Direkt zum Inhalt
Hoffnung in der Ukraine
Foto: iStock / DewaldKirsten
ANZEIGE

Hoffnung in der Ukraine Zweite Studie belegt eine grundsätzliche Zustimmung für LGBTI* im Land

ms - 21.06.2024 - 13:00 Uhr
Loading audio player...

Bereits im November 2023 zeigte eine Umfrage, dass inzwischen 72 Prozent der Ukrainer gleiche Rechte für LGBTI*-Menschen befürworten, dabei immer mehr im Fokus ist auch die gleichgeschlechtliche Ehe für Homosexuelle. Vier Jahre zuvor lag dieser Wert noch bei gerade einmal 29 Prozent. Nun belegt eine zweite Studie, dass die Einwohner des Landes tatsächlich immer positiver auf Homosexuelle und queere Menschen blicken. Erstmals seit Kriegsbeginn fand im Juni dieses Jahres auch wieder eine Pride in Kiew statt. 

Umdenken in der Gesellschaft

Eine Umfrage des Internationalen Institut für Soziologie in Kiew kam jetzt im Jahr 2024 zu ähnlich hohen Werten, demnach befürworten 70,4 Prozent der Ukrainer generell gefragt gleiche Rechte für LGBTI*-Menschen. Auch diese Studie zeigt einen rapiden Anstieg in den letzten Jahren. Besonders hoch ist der Zuspruch laut den Autoren der Studie bei jüngeren Menschen sowie Frauen. 

Laut der LGBTI*-Organisation Kyiv Pride spielen dabei auch die Erfahrungen im Krieg eine entscheidende Rolle: Homosexuelle kämpfen Seite an Seite mit heterosexuellen Soldaten zur Verteidigung ihres Landes, werden sie allerdings verwundet oder getötet, werden die Partner zu Hause nicht einmal darüber informiert, denn vor dem Gesetz sind es zwei Fremde. 

Im Krieg sind alle gleich 

Vor allem schwule Soldaten haben in den letzten Monaten immer wieder auf diese Problematik hingewiesen und in der Breite der Bevölkerung offenbar viel Zuspruch erfahren. Auch Präsident Wolodymyr Selenskyj sprach sich im Grundsatz für eine mögliche Homo-Ehe aus, die diesen Missstand sofort beheben könnte – allerdings betonte er weiter, dass es die dafür notwendige Verfassungsänderung nicht in Kriegszeiten geben werde. Konkret auf ein Partnerschaftsgesetz angesprochen, zeigt sich die Ukraine dann allerdings noch immer zwiegespalten, jeweils ein Drittel der Befragten lehnt dies ab, befürwortet es oder hat dazu gar keine Meinung.  

Anzeige
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE

Auch Interessant

News zu Heated Rivalry 2

Hudson Williams verrät Details

„Heated Rivalry 2“ wird derzeit gedreht und soll 2027 mit neuen Konflikten und mehr Emotionalität starten, verriet jetzt Schauspieler Hudson Williams.
Schwule Juden

Mehr Sichtbarkeit in der Community

Eine LGBTIQ+-Tora-Gruppe in Oregon liest jüdische Texte neu und will LGBTIQ+-Menschen darin als Teil der jüdischen Geschichte sichtbar machen.
Streisand greift Trump an

Streit um das Kennedy Center

Barbra Streisand kritisiert Präsident Trumps Vorgehen beim Kennedy Center, dessen Umbenennung juristisch und politisch umstritten ist.
Zehn Jahre Projekt „WiR*“

Aufklärung gerät unter Druck

Das Kölner Projekt „WiR*“ feiert zehn Jahre Aufklärungsarbeit – und warnt vor zunehmender Queerfeindlichkeit an Schulen.
Kolumbien sagt Nein zu LGBTIQ+

Kritik an neuem Regierungskurs

Kolumbien verlässt eine wichtige internationale LGBTIQ+-Koalition, während Menschenrechtsvereine vor anhaltender Gewalt gegen die Community warnen.
Vapen bei LGBTIQ+-Jugendlichen

Mobbing verstärkt den Trend

Eine neue Untersuchung sieht einen Zusammenhang zwischen der Ausgrenzung und Mobbing von LGBTIQ+-Jugendlichen und ihrem erhöhten Vape-Konsum.
ESC-Krise in Großbritannien

Prüfung des Auswahlverfahrens

Nach dem letzten Platz 2026 beim ESC soll das britische Eurovision-Auswahlverfahren jetzt im Parlament genauer untersucht werden.
Volkszählung in den USA

Neue Regeln sorgen für Kritik

Geplante Regeln für die US-Volkszählung 2030 könnten trans* Menschen zur Offenlegung ihrer Geschlechtsidentität gegenüber dem Staat zwingen.