Direkt zum Inhalt
Ärger in Singapur

Ärger in Singapur Schutz vor Diskriminierung am Arbeitsplatz, doch LGBTI*-Menschen wurden nicht bedacht

ms - 10.01.2025 - 15:00 Uhr
Loading audio player...

Ärger in Singapur – der Inselstaat hat ein neues Anti-Diskriminierungsgesetz verabschiedet, das Menschen im Beruf vor Anfeindungen besser schützen soll. LGBTI*-Menschen wurden bei den neuen Richtlinien allerdings komplett übergangen. Queere Verbände vor Ort fordern daher jetzt von der Regierung, dass das Gesetz noch einmal zu überarbeiten. Es bedürfe einer Einbindung zum Schutz von Menschen aufgrund ihrer sexuellen Orientierung sowie ihrer Geschlechtsidentität. 

Ein Gesetz ohne LGBTI*

Die LGBTI*-Community im Land kämpft seit Jahren um mehr Rechte, zuletzt wurde nach zähem Ringen 2022 ein Gesetz aufgehoben, das gleichgeschlechtlichen Sex zwischen Männern unter Strafe gestellt hatte. Die queere Familienorganisation SAFE betonte daher nun mit Blick auf das neue Gesetz, dass Eltern von LGBTI*-Jugendlichen große Angst davor haben, dass ihre Kinder diskriminiert werden. Genau daher bedürfe es einer zeitnahen Überarbeitung des neuen Anti-Diskriminierungsgesetzes. Die jetzigen Richtlinien seien dabei nicht nur „extrem diskriminierend“, sondern laufen demnach auch dem eigentlichen Anliegen zuwider, besonders vulnerable Menschen vor Diskriminierung zu schützen.

Aktuell benennt das neue Gesetz den Schutz in Bezug auf Kriterien wie unter anderem Alter, Nationalität, Geschlecht, Ethnie, Religion, Sprache, Behinderung oder auch psychische Erkrankungen. Die Regierung betonte indes inzwischen, man habe die seit 2007 ausgearbeiteten Richtlinien nun in verbindliche Gesetze umgearbeitet – damals sahen die Regelungen noch keinen Schutz für LGBTI* vor.  

Anzeige
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE

Auch Interessant

Kritik an Trump-Narrativen

Risiko für LGBTIQ+-Personen steigt

Inmitten von Bombardierungen und geopolitischen Strategien geraten im Iran-Krieg marginalisierte Gruppen in noch größere Gefahr.
ESC-Quoten fürs Finale

Finnland ist an der Spitze

Ungute Vorzeichen? Der deutsche ESC-Beitrag von Sarah Engels landet im ESC-Barometer derzeit auf dem vorletzten Platz. Finnland ist Spitzenreiter.
Zölibat nicht durchzuhalten

Geist war willig, Fleisch schwach

Ein prominenter italienischer Priester legt sein Amt nieder – wegen seiner eigenen, als zu stark empfundenen Sexualität.
Homophobie bei den Bobbys

Umfrage in der Bevölkerung

Homophobie ist seit Jahren ein großes Problem der Londoner Polizei. Eine Umfrage in der Bevölkerung soll nun aufzeigen, wie die aktuelle Lage ist.
Mikrokredite als Nothilfe

Reaktion auf Kürzungen bei LGBTIQ+

Können Mikrokredite den Rückgang der weltweiten Förderung von LGBTIQ+ auffangen? Ein Dutzend queerer Verbände weltweit fordert ein Umdenken.
Klage der US-Boy Scouts

Anklage von queerem Reisebüro

Die amerikanischen Boy Scouts verklagen das LGBTIQ+-Reiseunternehmen Queer Scout wegen Namens- und Logorechten.
Hate Crime in Großbritannien

Erster Schritt für neues Gesetz

LGBTIQ+-Hasskriminalität soll in Großbritannien härter bestraft werden, im ersten Schritt stimmte jetzt das House of Lords dem Gesetzesvorhaben zu.