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Berlinale und Teddy Im Programm ist ein vielfältiges Angebot von Filmen aus der ganzen LGBTIQ+-Community

Von ms - 13.02.2025 - 09:00 Uhr
Berlinale und Teddy
Foto: IMAGO / Future Image
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Zum 75. Mal startet heute das Filmfestival Berlinale und lockt wieder zahlreiche internationale Prominente in die Regenbogenhauptstadt. Für die LGBTIQ+-Community liegt ein Augenmerk nicht nur auf den zahlreichen queeren Filmen selbst, sondern auch auf die Filmperlen rund um den Teddy Award, der in diesem Jahr zum 39. Mal stattfindet. 

Die Hoffnung für eine verstärkte Sichtbarkeit von LGBTIQ+-Stoffen ist angesichts der neuen lesbischen Berlinale-Intendantin Tricia Tuttle aus den USA groß. Jurypräsident in diesem Jahr ist außerdem der schwule US-Regisseur Todd Haynes. Insgesamt sind in diesem Jahr 240 Filme am Start.   

Die besten LGBTIQ+-Filme des Jahres

Die drei erfahrenen Jury-Filmschaffenden Allegra Madsen, Jan Künemund und Raul Niño Zambrano sichten aus der Queerlist der Berlinale in diesem Jahr alle Filme mit LGBTIQ+-Haupthandlung, nominieren jeweils drei Filme in jeder Kategorie und wählen daraus die Gewinnerfilme in den Kategorien Bester Spielfilm, Bester Kurzfilm und Bester Dokumentar- / Essayfilm aus. Darüber hinaus vergeben sie den TEDDY Jury Award.

Eine ehrenvolle Besonderheit gibt es seit diesem Jahr: Der TEDDY Award wurde als erster und einziger LGBTIQ+-Filmpreis in den sehr exklusiven Club der Filmpreise aufgenommen, die direkt zu einer Qualifikation für die Oscar-Longlist führen. So ist seit diesem Jahr der Gewinnerfilm des TEDDY Awards automatisch auch für einen Oscar in der Kategorie Bester Dokumentarfilm qualifiziert. Die Academy of Motion Picture Arts and Sciences unterstreicht damit die Bedeutung des TEDDY Awards für den queeren Film und das internationale Kino.

Große Bandbreite an Filmstoffen

Die Bandbreite der Filme aus dem Bereich LGBTIQ+ ist indes auch in diesem Jahr wieder beeindruckend, alle Facetten sind dabei vertreten – von einer lesbischen Weltraumprinzessin (Lesbian Space Princess) über die heimliche schwule Liebe zwischen einem Schauspieler und einem Politiker (Night Stage) und einer filmischen Meditation mit Fokus auf eine nicht-binäre Person (Houses) bis hin zur Geschichte der queeren Janine, die sich einem feindseligen Dorfleben (Janine zieht aufs Land) stellen muss sowie der Story über drei queere schwarze Frauen auf einem Roadtrip in den USA (Dreams in Nightmares). Auch Ben Whishaw ist in diesem Jahr im Film „Passages“ wieder mit dabei, sowie zudem auch mehrere „außerirdische afro-hermaphroditische, anthro-amphibische“ Migranten (Stars).

Spannende Weltpremieren

Als Weltpremiere ist „Queer as Punk“ zu sehen über die queere Band von einem trans* Mann mitten im  muslimisch geprägten Malaysia. Besonders interessant dürfte auch die zweite Weltpremiere werden: In „Queerpanorama“ schlüpft ein schwuler Mann nach einem Sex-Date immer in den Charakter des letzten Date-Partners. Ebenso spannend dürfte die Filmidee zu „Julian and the Wind“ aus Kanada sein: In einem Jungeninternat verliebt sich Arthur in Julian, doch der will davon erstmals nichts wissen. Als Julian zu schlafwandeln beginnt, entwickelt sich dann aber eine sonderbare Form der Intimität. 

Das Thema HIV wird dann erneut in diesem Jahr mit dem Film „Lloyd Wong, Unfinished“ aufgegriffen und erzählt über das Leben des chinesisch-kanadischen Künstlers Lloyd Wong mit HIV. Fehlen darf schlussendlich natürlich auch der schwule Kult-Regisseur Rosa von Praunheim nicht, der in diesem Jahr mit einem poetischen Abriss über Leben und Tod auffährt. Der Filmtitel: „Satanische Sau“. 

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