Kristen Stewart & Jodie Foster Zwei Weltstars aus der Community
US-Schauspielerin Jodie Foster (63) hat sich in einem Interview an ihre Zusammenarbeit mit Kristen Stewart (35) in dem Thriller „Panic Room“ aus dem Jahr 2002 erinnert und dabei die Ähnlichkeiten zwischen ihnen beiden hervorgehoben. Foster, die zuletzt einen Emmy für „True Detective: Night Country“ gewann, gab im Gespräch mit Variety zu, dass sie in Stewart viel von sich selbst erkannt habe.
Eine „Mini-Version“ von Foster
Der Thriller „Panic Room“ unter der Regie von David Fincher („Sieben“) erzählt die Geschichte einer Mutter und ihrer Tochter, die sich in einem Sicherheitsraum verstecken müssen, als ihr neues Zuhause von Einbrechern überfallen wird. Für Stewart war es der dritte Film ihrer Karriere und ein wichtiger Meilenstein ihrer Karriere. „Als ich Kristen Stewart zum ersten Mal traf, dachte ich: ‚Oh, sie ist meine Mini-Version.‘ Ich habe sie einfach sofort geliebt“, so Foster über ihre erste Begegnung mit der damals jungen Schauspielerin.
Viele Ähnlichkeiten
Foster, die als kurzfristiger Ersatz für Nicole Kidman in den Film kam – nur eine Woche vor den Dreharbeiten –, erinnerte sich, wie sie in die Rolle der Mutter schlüpfte. „Es war einfach unglaublich, dass ich in diese Rolle gerutscht bin, in der ich Kristens Mutter spielen durfte.“ Die beiden schienen sich nicht nur im Beruf, sondern auch persönlich sehr ähnlich zu sein. „Wir hatten denselben Haarschnitt!“, so Foster weiter. Damals durfte beiden allerdings noch nicht klar gewesen sein, dass sie beide Teil der Community sind, heute stehen die zwei Schauspielerinnen dazu – Foster ist lesbisch, Stewart bisexuell. Die 35-Jährige heiratete im letzten Jahr Drehbuchautorin Dylan Meyer, Oscarpreisträgerin Foster ist seit 2014 mit Drehbuchautorin und Fotografin Alexandra Hedison verheiratet.
Eingesperrt im Schrank
„Ich habe so viel Zeit mit diesem Kind verbracht, das 11 Jahre alt war, in diesem winzigen Raum, der nur acht mal vierzehn Fuß groß war. Und ich habe nie so viel Spaß gehabt, mit einer Person in einem Schrank eingesperrt zu sein, wie mit Kristen Stewart als Kind“, so Foster. Beide Schauspielerinnen waren dabei damals auch anderweitig noch „in the closet“, also ungeoutet. Foster outete sich erst 2013 während einer Rede bei den Golden Globes, Stewart folgte diesem Schritt offiziell 2017 in einem Monolog bei Saturday Night Live.
Foster und Stewart verbrachten viel Zeit miteinander und sprachen unter anderem über Musik. Stewart hielt U2 für eine „Boyband“. Foster erinnerte sich daran, dass sie damals dachte: „Sie wird großartig, wenn sie älter wird. Aber sie wird keine Schauspielerin, oder? Weil sie nicht diese Persönlichkeit hat. Sie ist nicht jemand, der einen Lampenschirm auf dem Kopf tragen möchte, und sie will nicht für die Oma singen oder im Mittelpunkt stehen.“ Foster war daher überrascht, als Stewart später doch eine erfolgreiche Schauspielkarriere startete. „Deshalb bin ich bis heute erstaunt, dass sie Schauspielerin ist. Aber jetzt ist sie Regisseurin, also wer weiß, vielleicht bewegt sie sich in ihre ganz eigene Richtung“, so Foster weiter.