Direkt zum Inhalt
Kein Hass beim ESC

Kein Hass beim ESC Queere Gruppe und Hater wettern gegen israelische Sängerin

ms - 11.04.2024 - 10:00 Uhr
Loading audio player...

Der Veranstalter des Eurovision Song Contest, die Europäische Rundfunkunion (EBU), hat sich jetzt in einem klaren Statement gegen jede Form von Hass-Kampagnen gegenüber den ESC-Künstler ausgesprochen, die im Mai beim europäischen Songwettbewerb in Schweden gegeneinander antreten werden. 

Hetzkampagnen gegen Musikerin

Nötig geworden war diese Verlautbarung durch „gezielte Kampagnen“, die zuletzt im Umfeld des Musikwettbewerbs immer mehr an Fahrt aufgenommen hatten – vor allem in den Sozialen Medien wurden Hetze und Hass gepostet, der laut ESC „inakzeptabel und völlig unfair“ sei. Man verstehe, dass sich Menschen an einer Debatte zum Nahen Osten beteiligen und man unterstütze auch ausdrücklich die Meinungsfreiheit in einer demokratischen Gesellschaft. 

Aber: Beschimpfungen, Hass und Belästigungen „gegen unsere Künstler oder Personen, die mit dem Wettbewerb in Verbindung stehen“ werde man nicht hinnehmen. Zuletzt hatte die 20-jährige Eden Golan, die für Israel in diesem Jahr antritt, Morddrohungen via Instagram erhalten.

Stimmungsmache von Queers for Palestine

Zuvor hatten einige schwedische Künstler aufgrund des Gaza-Krieges einen Ausschluss Israels vom ESC gefordert. Online hatten außerdem auch Vertreter der fragwürdigen Gruppe „Queers for Palestine“ die Teilnahme Israels kritisiert und versucht, innerhalb der anderen teilnehmenden Musiker Stimmung gegen die israelische Sängerin zu verbreiten.

 „Die EBU ist bestrebt, allen Teilnehmer, Mitarbeiter und Fans des Eurovision Song Contest ein sicheres und unterstützendes Umfeld zu bieten. Wir werden weiterhin eng mit allen Beteiligten zusammenarbeiten, um die Werte Respekt, Inklusivität und Verständnis sowohl online als auch offline zu fördern“, so das Team hinter dem ESC weiter.  

Streit um Songtext

Streit hatte es davor auch um den Song selbst gegeben, mit dem Golan beim ESC antreten wollte. Der erste Titel „October Rain“ sei dabei zu politisch gewesen und habe laut EBU Anspielungen auf die Opfer des grausamen Angriffs der palästinensischen Terrororganisation Hamas am 7. Oktober 2023 aufgezeigt. Golan hatte erst den Text leicht geändert und tritt nun schlussendlich mit einem komplett neuen Text aber gleicher Musik unter dem Titel „Hurricane“ an. 

Das Finale des ESC findet am 11. Mai im schwedischen Malmö statt. Für Deutschland ins Rennen geht der 29-jährige Sänger Isaak mit seinem Lied „Always On The Run“. Für die ESC-Buchmacher scheint sich aus deutscher Sicht dabei ein erneutes Debakel abzuzeichnen. Nur zwei Prozent der Wetteinsätze geben Isaak derzeit überhaupt eine Gewinnerchance. Wahrscheinlich kämpft Deutschland also verbissen auch 2024 daran, den letzten Platz zu verteidigen.    

Anzeige
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE

Auch Interessant

Staffel 3 für Heated Rivalry?

Neue Details von Regisseur Tierney

Freudige Nachricht für alle Fans von "Heated Rivalry": Offenbar wird intern bereits an einer dritten Staffel gearbeitet, Staffel 2 erscheint 2027.
Filmfestival Cannes 2026

Viele queere Filme im Programm

Im Mai kämpfen viele queere Filme um die begehrte Palme d'Or beim Filmfestival in Cannes, jetzt wurden alle Teilnehmer bekannt gegeben.
Akzeptanzverlust in Community

Betroffen sind asexuelle Menschen

Das Gefühl von Akzeptanz ist innerhalb der asexuellen Community im letzten Jahr stark gesunken, so das Ergebnis einer neuen Studie.
30 Jahre "Day of Silence"

Mobbing von LGBTIQ+-Schülern

Der "Day of Silence" feiert in den USA 30-jähriges Jubiläum und soll den Fokus auf das Mobbing von LGBTIQ+-Schülern richten.
Bunter Widerstand in Miami

Regenbogen aus Pflastersteinen

Miami rebelliert mit einem Regenbogen aus Pflastersteinen im Park gegen die skurrilen Verbote von Floridas Gouverneur DeSantis.
Neues Verbot im Profisport

Dart-Verband sperrt trans* Frauen

Der größte Dart-Verband PDC hat jetzt trans* Frauen von Frauenwettkämpfen ausgeschlossen und betont geschlechtsspezifische Unterschiede.
Dating-Masche in der Schweiz

Hohe Haftstrafen für Kriminelle

Zwei junge Männer wurden in der Schweiz jetzt zu hohen Haftstrafen verurteilt, sie hatten schwule Männer bei vorgetäuschten Dates brutal ausgeraubt.
Neues Verbot in Russland

Menschenrechtsorganisation Memorial

Ein russisches Gericht hat jetzt die bekannte Menschenrechtsorganisation Memorial verboten; der Verein setzte sich auch für LGBTIQ+ ein.
Hassverbrechen in Bremen

Verdopplung Angriffe auf LGBTIQ+

In Bremen haben sich die Fälle von Hasskriminalität gegenüber queeren Menschen binnen eines Jahres verdoppelt, wie Innensenatorin Högl jetzt mitteilte