Direkt zum Inhalt
Bürgergeld bei queeren Menschen
ANZEIGE

Queeres Bürgergeld Fortlaufende Probleme bei der Auszahlung an nicht-binäre Personen?

ms - 09.01.2025 - 12:00 Uhr
Loading audio player...

Die Linke queer übt jetzt scharfe Kritik an der Bürgergeldauszahlung bei queeren Menschen ohne binären Geschlechtseintrag – noch immer käme es hier zu Verzögerungen und Problemen, da sich die technische Umsetzung beim Bundesministerium für Arbeit und Soziales offenbar noch immer schwierig gestaltet. 

Probleme bei nicht-binären Bürgergeld-Empfängern?

Das Bundesministerium bestätigte demnach auf Anfrage der Linksfraktion, dass das IT-Fachverfahren der Bundesagentur für Arbeit zur Berechnung des Bürgergelds die im Stammdatenverfahren hinterlegten Personendaten mit dem Geschlechtseintrag „unbestimmt/divers“ nicht verarbeiten kann. Stattdessen müssten die Beschäftigten dies durch manuelle Eingaben weiterverarbeiten.

Die Linken-Politikerin Hedi Reichinnek, Mitglied des Deutschen Bundestages, sowie Daniel Bache und Maja Tegeler, die Bundessprecher von Die Linke queer, erklärten dazu: „Warum die Verarbeitung – mehr als sieben Jahre nach den entsprechenden Änderungen im Personenstandsrecht – nicht ins Computerprogramm integriert ist, bleibt offen und ist unverständlich. Außerdem bleibt offen, ob es zu Problemen kommen kann, falls Menschen während des Leitungsbezugs ihren Geschlechtseintrag ändern lassen. Dazu nimmt die Regierung keine Stellung. Sie erklärt lediglich ganz allgemein, dass der Bundesagentur für Arbeit im Zusammenhang mit der Auszahlung von Bürgergeld und der Änderung von Geschlechtseinträgen keine ´flächendeckenden´ Probleme bekannt sind.“

Verspätete Auszahlungen 

Laut der Linken lege die Formulierung nahe, dass „einiges im Argen liegt“. Die Partei sowie die Linke queer gehen daher davon aus, dass es durchaus lokal immer wieder zu Problemen kommt. Untermauert wird diese These der Partei laut Eigenaussage dadurch, dass sich Betroffene immer wieder auch direkt gemeldet hätten. 

„Dabei ging es um verspätete oder gar ganz ausgebliebene Auszahlungen des Bürgergelds – also des absolut notwendigen Existenzminimums. Das darf nicht passieren und ist absolut inakzeptabel. Die Linke queer fordert die Bundesregierung auf, endlich sicherzustellen, dass alle, auch queere Menschen, die Sozialleistungen erhalten, die ihnen zustehen – und zwar ohne Verzug und Probleme.“ Dazu müssten die IT-Verfahren der Bundesagentur für Arbeit und von kommunalen Trägern umgehend behoben werden, so der Verband weiter. 

Anzeige
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE

Auch Interessant

Star Trek bleibt bunt

Sorge um die Zukunft

Zum 60. Jubiläum feiern LGBTIQ+-Stars die Vielfalt von „Star Trek“ – und warnen zugleich vor einem möglichen Rückschritt bei der Repräsentation.
Denkmal für The Vivienne

Lebensgroße Statue in Liverpool

Liverpool plant eine lebensgroße Statue für The Vivienne und will damit an die Drag-Ikone und ihr Vermächtnis erinnern.
Alte Gerüchte um James Stewart

Hollywood-Legende neu im Fokus

Ein neues Biopic über US-Schauspieler James Stewart bringt alte Hollywood-Gerüchte rund um seine vermeintliche Homosexualität erneut ins Gespräch.
Besonderes "Liebespaar"

Kuss-Paar gewinnt Preis

Bei der Canal Pride Amsterdam wurden die kreativsten Boote für ihre Botschaften zu Vielfalt und Sichtbarkeit geehrt, darunter ein besonderes Kuss-Paar
Viagra gegen Krebs?

Forschung mit neuem Ansatz

Israelische Forscher untersuchen, ob Viagra Krebszellen an der Ausbreitung hindern kann – die ersten Ergebnisse sind vielversprechend.
Senegal verschärft Vorgehen

Acht Frauen festgenommen

Im Senegal wurden acht Frauen wegen lesbischer Beziehungen festgenommen – die Ermittlungen lösten Kritik aus, die Regierung hält an ihrem Kurs fest.
Siege bei Commonwealth Games

Medaillen für LGBTIQ+-Athletinnen

Voller Erfolg: Offen lebende LGBTIQ+-Athletinnen holten bei den Commonwealth Games sieben Medaillen und wären als Team auf Rang 14 gelandet.
DoxyPEP im Supermarkt

Neues STI-Angebot in Großbritannien

Der Drogerieanbieter Superdrug bietet als erster britischer Einzelhändler DoxyPEP an – ein Medikament zur Vorbeugung bestimmter bakterieller STIs.
Ghanas radikaler Weg

Verschärfung von Hass-Gesetz

Ghanas Parlament will ein umstrittenes Anti-LGBTIQ+-Gesetz erneut beraten und möglicherweise die Strafen noch einmal verschärfen.