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Kirchliche Hass-Rhetorik Polnische Katholiken lenken von Missbrauchsskandal ab

Von co - 10.11.2020 - 15:00 Uhr
Polnische Katholiken lenken von Missbrauchsskandal ab
Foto: © kicia_papuga
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In den letzten Jahren wurde die Hass-Rhetorik gegen LGBTI*-Personen in Polen immer heftiger. Geschürt wird sie von der regierenden PiS-Partei und der katholischen Kirche. „Eine LGBTI*-Person zu sein und katholisch, das ist zurzeit in Polen unmöglich“, so Journalist Karol Wilczyński laut der Frankfurter Rundschau: Die katholische Kirche lehne die „Gender-Ideologie“ in einem Grundsatz-Dokument der polnischen Bischofskonferenz kategorisch ab. Geschlechtsanpassungen seien „Selbstverstümmelung“ – daher seien Konversionstherapien vorzuziehen.

Mit ihrer Hetze versucht die katholische Kirche auch, ihre Schuld am Missbrauchsskandal zu vertuschen. Der Journalist Tomasz Sekielski erklärte in seiner Dokumentation „Tylko nie mów nikomu“ („Erzähl es niemandem“) von 2019, wie die Kirche das bewerkstelligte: Anstatt sich mit dem Problem auseinanderzusetzen, schob die Kirche der LGBTI*-Community die Schuld zu. Der Krakauer Erzbischof Marek Jedraszewski sprach unter anderem von der „Regenbogenpest“.

Auch katholische Medien wie der Radiosender Maryja spielen eine große Rolle: So behauptet beispielsweise Pater Rydzyk, dass Geflüchtete, LGBTI*-Personen, Frauenrechte und Abtreibungen die Familie bedrohten – und die Menschen glauben ihm.

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