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Mahnwachen in England
Foto: IMAGO / NurPhoto
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Mahnwachen in England 16-Jährige wurde wohl aus Hass von zwei Gleichaltrigen erstochen

ms - 20.02.2023 - 13:00 Uhr
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Hunderte Menschen versammelten sich am vergangenen Wochenende bei mehreren Mahnwachen in britischen Städten, um an die ermordete 16-jährige Brianna Ghey zu gedenken. Der gewaltsame Tod des Trans-Mädchens schockt seit einer guten Woche ganz England, sie war in einem Park in der mittelenglischen Kleinstadt Warrington niedergestochen worden. Als Tatverdächtige gelten derzeit ein Junge und ein Mädchen im Alter von 15 Jahren.

Weiterkämpfen im Namen des Opfers

Nebst London und Glasgow gedachten die Menschen auch in Leeds, Liverpool, Bristol und Warrington selbst dem jungen Mädchen, das durch fröhliche Tanz- und Musikvideos auf TikTok in der lokalen LGBTI*-Community bekannt gewesen war. In Warrington versammelten sich einige hundert Personen, organisiert von der Oxford LGBTQ+ Society, die dazu aufrief, einen „Raum für LGBTI*-Menschen und Verbündete zu schaffen, um angesichts dieser Tragödie als Gemeinschaft zusammenzukommen". Redner teilten ihre Erinnerungen an Ghey mit und lasen Gedichte und Prosatexte vor. Ein Sprecher erklärte: „Wir brauchen die Unterstützung unserer Gemeinschaft jetzt mehr denn je!“ Eine Freundin meinte zudem: „Wir werden dich nicht vergessen und wir werden in deinem Namen weiterkämpfen.“

Schweigeminute für Brianna Ghey

Geschichte darf sich nicht wiederholen

Die Polizei geht von einem Hassverbrechen gegen LGBTI* aus, will sich aber noch nicht final dazu äußern, die aktuellen Ermittlungen laufen noch. Auch zahlreiche Politiker meldeten sich inzwischen zu Wort, die walisische Ministerin für Sozialpartnerschaften, Hannah Blythyn, sprach von einem “Weckruf“ für die Community und die Politiker des Landes: „Ich denke, für mich und für andere Menschen im öffentlichen Leben ist es ein Weckruf. Es ist ein Weckruf, um zu zeigen, dass wir tatsächlich besser werden müssen, wenn es darum geht, wie wir reden und wie wir die Dinge angehen, denn unsere Worte haben Auswirkungen auf junge queere Menschen. Es ist eine deutliche Erinnerung daran, dass wir zwar darüber reden, wie weit wir im Kampf für die Rechte von LGBTI* gekommen sind, aber dass es immer noch eine Menge Arbeit zu tun gibt. Ich denke, wir müssen uns darüber im Klaren sein, dass wir nicht wollen, dass sich die Geschichte wiederholt.“

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