkeiten in ganz Bangkok geöffnet. Thailand ist damit nach Taiwan und Nepal das dritte Land in Asien, in dem gleichgeschlechtliche Paare heiraten können – und das erste in Südostasien. 

Anzeige
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE

Auch Interessant

Starmers letzte Worte

Das „schwulste“ Parlament der Welt

Noch-Premierminister Keir Starmer erklärte die britische Regierung zum „schwulsten“ Parlament weltweit und betonte den Einsatz für LGBTIQ+.
Fünf Festnahmen

Seit Mai vermisst

Ein schwules US-mexikanisches Paar wurde in einem Massengrab nahe La  Marquesa (Ocoyoacac, Mexiko-Stadt) identifiziert.
Eklat um US-Gerichtsurteil

Religionsfreiheit gegen Homophobie

Eine texanische Richterin, die gleichgeschlechtliche Paare aus religiösen Gründen nicht trauen wollte, erhält nun eine hohe Entschädigung.
Mehr als Regenbogen

Klare Erwartungen im Job

Viele LGBTIQ+-Beschäftigte wünschen sich von ihren Arbeitgebern ganzjährige Unterstützung statt symbolischer Aktionen zum Pride Monat.
Hexenjagd in Niger

Festnahmewelle gegen Schwule

Nachdem Verbote gegen Homosexuelle in Niger eingeführt wurden, findet seit Juni eine radikale Festnahmewelle im westafrikanischen Land statt.
Heimliche Betäubung als Gefahr

Polizei zerschlägt Online-Netzwerke

Sexualisierte Gewalt an heimlich sedierten Opfern rückte jetzt verstärkt in den Fokus internationaler Ermittler, auch das BKA arbeitet daran mit.
Statement von Melanie Trump

Unterstützung der LGBTIQ+-Community

First Lady Melania Trump bekennt sich zur LGBTIQ+-Community, unterstützt zugleich aber den Ausschluss von trans* Sportlerinnen aus Frauenteams.
Homosexuelle in Großbritannien

Viel Zustimmung für Ehe für alle

Eine aktuelle Umfrage zeigt, dass mehr als drei Viertel der Erwachsenen im Vereinigten Königreich die Ehe für gleichgeschlechtliche Paare unterstützen
Neue Förderchancen für LGBTIQ+

Regierung startet Ausschreibung

Queere Vereine können sich ab sofort wieder für Fördermittel aus dem Bundesprogramm „Demokratie leben!“ bewerben.