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Reaktionen nach FDP-Verbot

Reaktionen nach FDP-Verbot Die CDU Bremen bietet FDP zum Pride Partnerschaft an

ms - 08.08.2025 - 11:00 Uhr
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Der Ausschluss der FDP vom CSD in Bremen hat in den letzten Tagen vielerorts für Unverständnis gesorgt, auch innerhalb der Community. Nun meldete sich die CDU im Stadtstaat zu Wort und bietet der FDP an, auf ihrem Pride-Wagen mitzufahren.

Kritik an FDP-Rhetorik 

Die CSD-Veranstalter hatten in diesem Jahr als einzige Partei die FDP nicht zugelassen für die Pride-Parade, weil sich die Liberalen im vergangenen Jahr für ein Gender-Verbot an Schulen und Behörden eingesetzt hatten. Das CSD-Team kritisierte dabei insbesondere die Rhetorik der FDP, die von einer „Phantasiesprache“ und von „Genderideologie“ gesprochen hatte. 

Zusammenarbeit mit der CDU

CDU-Landeschef Heiko Strohmann machte dem FDP-Vorsitzenden Thore Schäck nun das Angebot, gemeinsam beim CSD aufzutreten und erklärte dazu in einem Brief: „Wir bieten euch gerne an, auf unserem Truck mitzufahren und damit ein Zeichen für Respekt, Vielfalt und den demokratischen Zusammenhalt zu setzen.“ Zudem beteuerte Strohmann, dass die Ausladung der FDP auch innerhalb der CDU für Irritationen gesorgt hatte. FDP-Chef Schäck hatte dazu vorab erklärt: „„Wir haben kein Verständnis für diese Intoleranz. Der CSD propagiert sich selbst als Sprachrohr für Toleranz und Akzeptanz, hat aber anscheinend selbst ein Problem damit, abweichende Meinungen zu akzeptieren.“ 

Heftige Diskussionen in der Community

Online wird in der Community heftig über das FDP-Verbot diskutiert: „Wenn man in der Abwägung zu dem Entschluss kommt, dass das Gendern höher wiegt als Selbstbestimmung, Menschenwürde und die Gleichstellung aller, dann ist da wohl etwas schief gelaufen – die FDP war bei allen Themen stets vorne dabei“, so ein User. Mehrere weitere sind der Meinung, die „Community zerlegt sich somit selber“ und verweisen darauf, dass „viele Mitglieder der LGBTIQ+-Community ebenfalls nichts mit der gekünstelten und teils grammatisch falschen Gender-Sprache anfangen können.“ 

Ein weiterer Nutzer schreibt: „Eine Partei auszuschließen, nur weil sie in einem bestimmten Punkt eine abweichende Meinung hat, zeigt, wie intolerant diejenigen sind, die am lautesten nach Toleranz rufen.“ Ein Kommentator fühlt sich gar an seine Jugend in der DDR erinnert. Es gibt allerdings auch Gegen-Stimmen, die das Vorgehen des CSD Bremen befürworten: „Mal kurz zur Einordnung für alle FDP Fan Boys: Wer solche Anträge einbringt und sich populistischer Sprache bedient, muss selbst damit rechnen, ausgeschlossen zu werden.“ Auch diese Meinung fand Zuspruch.   

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